Seite 1 von 1

10 Strategien der Manipulation n. Noam Chomsky

Verfasst: 25. Nov 2021, 10:37
von Oxymon
[Externer Link : bitte anmelden]
Noam Chomsky ist einer der bekanntesten Wissenschaftler der Welt. Dieser US-amerikanische Denker wurde von The New York Times als der wichtigste Denker der heutigen Zeit betitelt. Einer seiner bedeutendsten Beiträge besteht darin, die Strategien der Manipulation zu nennen und zu analysieren. Genauer gesagt, geht es um die Massenmanipulation, die es heutzutage auf der Welt gibt.
Den Artikel und das Zitat vorab. Wenn ich Zeit habe, schreibe ich sicherlich noch was dazu. Aber lasst
euch nicht aufhalten, wenn ihr selber dazu Gedanken habt. :D

Strategie 1 - die Lenkung der Aufmerksamkeit
Nach Chomsky (C.) ist es anscheinend so, dass man die Aufmerksamkeit banale Dinge richtet, die
dann die geistigen Kapazitäten ausfüllt. Mir fällt dann sofort die Fußballweltmeisterschaft ein,
wo ja oft - erstaunlicherweise - wichtige politische Entscheidungen getroffen wurden.

Um die Menschen abzulenken, würden sie mit Informationen vollgestopft. Man schreibe zum Beispiel Sportveranstaltungen oder aber auch Shows, Sehenswürdigkeiten, etc. zu viel Wichtigkeit zu. Das führe dazu, dass die Menschen den Blick dafür verlieren, was ihre wirklichen Probleme seien.



Martin Schulz hat ja auch ein öffentliches statement abgegeben. Ich weiß allerdings nicht,
ob er das heute noch gerne hören würde.

Re: Strategien der Manipulation

Verfasst: 23. Jan 2022, 14:58
von Oxymon
[Externer Link : bitte anmelden]
Die kanadische Autorin Naomi Klein skizziert im Vorwort ihres 2007 erschienenen Werkes „Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus“, wie Krisen zur Umgestaltung sozialer und ökonomischer Verhältnisse genutzt werden können: „Erst Schock durch Krieg oder Katastrophe, dann der sogenannte Wiederaufbau. Es funktioniert immer nach den gleichen Mechanismen. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelressorts, im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt — an westliche Konzerne. Existenzen werden vernichtet, es herrscht Wildwestkapitalismus der reinsten Sorte“ (1). Dass diese Umgestaltung nicht immer im Sinne der Bürgerinnen und Bürger eines Landes vonstattengeht, wird an mehreren historischen Beispielen deutlich. Wer also sind die Profiteure der Krise?
Oft wurde Naomi Kleins Bericht der Schockstrategie als Verschwörungstheorie abgetan, etwa in Zeit online. Sie habe nicht mehr „alle Tassen im Schrank“ und sei „verrückt geworden“. Die Schock-Strategie sei ein Buch für Menschen, „die schon jetzt in den Verschwörungstheorien der Globalisierungskritiker gefangen sind“, schrieb die Süddeutsche Zeitung. Solch kalkulierte Pläne zu Massentraumatisierung, Folter und schlussendlichem Systemwechsel hätten nicht spurlos an der Öffentlichkeit vorübergehen können. Nein, das hätten wir mitbekommen. In dem Versuch, das bestehende Bild von Staat und Politik nicht angeknackst zu wissen, wird jede von Klein gezogene Parallele abgestritten.
Es galt, die Bevölkerung zu traumatisieren, sie zu dissoziieren und somit kulturell wie sozial zu entwurzeln. Nur indem man alle Gewalttaten auf einmal begehe (Niccolò Machiavelli), könne man Krisen oder Schocks zu einem Umbau von Wirtschaft und sozialer Infrastruktur nutzen. So der Plan von Milton Friedman, den er Mitte der Siebzigerjahre an Pinochet herantrug. Ähnlich wie später Präsident George W. Bush träumte auch Friedman von der „Befreiung des Marktes vom Staat“, dem Ideal eines „perfekten hohlen Staates“ (3): Wettbewerbsfreie Auftragsvergaben unter der Hand und Staaten, die somit ihre Autonomie verlieren, sprich ihre Fähigkeit, über die eigene Wirtschaftspolitik selbst bestimmen zu dürfen. Was daraufhin folgte, „war der extremste kapitalistische Umbau, der irgendwo jemals versucht worden war“:
Dazu ein Zitat von Horst Seehofer:

„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“