Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

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Anders_son
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Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

Mechanismen der menschlichen Natur oder ein Streifzug durch die vorfreudianische Zeit

Bitte keine Kommentare!

Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. D.h. man bezieht sich auf vorhandene Daten und Beobachtungen. Meiner persönlichen Meinung nach ist sie deshalb sehr fehleranfällig, weil sich allein durch die technische und kulturelle Entwicklung und Veränderungen sich ständig neue Parameter für die Psyche erschließen. Früher kannte man so nur 2 Geschlechter. Heute ist es ein soziales Konstrukt, für das man sich entscheidet. Was ist überhaupt Psyche? Wir kommen da schnell zum Begriff Seele. Für mich ist es schwierig eine einheitliche Definition zu finden. Schließlich hängen Körper und Geist eng zusammen. Und in der Psychologie beschäftigt man sich ja vorwiegend mit einer erkrankten Psyche, die durchaus als Ursache einen kranken Körper haben kann.
Sicher zeigt sich die Psyche im Ausdruck mentaler Vorgänge, die eine Gesamtheit und einen Ausdruck bilden. Ziemlich schwammig, aber wem es nicht reicht, der kann ja in diversen Büchern oder Lexika sich weiter bilden.
Mir geht es in diesem Thread auch mehr um die Psyche von bereits verstorbenen Personen. Das ist gar nicht so leicht, wie man vielleicht annimmt. Denn die Betrachtung einer historischen Person ist natürlich auch immer vom Zeitgeist abhängig. Das schließt die psychologische Beurteilung mit ein. Denn Psychologie dient natürlich auch als Werturteil. Das kommt dadurch zustande, dass Hinz und Kunz Diagnosen abgibt und die Psychologie mehr zu einer Art Wahrsagerei und Kaffeesatzleserei verkommen ist. Früher musste man, um Unmensch zu sein, eine entsprechende Straftat begehen. Heute bezeichnet man einen anderen unsympathischen Menschen einfach als Narzissten, um ihn als Unmensch zu stigmatisieren. Es ist also auch ein Werkzeug der Manipulation und sogar der Propaganda. Besonders alte weiße Männer aus dem angelsächsischen Raum haben damit zu kämpfen. Ob zu Recht oder zu Unrecht lasse ich mal dahingestellt. Es muss jedenfalls für einen Menschen mit wenig Selbstbewusstsein eine unheimliche Macht darstellen, jemanden als Narzissten oder Psychopathen bezeichnen zu können. Wobei Narzisst in diversen Zusammenhängen nichts anderes als Arschloch bedeuten kann.
Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass es beispielsweise in der Politik Zonen mit geradlinigen heroischen Menschen geben könnte. Glauben kann man das sicherlich, Machiavelli hatte dazu andere Gedanken.

Psychologie ist für mich zu einem gewissen Teil mehr eine Sicht auf bereits vergangene Dinge oder geistige Zustände. Und es ist geradezu faszinierend wie sich die Beziehung zu bereits verstorbenen Personen im „Jetzt“ ändert. Das hat teilweise etwas mit der Ideologie oder dem Zeitgeist zu tun, als auch mit neueren objektiveren Erkenntnissen. Vorausgesetzt man unterliegt nicht einer Geschichtsfälschung. Ja auch sowas soll es geben. Wahrscheinlich genauso häufig wie Fehldiagnosen.

Mit was für einer Person möchte ich jetzt anfangen? Welche Person ist interessant genug, dass ich mich mit ihr etwas beschäftige. Und damit gleichzeitig zweier Interessen von mir nachgehe. Der geschichtlicher und psychologischer Abläufe. Immer im Bewusstsein, dass ich nur Vermutungen anstelle und nur weiß, dass ich nichts weiss. Deshalb werde ich mich dann auch historischen Personen widmen, die durch ihre Widersprüchlichkeit auffallen und die man durch ihr Ableben auch nicht mehr verletzen kann.
„Um Böses zu tun, muss ein Mensch zuallererst glauben, dass das, was er tut, gut ist.“
Alexander Solschenizyn

zitiert von Anders_son (ehemals Oxymon)
Anders_son
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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

Ich habe mich dann für Kasper Hauser entschieden. Ich habe ihn so im Vorbeigehen immer wahrgenommen, aber nie richtig mit ihm beschäftigt. Ich habe mich dann auch gefragt, wie sich so eine Geschichte oder Mythos entwickeln kann. Gerade auch durch neuere Erkenntnis in der Forschung wie Blutbestimmung, Hospitalisierung, Psychologie und anderen diversen Zweigen der Wisserschaft ergibt sich doch mehr ein „wahrscheinliches“ Bild von Hauser und besonders auch seiner Umwelt. Hätte sich sein Leben nicht zu einer Tragödie entwickelt, hätte man vielleicht von einem Schelmenroman sprechen können. Also ein „Held“, der sich als Umhergetriebener mit allen Schlichen und Mitteln durchs Leben bewegt. Ein „not“getriebener Betrüger, der heute unter das Jugendstrafrecht fallen würde. Dabei glaube ich nicht daran, dass Kaspar selbstbestimmt diesen Betrug durchgeführt hat, sondern mit den interagierenden Personen ein merkwürdiges Spiel begann. Der Zufall hat kräftig mitgespielt und die Geschichte hätte auch eine ganz andere Entwicklung nehmen können. Ob jetzt meine Behauptungen, die ich aufstelle, richtig sind…..wer weiß das schon so genau. Ich sehe mich selber als schreibenden Dilettanten, der sich Dinge selber erschließen will. Wer also glaubt, dass es sich bei Kasper Hauser, um einen badischen Prinzen handelt kann das ruhig tun. Vielleicht hat er ja Recht. :D

Kaspar Hauser - Teil 1

Kaspar Hauser ist ein Mensch des 19ten Jahrhunderts. Er wurde 1812 geboren, in einer Zeit, wo Napoleon noch Europa beherrschte. Hauser starb 1833, Napoleon war bereits vorher abgetreten. Sein Waterloo war 1815, sein Tod 1821 auf der Insel Helena. Früher noch als französischer Kaiser und genialer Stratege angesehen, spricht man heute mehr von einem Diktator. Bekannt ist vielleicht auch der Napoleon-Komplex, der von Alfred Adler definiert wurde. Demnach könnte ein Kleinwuchs dazu führen, dass man diesen durch ein übersteigertes Verhalten kompensiert, der Status und Erfolge hervorbringt. Wäre Napoleon also nach Adler 30 cm größer gewesen, wäre Frankreich dieser Geschichtsabschnitt erspart geblieben.
Echt?
Tja, Psychologie und Geschichte. Leider ist Adler anscheinend einem Fehler unterlaufen. Tatsächlich war Napoleon für die damalige Zeit ein körperlich großer Mann. 1,68 m. Hitler war übrigens 1,75 cm groß. Ich weiß nicht. Komischerweise war Königin Viktoria nur 1,52 cm groß. Aber wie hört sich das schon an? Der Queen Viktoria-Komplex. Hat auch so einen frauenfeindlichen Unterton.

Die Menschen waren jedenfalls in den ersten Jahrzehnten des 19ten Jahrhunderts wesentlich kleiner.

Nach dem „großen“ Napoleon und seinem kaiserlichen Staat versuchte „man“ die alte Ordnung wieder herzustellen. Also mit Fürstentümern etc. Es war aber auch eine Zeit, wo es Revolutionen gab und sich auch die Idee eines deutschen Nationalstaates bildete. Die Zeit zwischen dem Wiener Kongress - um 1815 - und 1848 (Vormärz) bezeichnet man auch als Biedermeier. Ein Möbelstil, der auch die Betulichkeit dieser Zeit abbildet. Ich habe ihn nie besonders gemocht. Der Wiener Kongress sollte Europa nach Napoleon neu ordnen, der Vormärz war aus meiner Sicht mehrere Revolutionen gegen alte Zustände. Man kann den Vormärz auch als Zeit zwischen 1830 und 1848 betrachten, wo verschiedene politische Kräfte sich formierten, die wir heute nur allzu gut kennen. Ich könnte hier das Wort „leider“ einflechten. Eine Zeit des Aufbruchs oder auch der Weg in vernichtende Zustände. Wie man es eben sehen will.

Kaspar kam jedenfalls in einer Zeit zur Welt, wo diese bereits schneller zu fließen begann. Begünstigt durch den Anfang der industriellen Revolution. Die dampfbetriebene Lokomotive fuhr 1835 ihre erste Strecke, Dampfschifffahrt, Photographie und Telegraphie folgten. Entfernungen wurden in kürzerer Zeit zurückgelegt, die Welt wurde schließlich kleiner und ihr Bild in den Köpfen der Menschen veränderte sich. Damals gab es auch schon bereits die ersten Gesundheits- und Katastrophenexperten, die etwa behaupteten, dass eine Eisenbahnfahrt mit mehr als 30 Stundenkilometer gesundheitliche Schäden erzeuge. Es gab sogar Gutachten geschätzter Einrichtungen, die ein diesbezügliches „Delirium furiosum“ beschrieben. Eine Gehirnerkrankung oder geistige Unruhe, die durch die schnelle Bewegung verursacht würde. Damals waren 30 Stundenkilometer eben unvorstellbar. Dabei sorgte mehr die unmögliche Polsterung der Sitzgelegenheit für Schäden in der Wirbelsäule.

Fast glaube ich dann doch, dass die Wissenschaft doch nicht so unfehlbar ist, wie man heute glaubt. Das wäre ja auch unwissenschaftlich. Aber wer weiß schon, was man in 50 Jahren von unseren sogenannten Experten sagen wird. Vielleicht stellt sich dann vieles nur als inkompetente Kaffeesatzleserei diverser Lobbyisten heraus.

Angeblich wurde Hauser mit nur 21 Jahren ermordet. Dazu aber später. Er starb dort, wo die alte betuliche Zeit langsam einer neuen Zeit Platz machte. 1828 tauchte Hauser plötzlich in Nürnberg auf. Nürnberg liegt bekanntlich in Mittelfranken und ist ein Teil von Bayern. Um die Zeit herum gehörte es zu dem Königreich Bayern, dass bis zum Ende des ersten Weltkrieges existierte. Hier fuhr dann auch die bereits erwähnte erste dampfbetriebene Lokomotive - der Adler - 2 Jahre nach dem Tod von Hauser.

Hauser war bei seinem ersten Auftreten in Nürnberg ca. 16 Jahre alt und wirkte auf die damaligen Menschen geistig zurückgeblieben. Wobei es eben Meinungen gibt, die dies als Schauspielerei bezeichnen. Sein Wortschatz schien begrenzt und er stammelte immer einen Satz vor sich her, der wohl einen Berufswunsch ausdrücken sollte.

Jedenfalls brachte ihn ein Schuhmachermeister zur nächsten Polizeistation. Damals sagte man Polizeiwache.

Kaspar trug einen Brief bei sich, der an einen Rittmeister in Nürnberg adressiert war. Der anonyme Verfasser, anscheinend eine arme Sau oder auch damaliger Taglöhner gab in diesem Brief an, dass ihm das Kind 1812 übergeben worden sei. Er hätte ihm Lesen, Schreiben und religiöse Rituale des Christentums beigebracht. Anscheinend hatte er das Haus, die Strohhütte oder auch seinen Kerker ab 1812 nie verlassen.
Der Schreiber gab auch an, dass der Vater anscheinend Mitglied des bayerischen Heeres war (genauer gesagt der Kavallerie). Und Kaspar wollte eben nun auch ein Reiter werden und sagte das auch recht hübsch auf. Sein eigentlicher Vorname war Kasper. So weit so gut. Nur gab es einige Ungereimtheiten. So war auch ein Brief der Mutter beigefügt, deren Handschrift angeblich verstellt wirkte und der Handschrift unseres armen Taglöhners, den unbekannten damaligen Betreuer, ähnelte. Man konnte also einen Fake nicht ausschließen. Ja, ein fake schien sogar wahrscheinlich.

Und so kam Kasper Hauser erst mal ins Gefängnis. Ein etwa ca. 16 Jahre alter verhaltensauffälliger Junge mit merkwürdigen (darf man getürkt noch sagen?) Briefen, der in Windeseile das Laufen erlernt hatte, nachdem er seine ganze Lebenszeit in hockender Stellung verbrachte.

Kasper wirkte auf seine Umwelt. Wo man jetzt darüber spekulieren kann, ob das mehr mit dem Jungen oder eben seiner Umwelt zu tun hatte. Sein geistiger Zustand erregte jedenfalls Aufmerksamkeit bei studierten Menschen des Biedermeier. Er wurde Untersuchungs- und Beschauungsobjekt. Eine Attraktion, ein Freak, eine nette Abwechslung im langweiligen sensationsgierigen Biedermeier. Und Kaspar schien diese Form von Aufmerksamkeit zu genießen. So, als würde er das erhalten, wonach er sich sehnte. Ein Schauspieler, der Beifall erhält? Oder jemand, der sich vorgenommen hat, aus der Unterschicht aufzusteigen und mit manipulativen Techniken arbeitet.

Vielleicht noch eine Anmerkung. Der Begriff von Jugend bildete sich erst am Ende des 19ten Jahrhunderts heraus. Mit Ende der Kindheit, also ca. dem 7ten Lebensjahr oder sogar sehr früher wechselte man in der Zeit von Hauser aber sehr oft direkt in die Erwachsenenwelt und musste die heute verurteilte Kinderarbeit leisten. Man sollte Kaspar deshalb nicht mit heutigen Maßstäben betrachten, da eine vollkommen andere Sozialisierung „möglicherweise“ stattfand. Vorausgesetzt natürlich, man glaubt nicht an die Kerkergeschichte. :hea: Sollten Rechtschreibfehler bis jetzt auftauchen, bitte ich diese zu entschuldigen. Irgendwann werde ich die Texte sicherlich nachbearbeiten.
Zuletzt geändert von Anders_son am 20. Jul 2021, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

Kaspar Hauser - Teil 2

Meiner Meinung nach hat sich Kaspar verstellt. Möglicherweise hat er sogar selber die beiden Schreiben verfasste, Kasper bedeutet übersetzt Schatzmeister. Und Kaspar ist eine Variante des Namen Kaspers. Und ist natürlich bekannt als einer der dreiheiligen Könige.

Kehre ich zu Hauser zurück, der zu einer lokalen Sensation geworden war und über den alle möglichen Gerüchte im Umlauf waren. So gab ein Gutachter an - die gab es damals auch - dass er als halbwilder Mensch in Wäldern erzogen worden sei. Dann entwickelte sich allerdings eine andere Geschichte, die durch Hauser auch schriftlich bestätigt wurde. Demnach hätte er völlig isoliert, mehr liegend, in einem dunklen Raum sein Leben als Gefangener verbracht. Angeblich führte man ihm Rauschgift in Form von Opium zu. Während seines Schlafes fanden dann hygienische Massnahmen und die Zuführung von Nahrung statt. Die Notdurft erledigte er in einer mehr oder minder ausgehobenen Grube, die regelmäßig geleert wurde. Bei seiner Entlassung aus dieser menschlichen Lagerhaltung lernte er dann einen vorher nie gesehenen Mann kennen, der ihm noch schnell das Schreiben beibrachte und nach Nürnberg begleitete. Auf dem Weg nach Nürnberg hätte er erst mal - nach seinen Angaben - richtig laufen gelernt. Fast ein Superheld.
Auf mich wirkt diese Geschichte mehr als unglaubhaft. Besonders weil auch immer betont wurde, dass Hauser einen altbairischen Akzent hätte. Den musste er ja irgendwo herhaben.

In seiner nächsten Unterkunft in Nürnberg wurden ihm handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten zugesprochen. Hauser musste innerhalb einiger Monate unglaubliche Fortschritte gemacht haben. Wenn man ihm die Geschichte von der Isolationshaft abnahm.

Dann erfolgte die erste Verletzung, die von Hauser mehr oder minder als Attentat bezeichnet wurde. Die Ereignisse fanden ca. 1,5 Jahre nach seinem Auffinden in Nürnberg statt. Hauser wurde im Keller mit einer stark blutenden Schnittwunde an der Stirn aufgefunden. Nach der Schilderung von Kaspar war es die Folge eines Überfalls. An der Stimme hätte er den Mann erkannt, der ihn auch nach Nürnberg gebracht hätte. Kasper hatte dann anschließend in anderen Räumen noch sein Blut verteilt und wäre dann in den Keller gegangen. Der Vorfall konnte durch die Polizei nicht aufgeklärt werden. Er führte aber dazu, dass sich die Aufmerksamkeit wieder auf Hauser richtete und neue Gerüchte entstanden. So wurde von manchen eine Linie zum Adel gezogen, nachdem er ein badischer Prinz sei. Andere sahen in Hauser einen Betrüger. Wobei ich der Ansicht zuneige, dass er mehr ein Produkt seiner Umwelt und eines psychischen Zustandes war, der zwar Betrugselemente enthielt, aber weniger vorsätzlich, sondern durch das Zusammenspiel Außenwelt, einer gewissen Betrugsabsicht und auch durch ein gewisses Krankheitsbild entstand. Wenn man den Aussagen diverser historischer Zeugen Glauben schenken darf, war er ein geschickter Lügner, der also nicht Fähigkeiten in kürzester Zeit entwickelte, sondern diese bereits besass. Er war nicht zurückgeblieben, sondern im Gegenteil ein erwachsener Mensch, der durch die erfundene Geschichte versuchte, die starken gesellschaftlichen Grenzen zu überwinden. Und dabei baute er auf die Neugier und Sensationsgier seiner Mitmenschen.

Kaspar war irgendwie Regisseur, aber auch Spielball der Umstände. Ich musste dann auch an Oliver Twist von Charles Dickens denken, wo die Handlung ungefähr zur gleichen Zeit spielt.
Vergleiche zur heutigen Zeit möchte ich nicht vornehmen. Wobei da für mich schon Bezüge in der Gesellschaft zu sehen sind. :holy: Sollten bis hier Rechtschreibfehler auffällig sein, bitte ich diese zu entschuldigen. Irgendwann werde ich die Texte noch mal überarbeiten und vielleicht auch ergänzen.
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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

…… …..
Zuletzt geändert von Anders_son am 23. Jul 2021, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

Kasper Hauser und die Trägheit des Herzens



Eine Schnelldurchlauf mit Plastikfiguren.

Zu Kasper Hauser gibt es ja auch einen Roman von Jakob Wassermann.
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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

Etwas Musik gibt es natürlich auch:

(Reinhard Mey)

(BAP)
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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

Ergänzend:

(Teil 1 einer Doku)

(Teil 2 einer Doku)

(Teil 3 einer Doku)
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Alexander Solschenizyn

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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

Zu den Videos möchte ich noch gerne sagen, dass ich da nicht unbedingt übereinstimme. Aber es sind eben Betrachtungen aus einer anderen Sicht und meiner Ansicht nach gut gemacht.
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Re: Kolumne: Mechanismen der menschlichen Natur

Beitrag von Anders_son »

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