Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

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Venom
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Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Venom »

Ein hallo allerseits! Ich bin durch Google hierher geleitet worden, als ich nach Therapiemöglichkeiten für Psychopathie gesucht habe. Diese Diagnose wurde zur Disposition gestellt, nachdem andere Vermutungen vorerst weitestgehend ausgeschlossen werden konnten. Das Ganze stellt sich als eine Form von lustigem Ratespiel dar, welches ich zwar zeitweise ganz amüsant fand, doch letztendlich zu nichts führt.

Meine Beeinträchtigungen verschwinden davon nicht und ob ich mir diese ganze hochtrabenden Zettelei nun rahmen sollte, darüber denke ich noch nach. Unstrittig ist jedenfalls, dass mein Verhalten auf meine Umwelt teilweise nicht normal wirkt. „Zu distanziert, zu unterkühlt, zu wenig mitmenschlich.“ Das wären die wesentlichen Rückmeldungen. Ich selbst habe eigentlich weniger Last mit mir selbst, als mit den Reaktionen, die mich so manches Mal derartig provozieren, dass ich Gefahr laufe die Fassung zu verlieren.

Das ist die Grundproblematik. Denn das kann und will ich mir nicht leisten. Nicht nur der zu befürchtende Gesichtsverlust, ist nichts, was ich mir antun wollen würde. Auch die zu erwartenden Schwierigkeiten im Arbeitsumfeld machen mir Sorgen. Ansonsten bewerte ich mich als gut integriert und beherrscht. Es wird allerdings zunehmend anstrengender für mich, diesen Zustand aufrecht zu erhalten.

Es kostet mich Kraft, die immer deutlicher zutage tretenden Aggressionen unter Verschluss zu halten, weswegen ich mich in Behandlung begab. Die Fachleute wirkten auf mich dabei wie ratlose Eingeborene, die ein Ding bestaunen, das vom Himmel fiel und ihnen nichts sagt. Das ist der Stand der Dinge. Fällt jemandem etwas dazu ein?

Grüsse, Venom

Nochwas: Ich habe im Internet einiges an Informationen gefunden, die sich jedoch in vielen Fällen völlig widersprechen. Es herrscht offensichtlich Uneinigkeit darüber, ob Psychopathie therapierbar oder gar heilbar wäre. Weiß man hier mehr darüber?
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Janundso
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Janundso »

Seit wann bist du denn so "kalt"?

Angenommen, du arbeitest bei einer Bank. Nun kommen maskierte Männer, die mit einem Maschinengewehr auf dich zielen. Was würdest du denken und fühlen währenddessen?
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Venom
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Venom »

Hallo Janundso, ich bin noch nie anders gewesen. Das mit der Bank ist witzig, dort arbeite ich tatsächlich, wenn auch nicht am Schalter, sondern im weiteren Umfeld. :lol:

Wenn ich mir die geschilderte Situation vorstelle, nehme ich an, dass ich überlegen würde, an die Waffe zu gelangen. So lange ich dazu keine Möglichkeit sähe, würde ich tun, was die Räuber verlangen. Mich für ein bisschen Geld erschießen zu lassen, das käme mir keinesfalls in den Sinn.

Grüsse, Venom
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Oxymon
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Oxymon »

Hey,

also ich finde deinen Usernamen interessant. Das ist ja eine Figur aus dem Marveluniversum, die
durch seine Ambivalenz auffällt und in gewissem Sinne ein Gestaltenwandler ist.

Hat die Wahl des Namens eine tiefere Bedeutung für dich? Du hättest ja auch Carnage nehmen
können?

LG Oxy
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Venom
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Venom »

Hallo Oxymon, mir gefällt das Prinzip des Innewohnenden. Carnage ist mir zu rot. :hea:

Grüsse, Venom
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MinaHarkness
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von MinaHarkness »

..

Grüß Dich, Venom..
herzlich willkommen bei uns. Ich verschiebe Dich mal passend ins obere Forum. Dort geht es um konkrete Problemstellungen in Deinem Kontext. Du bist also diagnostiziert worden, wenn ich das korrekt interpretiere? Wurde auch Dein Gehirn untersucht? Das wäre eigentlich eines der sichersten Indizien für eine solche Persönlichkeitsstörung. Ich selbst bin in diesem Zusammenhang diagnostiziert worden. Das hat zwar erst einmal nichts geändert, war indes dennoch hilfreich, um gewisse Verhaltensmuster besser zu verstehen und damit besser kontrollieren zu können; worum es Dir ja schlussendlich auch zu gehen scheint.

Darf ich fragen wie alt Du (ungefähr) bist? Das ist interessant, um in etwa abschätzen zu können, wo Du in der Festigkeit Deiner Persönlichkeitsentwicklung ungefähr angekommen bist. Auch wäre interessant, zu wissen, ob Du schon Therapieversuche unternommen hast und wie diese sich gestalteten? Und schließlich noch, was die Fachleute Dir an therapeutischen Maßnahmen anempfohlen haben? Soweit erst mal.

LG Mina
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Venom
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Venom »

Hallo Mina, eine „Schwester im Geiste“, freut mich!
Verschieben ist okay. Ich hatte selbst überlegt es ganz oben zu platzieren, war aber in gewisser Weise zu eitel, mich selbst als Problemfall zu positionieren. Es sieht diesbezüglich etwas zwiespältig in mir aus. Wenn ich eine gute Phase habe, bin ich im Großen und Ganzen der Ansicht, gar kein Problem zu haben. Häufen sich dann wieder mal die Aggressionsschübe, fängt es an mich zu verärgern. Was natürlich völlig dämlich ist, weil das die Aggressionen nur noch fördert. Logisch ist das alles ohnehin nicht. Was mich am Ende nur noch mehr verärgert.

Untersucht wurde ich mehrfach. Dazu gehörten auch das MRT und verschiedene, mir noch immer unerklärliche „Sehtests“, die ich über mich ergehen ließ, obwohl ich die unwillig wirkenden Erklärungen dazu nicht einzuordnen wusste. Auf mich wirkte die gesamte Prozedur ziemlich grotesk, ich habe es jedoch nicht weiter hinterfragt. Schließlich bin nicht ich der Fachmann.

Ich bin Mittvierziger. Also schon ein etwas älterer Knochen und daraus hervorgehend vermutlich ziemlich „bissfest“ was erzieherische Maßnahmen angeht. Falls das deine Frage gewesen sein sollte? So recht habe ich das nicht herauslesen können. Was die Verhaltensmuster, besser gesagt deren Kontrolle, angeht, damit liegst du richtig.

Therapieversuche in dem Sinne, dass etwas von Dauer stattgefunden hätte, diese muss ich verneinen. Ich habe einige Anti-Gewalt-Trainings absolviert, Seminare bezüglich Selbstkontrolle besucht und sogar einmal einen Ausflug in eine SHG veranstaltet.

Über das, was dort abging, möchte ich mich vorerst lieber ausschweigen. Betrachten wir diese Versuche als grundsätzlich gescheitert. Empfohlen wurde mir eine kognitive Verhaltenstherapie. Wenn ich das korrekt gedeutet habe. Also Verhaltenstraining, eingebettet in ein Gerüst aus Gesprächstherapie und Selbstanalyse/Reflexion. Zumindest ist das das, was ich darüber herausfinden konnte. Wirklich üppig waren die Erläuterungen nicht, die ich dazu erhalten habe. Ich bin im direkten Kontakt auch nicht der Typ, der großartig nachfragt.

Mir ist es prinzipiell unangenehm, mich in einer Situation zu befinden, in der ich nicht das Sagen oder die gefühlte Oberhand habe. Mich als eine Art von mich belehren lassendem Bittsteller zu finden, das ist mir äußerst unangenehm und ich versuchte folglich, diese Lage zeitlich so überschaubar wie möglich zu halten.

Grüsse, Venom
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MinaHarkness
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von MinaHarkness »

..

Hi Venom..
Venom hat geschrieben: 3. Sep 2021, 12:29 Unstrittig ist jedenfalls, dass mein Verhalten auf meine Umwelt teilweise nicht normal wirkt. „Zu distanziert, zu unterkühlt, zu wenig mitmenschlich.“ Das wären die wesentlichen Rückmeldungen. Ich selbst habe eigentlich weniger Last mit mir selbst, als mit den Reaktionen, die mich so manches Mal derartig provozieren, dass ich Gefahr laufe die Fassung zu verlieren.
..ich mache mal weiter mit den Fragen, weil ich versuche mir ein Bild zu machen, wo das eigentliche Problem liegen könnte. Danke Dir für die bisherige Offenheit. Ergo, ich frage mich, innerhalb welches Settings Du diese Rückmeldungen erhalten hast? Was mich ein wenig wundert, das ist, dass Du schreibst, dass dieserlei Rückmeldungen Dich derartig erzürnen. Ich meine, wenn Du bereits Dein Leben lang "so bist", dann müsstest Du doch quasi "daran gewöhnt" sein? Überdies würde mich interessieren, wie stark Veränderungen in Deinen Scans sichtbar waren? Du schreibst, dass es "zur Disposition" gestellt wurde. Eigentlich ist das Ganze gesichert, sind erst einmal die typischen Anomalien festgestellt, Fragebögen ausgefüllt und Deine Pupillenreaktionstests (das sind die "Sehtests", sie dienen dazu, die Reaktion Deiner Augen auf bestimmte Reize zu testen) durch sind. Du müsstest eine klare Diagnose bekommen haben? Ist diese "Disposition" etwas, das Du selbst stellst? Hast Du ein Problem damit (mit der Diagnose)? Und falls das so wäre; welches?

LG Mina
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Inmymind
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Inmymind »

Interessant. Hi Venom! Ich habe mich vor einiger Zeit mit der Thematik etwas näher beschäftigt, weil das im Familienkreis auftauchte. Deinen Eindruck, dass sich Infos widersprechen und die Experten nicht genau wissen worum es geht, den teile ich. Es herrscht viel Uneinigkeit, außer darin, dass Psychopathen nicht unbedingt die sind, die man zum Kindergeburrtstag einladen sollte. :roll: Es wird viel gemutmaßt und unterstellt. Hätte ich eine solche Diagnose, mich würde das stören. Ich käme mir vor wie ein Aussätziger, wenn ich an alle diese negativen Artikel denke, die ich gelesen habe. Mina, du hast das Problem doch auch? Ich muss nur dein Tagebuch lesen. Ich nehme an dass es Venom ähnlich gehen wird. Es gibt nun einmal Krankheiten die stigmatisiert sind. Und Normmensch neigt dazu alles in einen Topf zu werfen. Der hat oft gar nicht die Zeit sich großartig zu informieren um zu differenzieren. Und wenn man nach Psychopath sucht, dann kommen Warnungen zuhauf. Das schafft noch mehr Vorbehalte. Mir egal. Was ich eigentlich sagen wollte, herzlich Willkommen! :hi:
Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer.
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MinaHarkness
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von MinaHarkness »

..

Mir ist noch etwas eingefallen, was ich gerne wissen wollen würde, Venom..
Venom hat geschrieben: 3. Sep 2021, 20:07 Mir ist es prinzipiell unangenehm, mich in einer Situation zu befinden, in der ich nicht das Sagen oder die gefühlte Oberhand habe. Mich als eine Art von mich belehren lassendem Bittsteller zu finden, das ist mir äußerst unangenehm und ich versuchte folglich, diese Lage zeitlich so überschaubar wie möglich zu halten.
Bist Du nicht auf die Idee gekommen, das Blatt zu wenden, indem Du die betreffenden Behandler manipulierst? Und falls doch, warum hast Du es nicht getan und stattdessen "ausgehalten"?

..

@Inmymind..
ja, die Diagnose ist problematisch. Ich habe auch eine Weile herum gehadert. Mittlerweile wird es indes immer entspannter in mir, was das angeht. In erster Linie bin ich Person und erst in letzter Endkonsequenz Etikettierte.

LG Mina

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Mischa
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Mischa »

Venom hat geschrieben: 3. Sep 2021, 12:29 Es kostet mich Kraft, die immer deutlicher zutage tretenden Aggressionen unter Verschluss zu halten, weswegen ich mich in Behandlung begab. Die Fachleute wirkten auf mich dabei wie ratlose Eingeborene, die ein Ding bestaunen, das vom Himmel fiel und ihnen nichts sagt. Das ist der Stand der Dinge. Fällt jemandem etwas dazu ein?
Ja, unter Umständen. Vielleicht lässt du mal deinen Hormonstatus überprüfen. Zuviel Testosteron und ähnliche, den Körper unter Stress setzende Hormone, die können so etwas durchaus auslösen oder zumindest begünstigen.

Außerdem wäre es sicher günstig, wenn du etwas finden würdest, bei dem du ordentlich Dampf ablassen und dich austoben könntest. Gibt es so etwas in deinem Alltag? Wenn du nämlich zu lange auf sowas sitzt, staut es sich an. Du schreibst von guten Phasen. Vielleicht ist das der Denkfehler? Du sammelst Ärger an und irgendwann bist du so knallvoll damit, dass du Probleme bekommst den Deckel drauf zu halten.

Hast du viel Stress im Job? Je mehr davon du hättest, um so wahrscheinlicher ist es, dass du, indem du dich beherrscht, im inneren Hinterstübchen den Rochus züchtest. Ich würde das wenigstens mal in die Überlegungen einbeziehen.

Grüßerle!
Mischa
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Tenebrae »

Venom hat geschrieben: 3. Sep 2021, 12:29

Meine Beeinträchtigungen verschwinden davon nicht und ob ich mir diese ganze hochtrabenden Zettelei nun rahmen sollte, darüber denke ich noch nach. Unstrittig ist jedenfalls, dass mein Verhalten auf meine Umwelt teilweise nicht normal wirkt. „Zu distanziert, zu unterkühlt, zu wenig mitmenschlich.“ Das wären die wesentlichen Rückmeldungen. Ich selbst habe eigentlich weniger Last mit mir selbst, als mit den Reaktionen, die mich so manches Mal derartig provozieren, dass ich Gefahr laufe die Fassung zu verlieren.
Was für Verhaltensweisen sind das, bei denen Du Gefahr läufst, die Fassung zu verlieren?
Es kostet mich Kraft, die immer deutlicher zutage tretenden Aggressionen unter Verschluss zu halten, weswegen ich mich in Behandlung begab. Die Fachleute wirkten auf mich dabei wie ratlose Eingeborene, die ein Ding bestaunen, das vom Himmel fiel und ihnen nichts sagt. Das ist der Stand der Dinge. Fällt jemandem etwas dazu ein?
Eine Grundproblematik, mit der ich mich seit ca. 20 Jahren rumschlage. Früher dann eher kanalisiert mit grenzüberschreitendem, pöbelndem, auch illegalem Verhalten (oder kurz: Assi-Verhalten) - und Versuch der Betäubung mit Alkohol, deshalb auch längere Zeit in einer Klinik.

Meine Erfahrung der letzten Jahre:
Durch Therapie sind die Aggressionen mitunter derart drängend und zerstörend geworden, dass ich teils mit Tabletten betäube, teils rumbrülle und meinen Boxsack verprügle, wenn er denn in der Nähe ist, ansonsten muss dann auch mal die Wand bzw. meine Hand dran glauben (oder vor kurzem mein Laptop).

Was Konstruktives? Schwierig zu finden. Manchmal mit meinem Therapeuten, manchmal reicht es tatsächlich, wenn ich so lange meinen Boxsack verprügle, bis ich Sternchen sehe, da muss dann aber auch Gebrüll bei sein.

Außerdem kompensiere ich extrem viel über Arbeit, Arbeit, Arbeit.

(Und ehrlich ... ich habe die Leute gefressen, die meinen, eine derartige extreme Aggression sei durch ein bisschen Boxerei zu handhaben ... diese Leute haben ja auch keine Mordfantasien, auch wenn sie das immer wieder behaupten.)

Okay, genug davon.
Was ich summa summarum sagen wollte: Ich halte es für wichtig, zu wissen, dass Therapie Dinge verschlimmern kann, und wenn man eh schon extrem viel Druck auf der Pipeline hat, kann das arg nach hinten los gehen. Ich halte die meisten Therapeuten diesbezüglich für extrem fahrlässig.

Dennoch arbeite ich daran, Methoden zu finden. Eine wäre z.B., herauszufinden, woher die Aggressionen kommen.
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Venom
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Venom »

Alle Achtung, Frau Harkness, ich sehe mich zügig und klar erkannt. Es ist tatsächlich so, dass ich selbst, das, was mir bescheinigt wurde, nicht als übereinstimmend nachvollziehen kann und in mir lediglich als Möglichkeit wahrnehme, jedoch nicht als Endpunkt. Versteh mich bitte nicht miss, Mina. Es liegt mir fern, die Expertise der Herren Professoren ernsthaft in Zweifel zu ziehen, denn, ja, sie war eindeutig. Ich finde mich in einer Lage, dass ich, „das Ding“, welches einen Namen bekam von den es bestaunenden Eingeborenen, nun versuche zu begreifen, woran sich dieser Name festmachen lässt?

Natürlich bin ich mit dieser neuen Erkenntnis über mein Sein losgezogen und habe nachgelesen was über diese Art Persönlichkeit geschrieben steht, die mir nun attestiert worden ist. Was ich gelesen habe, trifft auf mich in vielem nur sehr bedingt zu. Nun könnte man einwerfen, dass ich womöglich an einer verzerrten Wahrnehmung meiner selbst leiden würde, was ich natürlich nicht widerlegen kann. Das ist Teil dessen, was ich zur Zeit herauszufinden versuche. In meiner Eigendefinition findet sich kein despotischer, an Pseudologie leidender, zwanghaft manipulierender Teil. Auch bin ich nicht daran interessiert, meine Umwelt zu schädigen und schon gar nicht, würde ich mich selbst als nicht liebesfähig einstufen.

Im Gegenteil, leide ich darunter, wenn ich nicht die gewünschte Intimität herstellen kann, habe ich mir eine Person erwählt, um das tun zu wollen. Das bringt mich zu deiner Frage nach dem „Setting“. Diese Situationen sind in der Mehrzahl solche, die sich im Privatleben und darin besonders im Zusammenhang mit intimen Bindungen ergeben. Ich erlebe die Zurückweisung und Bezichtigung als „zu kalt“ usw., als Zurückweisung meiner Bemühungen und im gewissem Sinn, entsteht daraus eine Form der Verzweiflung, und daraus wiederum, eine kaum noch zu kontrollierende Wut. Ich erlebe mich bemüht und dennoch abgewiesen. Und, weil es mir ohnehin sehr schwer fällt, mich in einer zugeneigten Form zu zeigen, kommt das, metaphorisch gesprochen, einer schallenden Ohrfeige gleich.

Warum ich nicht „daran gewöhnt“ bin, mittlerweile? Kann man sich an so etwas überhaupt gewöhnen? Mir erscheint es so, als ob es mir mit den Jahren immer schwerer fällt, die innere Distanziertheit zu überwinden und mit jeder Zurückweisung wächst dieser innere Widerstand, den es immer neuerlich zu überwinden gilt.

Das begründe ich damit, dass sich eine Art teuflischer Rückschluss ergibt. Die Zurückweisungen machen es schwieriger, die Überwindung wird größer und damit auch die Wut bei neuerlicher Zurückweisung, die es in der Folge noch schwieriger werden lässt.

Hinzu erklärend angefügt, dass ich nicht die geringsten Probleme habe, Menschen für mich zu gewinnen. Zum Beginn solcher Bindungen läuft es in der Regel sehr harmonisch. Erst dann, wenn ich versuche, eine von mir erlebte innere Distanz, die ich erspüre, zu überwinden, werde ich mit den geschilderten Vorwürfen konfrontiert und könnte dann alles kurz und klein schlagen. Ich stehe wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg, darf mir anhören, dass das, was mir misslich erscheint, sich daraus speist, dass ich nicht genügen würde und soll dann möglichst einfühlsam reagieren.

Wie soll das gehen? Ist sehe mich einer unlösbaren Aufgabe gegenüber. Ab dem Zeitpunkt, wenn sich diese Vorwürfe häufen, ist das der sichere Anfang vom Ende der betreffenden Bindung. Es gibt manchmal auch Vorfälle im Arbeitsumfeld. Allerdings sind diese, im Vergleich zum Geschilderten, deutlich moderater. Ich nehme also an, dass das in dieser Hinsicht vernachlässigbar ist. Es geht vermutlich um das dahinter stehende Muster, das sich in allen Fällen gleicht.

Grüsse, Venom
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MinaHarkness
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von MinaHarkness »

..

Hallo Venom..
danke für die anschauliche Darstellung. Darf ich Dich fragen, ob Du, im Zuge einer solchen Situation, jemals konkret handgreiflich geworden bist? Generell wäre interessant zu wissen, wie Du mit der Wut umgehst, ist sie erst einmal in Dir vorhanden. Wirst Du z. B. lauter? Und noch einmal nachgefragt, weil mir das wichtig erscheint:
MinaHarkness hat geschrieben: 4. Sep 2021, 11:05
Venom hat geschrieben: 3. Sep 2021, 20:07 Mir ist es prinzipiell unangenehm, mich in einer Situation zu befinden, in der ich nicht das Sagen oder die gefühlte Oberhand habe. Mich als eine Art von mich belehren lassendem Bittsteller zu finden, das ist mir äußerst unangenehm und ich versuchte folglich, diese Lage zeitlich so überschaubar wie möglich zu halten.
Bist Du nicht auf die Idee gekommen, das Blatt zu wenden, indem Du die betreffenden Behandler manipulierst? Und falls doch, warum hast Du es nicht getan und stattdessen "ausgehalten"?
Ich versuche heraus zu finden, ob Du womöglich richtig liegen könntest, bezüglich der (eingeschränkten) Eigenwahrnehmung. Insgesamt gesehen, gäbe es eine ganze Reihe an (mitunter intimen) Fragen, die ich Dir dazu stellen müsste. Wäre im Vorfeld zu klären, ob Du bereit wärest, so etwas zu beantworten?

LG Mina
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Venom »

Hallo Mina, wie ich, hoffe ich jedenfalls, klar machen konnte, geht es mir um einen Abgleich meines eigenen Erlebens, mit dem, wie andere Personen das einordnen würden. Ich kann nicht gänzlich ausschließen, dass sowohl mein Verhalten, als auch meine Bewertung desselben, nicht womöglich doch abnorm sind. Mich dahingehend zu versteigen, den Fachleuten eine allumfassende Unfähigkeit zu bescheinigen, würde mich derweil an meinem Geisteszustand zweifeln lassen. Ich befinde mich also in einer Zwickmühle. Sollte es, um diese auflösen zu können, nötig sein, mich Nachfragen zu stellen, bin ich dazu grundsätzlich gerne bereit. Wenn es gar zu penibel werden sollte, würde ich dir das Betreffende im Privaten zukommen lassen. Wenn das für dich in Ordnung wäre?

Zu deiner Frage bezüglich der Handgreiflichkeit, nein, niemals. Ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass keine derer Personen, zu denen ich aus dargelegten Gründen den Kontakt schließlich einstellen musste, bevor ich eventuell wirklich einmal die Beherrschung verloren hätte, auch nur erahnt, dass ich eine Mordswut auf sie hatte.

Und, dass ich den Kontakt nur deshalb beenden musste, weil ich befürchtete, meine höchst unfreundlichen Fantasien, die sich in ihrer Intensität mit jedem weiteren Affront unaufhörlich steigerten, irgendwann in die Tat umzusetzen. Das ist vergleichbar dem, was Tenebrae erwähnte. Ich begann die Betreffenden im Geiste abzuschlachten, während mein Gesicht ziemlich sicher freundlich lächelte. Mag sein etwas weniger elegant, aber immerhin.

Über mehrere Ecken erreichten mich manchmal Informationen, dass solche Personen sich beklagt hätten, von mir ohne jeden Grund und ohne jede Erklärung „abgesägt“ worden zu sein. Ich gehe also davon aus, dass ihnen meine inneren Ausbrüche nicht gegenwärtig wurden.

Ich muss dazu vielleicht erwähnen, dass ich im Umfeld einer sehr eng zusammenlebenden Gemeinschaft sozialisiert wurde, in der von den darin aufwachsenden Kindern unbedingter Gehorsam verlangt wurde. Dieser beinhaltete auch die strikte Einhaltung des Respekts gegenüber den Erwachsenen. Was im Wesentlichen eine unterwürfige, wenig emotionale, duldsame Haltung bedeutete, wohingegen Übermut, Aufsässigkeit oder gar Aggressionen, drakonische Bestrafungen nach sich zogen.

Ich verstand sehr früh, wie ich mich zu verhalten hatte, um mir, durch das Wohlgefallen der Erwachsenen, dennoch einen gewissen „Spielraum“ zu erhalten. Damit meine ich, dass man darauf vertraute, dass ich mich gesittet verhalten würde und nicht zu genau hinsah. Dazu war es erforderlich, eine weit überdurchschnittliche Selbstbeherrschung zu entwickeln. Das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich verliere nicht die Beherrschung oder zeige aggressives Verhalten, wenn andere Personen anwesend sind. Es sei denn, ich bezahle dafür und es gibt klare Konditionen, s. u.

Was ich tue, wenn diese Wut in mir ist? Ich lächele, frage freundlich bis leicht energisch nach, versuche durchzudringen. Allerdings durfte ich mir im Zuge dessen häufiger anhören, ich hätte eine Verhörtechnik wie ein Staatsanwalt drauf und das ist dann spätestens der Moment, in dem ich nur noch zusehen muss, möglichst schnell irgendwohin zu kommen, wo ich mit mir alleine bin. Der Wald ist ein guter Ort in solchen Fällen. Dort kann ich vor mich hin wüten, brüllen, mit Ästen und Steinen um mich werfen, gegen Stämme treten und so lange rennen, bis der Schmerz in den Lungen und im Rest des Körpers alles andere überlagert. Oft gehe ich auch einfach in meinen Keller und lasse mich an Boxsack, Butterfly und Rudergerät aus.

Wenn dann der erste Zorn abgearbeitet ist, begebe ich mich des Öfteren in ein Etablissement, in dem diverse Personen ihre Dienste, gegen entsprechende Bezahlung, für dominante Kundschaft anbieten. Das, um dort „die letzten Reste abzuarbeiten“, nennen wir es mal so. Anschließend bin ich meist wieder soweit im Reinen mit mir. Es ist mir ein einziges Mal passiert, dass die Vorarbeit ungenügend war und ich eine Grenze übertreten habe. Es wurde niemand großartig verletzt und ich zahlte entsprechend drauf, so dass es keine weiteren Schwierigkeiten gab, aber das war mir eine Lehre. Das war auch der entscheidende Punkt, an dem mir klar wurde, dass ich etwas gegen meine Wut würde unternehmen müssen. Etwas, das über den reinen Abbau hinausgeht. Ich suchte deshalb Unterstützung in der Fachwelt.

Nun bin ich also in einer Schublade gelandet, in der ich mich nicht heimisch fühle und weitergeholfen hat mir das auch nicht. (Bisher jedenfalls nicht. Es brachte mich allerdings her. Was ich nicht bedauere.)

Prinzipiell bin ich aktuell jedoch noch wütender als vorher. Ich nehme an, weil ich auf Hilflosigkeit mit Zorn reagiere. Je größer diese ist, um so wütender werde ich. Das zu wissen, ist, dem zum Trotz, kein bisschen hilfreich. Gut, nun denn.

Du fragst mich, Mina, warum ich nicht manipuliert habe, selbst wenn ich daran gedacht hätte. Ja, habe ich. Natürlich habe ich das. Beim Lesen deines Tagebuchs wurde mir sehr deutlich, dass ich große Parallelen zu dir aufweise. Du scheinst aber auch kein 0815 Typus zu sein, wenn ich das richtig erfasst habe.

Du hast das wohl ein ganze Zeit lang standardmäßig so gehandhabt und diverse Therapeuten in den April geschickt, bis dir aufging, dass du im Grunde damit dafür bezahlst, dich selbst zu schädigen und um eine realistische Chance auf Veränderung zu bringen. Das ist die Antwort. Mir war klar, dass ich mir selbst schaden würde, wenn ich diese Leute daran hindere ihre Arbeit möglichst korrekt zu tun.

Dass mir das Ergebnis nicht gefällt, das ist suboptimal für mich gelaufen, aber nicht mehr zu ändern. Es ist dennoch ihr Bestmögliches, das ich nicht konterkariert habe. Nun ist es an mir, etwas daraus zu extrahieren, mit dem ich werde arbeiten können.

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Mischa
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Mischa »

Tenebrae hat geschrieben: 4. Sep 2021, 20:16 (Und ehrlich ... ich habe die Leute gefressen, die meinen, eine derartige extreme Aggression sei durch ein bisschen Boxerei zu handhaben ... diese Leute haben ja auch keine Mordfantasien, auch wenn sie das immer wieder behaupten.)
Mir ging es ganz sicher nicht darum das Ganze zu verharmlosen. Allerdings bin ich dafür, also für hormonelle Schwankungen, sensibilisiert, seit ich einen solchen Fall im eigenen Umfeld miterlebt habe.

Der Betreffende landete mehrfach vor Gericht und hatte auch in anderer Hinsicht massive Schwierigkeiten. Das alles erledigte sich nach einer Hormonbehandlung. Man neigt immer dazu, Dinge als Unfug abzutun, bis man mal live erlebt, was das auslösen kann. Ich habe im Übrigen keine Mordfantasien.

Ich habe über Jahre Visionen davon gehabt, dass ich selbst, meine Tiere oder mein Mann in Blutlachen am Boden enden, weil ich von Leuten bedroht wurde, von denen man solche Drohungen ernst nehmen konnte. Das ist auch kein Vergnügen, das darf man mir glauben.

Und @ Tenebrea, du schreibst doch selbst, dass dir körperliche Abarbeit zumindest etwas hilft. So ganz von der Hand zu weisen ist das also nicht. Es tut mir leid für dich, dass du derartige Probleme hast und ich wollte dich sicher nicht belehren. Aber es muss in meinen Augen auch möglich sein, dass man solche Hinweise beiträgt, ohne dass du dich dann persönlich angepinkelt fühlen müsstest, weil ich an dich dabei gar nicht dachte.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es nervig für dich ist, wenn du das Gefühl hast mit einem Monster zu kämpfen und dann irgendwelche Leute das Vieh zum Schoßhund erklären wollen. Das ist aber nicht immer der Fall. :kn:

Im Übrigen finde ich @ Venom, dass es sich äußerst gefährdend liest, seinen Ärger in irgendeiner SM-Klitsche abarbeiten zu wollen. Wenn dir dort wirklich einmal eine Sicherung durchbrennt, dann bist du sowas von geliefert. Aber das weißt du sicher selber.

Und die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, sie steigt stetig. Zumindest so lange du so in dir selbst gefangen bist, wie du das zu sein scheinst.

Die Empfehlung, die du bezüglich Therapie erhalten hast, liest sich in meinen Augen durchaus vernünftig. Da würde ich ansetzen.

Grüßerle!
Mischa
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Re: Psychotherapie bei Psychopathie? Wäre Psychopathie heilbar?

Beitrag von Tenebrae »

@Mischa
Ich hatte mit meinem Beitrag niemanden hier gemeint.
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