Geschichtsbrocken

Weltgeschichte - europäische Geschichte & Philosophie. Wie sich Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, Philosophie, Kunst und Medien im Kontext der Welthistorie, europäischer Geschichte und Sozialpsychologie entwickelt haben. Historische Persönlichkeiten; und wie ihr Wirken unseren heutigen Alltag prägt. Aberglauben, Religion und Mystik im Wandel der Zeit. Zeitgeist, Spiritualität und Ideologie. Das Forum, für die Frage nach dem Warum: Wir heute sind, was und wie wir sind?

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Oxymon
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Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Ab und zu liest man was interessantes, was zur Geschichte im Kontext steht, aber was man
nicht direkt zuordnen kann. Ein Beispiel - was nach fake news klingt - wäre ein in einer Pyramide
gefundener Taschenrechner. :D Wo sich dann herausstellt, dass es sich um den Taschenrechner
eines Forschers oder Touristen handelt. Manchmal verlieren sich ja solche Details. :D

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Mit 120 Drachen überfielen die Wikinger im März 845 Paris. Ihr Anführer war ein Däne namens Ragnar. Vielleicht war er das Vorbild für den Ragnar Lodenhose der nordischen Sagas, dessen Tod von seinen Söhnen entsetzlich gerächt wurde.
Als Anführer der Drachen wird ein gewisser Ragnar genannt, ein dänischer Wikingerführer, ein „Lästerer Gottes und seiner Heiligen“, wie ihn ein Mönch bezeichnete. 120 Langboote und vier- bis fünftausend Krieger soll er 845 die Seine flussaufwärts geführt haben und am 28. März vor die wichtige Residenzstadt des Westfränkischen Reiches geführt haben.
Für Historiker steht Ragnar Lodenhose weniger für eine historische Persönlichkeit als für das Hochgefühl der Wikingerzeit, es mit allem und jedem aufnehmen zu können. Das bedeutete auch, dass die Gegner nicht nur geschlagen, sondern auch gequält und erniedrigt wurden, etwa mit der Erfindung des „Blutadlers“. Mit dieser Selbstdarstellung haben die Nordleute das Ihre zu ihrer schlechten Presse im Mittelalter und darüber hinaus beigetragen.
Tja, den Gehalt von Fake News kann man da schlecht abschätzen. 8-) Vermischung von Sagenbildung und Geschichte.
So ein Drache war jedenfalls ein "Langboot", was den Wikingern ziemliche Vorteile verschaffte. Ein schönes Beispiel von
innovativer Waffentechnologie und Psychologie in der Kriegsführung. Karl der Kahle als Verteidger (so hieß der damals wirklich)
scheint darauf reingefallen zu sein. Interessiert hat mich so die Jahreszahl 845. Gar nicht so lange nach dem
Tod von Karl dem Großen und seinem Superreich. Schon erstaunlich, wie schnell solche Imperien dann verschwinden
oder in sich zusammenschrumpfen. Der eine baut es auf, der andere verwaltet es...und die dann folgenden verprassen
es. Und dann geht der ganze Reigen wieder von vorne los. :D

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Hmh, tja Geschichtsbrocken. Da habe ich mir was aufgelastet. :D Aber okay. Ich wollte ja eigentlich
ursprünglich etwas über diverse historische Pesonen schreiben. Andererseits kann ich das ja immer noch. :D
Na ja, ich schreibe hier sowieso nach Lust und Laune. Und nachdem ich schon bei den Wikingern bin,
kann ich natürlich Erik den Roten nicht vergessen.

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Fast 500 Jahre hatten die Wikinger den Herausforderungen auf der kargen Insel getrotzt – warum kam dann im 15. Jahrhundert das Aus für die Siedlungen auf Grönland? Neue Hinweise auf die lokale Klimaentwicklung im fraglichen Zeitraum legen nun nahe, dass zunehmende Trockenheit den Siedlern zu schaffen machte und nicht die Kälte, wie bisher angenommen.
Der berühmte Seefahrer Erik der Rote hat der Überlieferung zufolge im Jahr 986 die ersten Siedler von Island zur Südspitze Grönlands gebracht. Die Wikinger hatten es dabei unter anderem auf die Stoßzähne der dortigen Walrosse abgesehen: Die Siedler konnten das mittelalterliche Europa mit kostbarem Elfenbein beliefern. Eine wichtige Grundlage ihrer Ernährung auf der kargen Insel bildete die Viehhaltung: Die Siedler befreiten das Land von Sträuchern, sodass Weiden für ihre Rinder, Schafe und Ziegen entstanden. So konnte sich schließlich eine florierende und zunächst stabile Kolonie entwickeln. Doch gegen Ende des Mittelalters ging es bergab – die Siedlungen wurden allmählich verlassen. Im 15. Jahrhundert verlieren sich dann die Spuren der letzten europäischen Bewohner der Insel. Anschließend lebten nur noch die indigenen Inuit auf Grönland.
Offengesagt, habe ich jetzt Erik den Roten mit seinem Sohn verwechselt. Aber macht ja nichts. :?
Sein Sohn Leif Eriksson soll ja Amerika entdeckt haben. Wie Funde ja auch belegen. Also 500 Jahre
vor Kolumbus.

Aber deswegen wird Kolumbus zur Zeit nicht vom Sockel gestürzt.

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Ein kleiner Sprung ins 19te Jahrhundert. Gar nicht so lange her. Aber da war ein Teil der USA
noch russisch. Okay, der Zar hieß damals nicht Putin.

Die USA waren ja nicht sofort der Riesenstaat, den man heute kennt. Das hat sich erst mit der Zeit herausgebildet.
Und so wäre Alaska noch russisch, wenn die USA es nicht aufgekauft hätten. Von Russland.
Tja, die Einwanderer aus Europa sind da wesentlich forscher vorgegangen, als die Wikinger, die man
da schon längst vergessen hatte.

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Für 7,2 Millionen Dollar kaufte US-Außenminister William H. Seward am 30. März 1867 dem Zarenreich „Russisch-Amerika“ ab. Alaska entwickelte sich zum rentabelsten Geschäft, das jemals einer Regierung in Washington gelang.
Erst im Juli 1741 hatten zum ersten Mal Europäer den Boden von Alaska betreten, zwei Erkundungstrupps des russischen Schiffs „St. Paul“ unter dem Kommando von Alexei Iljitsch Tschirikow. Doch beide Trupps kehrten nicht zurück. Trotzdem begannen russische Expeditionen bald darauf, das neu entdeckte Land wirtschaftlich auszubeuten. Vor allem die Pelztierjagd versprach gute Einnahmen. Allerdings wehrten sich die Einheimischen, die Yupik-Eskimos. Mit gnadenloser Gewalt schlug unter anderem der Entdecker und Geschäftsmann Grigori Iwanowitsch Schelichow die Rebellion nieder und etablierte 1784 die erste russische Siedlung im heutigen Alaska.
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Die Central Alaskan Yup’ik leben im Yukon-Kuskokwim-Delta, am Kuskokwim River und an der Küste der Bristol Bay, die Pacific Yupik (Alutiiq oder auch Sugpiaq) auf der Alaska-Halbinsel und an der Küste sowie auf Inseln im südlichen Zentralalaska. Die Sibirischen Yupik und Naukan leben im östlichen Russland und auf der zu Alaska gehörenden Sankt-Lorenz-Insel.
Was mich ja immer fasziniert hat ist die Anzahl diverser Kulturräume indigenen Völker in Nordamerika.
Durch das Vordringen der Europäer kam es ja erst dazu, dass sich verschiedne Stämme zur Abwehr
zusammen taten.

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Die Indianerstämme oder indigenen Völker, die damals Amerika bevölkerten, sind so vielreich und unterschiedlich,
dass es schwer ist ihre Komplexität nachzuvollziehen. Daran kann man fast nur scheitern. Das reicht von äußerst
weit entwickelten Völkern, die in Stein/Lehmbauten lebten bis zu den Jägervölkern, die im Tipi lebten.
Teilweise umgegeben von einer gewaltigen Naturkulisse.



Okay, einer geht noch:



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Die Besiedlung Nordamerikas begann etwa um 12.000 bis 11.000 v. Chr. und ging wahrscheinlich vom asiatischen Raum aus. Eine zweite Besiedlungswelle brachte die Menschen ins Land, die als die Vorfahren der Na-Dené-Indianer gelten. Auch Inuit kamen ins Land. Aufgrund von Funden wird vermutet, dass noch weitere Gruppen Nordamerika besiedelten. Sicher lassen sich jedoch drei Sprachgruppen nachweisen, die zu den indianischen Sprachen gezählt werden, die jedoch keine linguistischen Gemeinsamkeiten aufweisen.

Die ersten Menschen, die sich in Nordamerika ansiedelten, trafen auf einen reichen Wildbestand, den sie jagten. Einfache Jagdwerkzeuge wie Speerschleudern, Wurfspieße und Harpunen ermöglichten ihnen das Erlegen von Großwild, bzw. auch einen ausgedehnten Fischfang. Die Klimaveränderung, durch die sich um 13.000 bis ca. 9.000 v. Chr. das Eis zurückbildete, eröffnete den Ureinwohnern immer größere Fischfanggebiete durch die entstandenen Flüsse und Seen. Nicht nur die Fischerei entwickelte sich dadurch enorm, sondern auch der Handel mit der erlegten Beute.
Wieder andere Stämme versorgten sich durch den Ackerbau und gelegentlich auch durch das Reiternomadentum.
Die Indianergeschichte lässt zudem in unterschiedliche Kulturepochen einteilen, beginnend mit dem Zeitraum, dem die Paläo-Indianer zugeordnet werden. Sie gelten als die ersten Menschen Amerikas. Genau lässt sich jedoch, rein wissenschaftlich, der Besiedlungszeitraum nicht festlegen. Neuere Funde menschlicher DNA, die in den Paisley-Höhlen gemacht wurden und die darauf schließen lassen, dass die ersten Menschen den Zugang über die Küste genommen hatten, machen eine Verschiebung des
angenommen Zeitraumes nötig, der den Besiedlungsbeginn auf ca. 14.300 Jahre vor der heutigen Zeit festlegt. Die paläo-indianische Phase endete etwa um 8.000 v. Chr., es schloss sich dann die Archaische Epoche an.
Eine genaue Abgrenzung der Archaischen Epoche ist nur schwer möglich, da der Zeitraum in der mittelamerikanischen Siedlungslandschaft (Mesoamerika) um 8.000 v. Chr. angegeben wird, der Zeitraum für Nordamerika jedoch ungefähr auf 6.000 v. Chr. datiert wurde. Das Ende dieser Zeiträume wird ebenfalls unterschiedlich beziffert. Je nach Region schwanken die Angaben zwischen 2.000 bis 500 v. Chr., in einigen Landstrichen wird das Ende sogar erst mit dem Kontakt aus Europa stammender, weißer Besiedler in Verbindung gebracht (z. B. im Raum Kalifornien).Im Archaischen Zeitraum existierten die Menschen nach wie vor hauptsächlich vom Jagen und Sammeln. Doch es kam auch zur Entwicklung neuer Technologien, die den Beginn des Ackerbaus ermöglichten. Keramikherstellung kannte man ebenfalls schon. Die Voraussetzung für eine Sesshaftwerdung waren gegeben, wurden jedoch von den Ureinwohnern in unterschiedlicher Weise genutzt. Während sich einige Stämme tatsächlich niederließen, zogen andere dem Großwild (Bisons, Mammuts usw.) hinterher oder spezialisierten sich auf die küstennahe Versorgung. Die sich um 1000 v. Chr. entwickelnde Sesshaftigkeit, die sich im Östlichen Waldland vollzog und bei der von der Archaischen Periode keine Rede mehr ist, gehört der Woodland-Epoche an, während das Ende der Archaischen Phase in Mittelamerika die Vorläufer der Maya-Kultur zur Folge hatte (etwa 2500/2000 v. Chr.)
Mir fallen bei solchen Texten immer die Worte "wahrscheinlich", "vermutet" an. Was nichts anderes bedeutet, als, man
weiß es eben nicht oder es sind Indizien. Gut, die Inuit gibt es ja auch in Sibirien. Schon klar. Aber ich habe da auch
schon die verschiedensten Theorien gelesen, wie es die Ureinwohner nach Amerika verschlagen hat. Und oft ist es
ja auch so, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt. Dass der asiatische Raum (ist ja auch nicht besonders klein) betroffen
war, scheint einleuchtend.

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Lange ging man davon aus, dass sibirische Nomaden vor über 13 000 Jahren über die Beringstrasse nach Amerika wanderten und den Kontinent besiedelten. Doch nun finden Anthropologen, Genforscher und Linguisten immer mehr Indizien für andere Hypothesen
Trotzdem scheint sich seit wenigen Jahren die Überzeugung durchzusetzen, dass die Clovis-Menschen nicht die ersten und einzigen Amerikaner gewesen sind und Amerika nicht nur über die Beringbrücke besiedelt worden ist, sondern auch übers Meer - von Pionieren aus China, Australien, Polynesien und vielleicht sogar aus Europa.
Die Vorsichtigen unter den "oppositionellen" Archäologen schätzen, dass die ersten Amerikaner einige tausend Jahre früher da waren als die Clovis-Menschen. Manche Wissenschaftler wie die brasilianische Archäologin Niède Guidón spekulieren, dass in Südamerika bereits vor 30 000 bis 50 000 Jahren Menschen gelebt haben, und manche nennen sogar einen Zeitraum von 150 000 bis 200 000 Jahren. Beweise dafür haben sie nicht.
Die Gründe für diesen Meinungsumschwung tragen Namen: Monte Verde, Cactus Hill, Topper und Meadowcroft Rockshelter - Namen von Fundstellen in Nord- und Südamerika, an denen Archäologen Zeugnisse anderer Kulturen gefunden haben wollen, die älter sind als Clovis.

Der Archäologe Thomas Dillehay, Professor für Anthropologie an der University of Kentucky, behauptet seit 1987, in Monte Verde im Süden Chiles Hütten, Steinwerkzeuge und Holzmörser, Nahrungsreste wie Nüsse und Beeren und sogar einen Kinderfußabdruck gefunden zu haben, die sämtlich rund 14 500 Jahre alt seien. Dafür erntete er über viele Jahre von seinen Kollegen Hohn und Spott.
Seit 1997 sind jedoch Dillehay zufolge die meisten seiner Kritiker verstummt. Er hatte sie nach Monte Verde eingeladen, damit sie sich selber ein Bild machen konnten: Tatsächlich müssen dort vor rund 14 500 Jahren Menschen gelebt haben, die nichts mit der Clovis-Kultur zu tun hatten.
Nach der Sibirien-These näherten sich die frühen Seefahrer über den nördlichen Pazifik der amerikanischen Westküste und :Dkämpften sich nach Süden vor.

Der Polynesien-These gemäß besiedelten sie vom Südpazifik her die Küsten Südamerikas - und zwar entweder ebenfalls über den Nordpazifik oder, wie einige meinen, quer über den Stillen Ozean im Süden.
Der Europa-These zufolge fuhren sie über den Atlantik an der weit in den Süden reichenden Polarkappe entlang und landeten an der Ostküste Nordamerikas.
Oder: Sie wanderten von Frankreich aus nordostwärts durch Russland und Sibirien und kamen aus dieser Richtung an.
Zusammen mit der alten Beringstraßen-These, nach der sämtliche Ureinwohner Amerikas sibirische Vorfahren haben, ergibt das vier Grundannahmen, von denen möglicherweise nur eine stimmt. Nicht auszuschließen ist aber auch, dass zwei davon stimmen oder drei - oder alle vier.
Tja, nichts Genaues weiß man. Mehrere Theorien machen aber irgendwie Sinn. Das würde dann auch die kulturellen
Unterschiede erklären. Pyramiden beispielsweise, Zeitberechnungen, Kulte etc. etc..

So eine der ersten Fernseherinnerungen, fast schon ein Zeitdokument auch über die 50erJahre.



und dann natürlich:


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Wenn man ein lineares Geschichtsmodell zugrunde legt – es sind aber auch andere Entwicklungsmodelle denkbar –, dann kann die Kulturgeschichte der Cheyenne-Indianer während der vergangenen vier Jahrhunderte ganz grob in etwa vier Kulturepochen eingeteilt werden. Zunächst lebten die Vorfahren der Cheyenne als sesshaftes Volk von Feldbauern im westlichen Seengebiet (Kulturareal Nordöstliches Waldland), wo sie vor allem Mais und Bohnen anbauten. Als Nächstes nahmen sie im Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Minnesota und South Dakota ihren Wohnsitz, wo sie ihren Feldbau fortführten, aber bereits zur Jagd auf den Bison in den Great Plains übergingen. Während des dritten Stadiums gaben die Cheyenne ihre sesshafte Lebensweise als unspezialisierte Jäger und Feldbauern auf und gingen vollständig zur Bisonjagd des so genannten „Pferdekulturkomplexes“[16] über. Mit der völligen Aufgabe des Feldbaus und der Sesshaftigkeit schwand die gesellschaftliche Macht der Frauen. Das vierte Stadium bezeichnet die Reservationsphase mit erzwungener Sesshaftigkeit, dem Verlust der kollektiven Wirtschaftsbasis und der Abhängigkeit von Wohlfahrtsprogrammen. Für die Southern Cheyenne kommt die Privatisierung des kollektiven Landbesitzes durch das General-Allotment-Gesetz (Dawes Act) nach 1891 hinzu.
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

So 1/3 des Videos über Massenpsychosen habe ich mir angeschaut.
Und weil es sich doch auf geschichtliche Ereigniss so durch die Geschichte bezieht,
mit interessanten Schlußfolgerungen lege ich es mal
hier ins Nest. Sehr interessant fand ich dabei den Ansatz zu formulieren, dass ab einer bestimmten
Zeit, die Menschheit "ihr Vertrauen" verloren hat. Das soll sich dann auch in Menschenopfern
gezeigt haben. Grund: eine Katastrophe? Werde mir den Rest auch noch anschauen, der Typ
bringt das lässig und interessant rüber. Eben auch in psychologischen und geschichtlichen
Zusammenhängen.



dann hefte ich noch gleich ein Video bei:

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Wüstenrose »

Durch sämtliche Epochen zieht sich generell eine Blutspur. :evil:
Immer fast das Gleiche:Land und deren Bodenschätze.Alles Haben und Raffen,was geht.
Und ist das eine ausgeblutet und zerstört,sucht man die Möglichkeiten im All und da wird es später auch nicht besser aussehen.

Es gibt aber noch unentdeckte Inseln,deren Bevölkerung garnicht erst dran denkt,irgendwelche Typen an Land zu lassen. :D Noch bevor ein Boot da angelegt hat,sind die Insasssen schon hinüber.Sie wollten ja nichts Böses,nur Wasservorräte auffrischen und evtl.Nahrung.
Hätten die mal bei Kolumbus auch so reagiert.Diesen Drecksack gleichmal in den Sand gepfählt.
Die verborgene Quelle des Humors ist nicht Freude,
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Tja, ist leider immer das gleiche Prinzip. Die Entdeckungsreisen waren meistens der
Anfang für die spätere Plünderung. Glaube auch nicht, dass es im Weltraum anders würde.
Wobei, die Chancen nicht schlecht stehen, dass sich die Menschen vorher
selber in die Luft sprengen. Dann bleibt dem Weltraum das erspart.
Kolumbus wollte ja ursprünglich nach Indien. Also war die Sache sowieso eine
idiotische Idee. Hat sein ganzes Leben gedacht, er hätte Indien erreicht.
Schon krass, was so eine fixe Idee für Auswirkungen haben kann.
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Wüstenrose »

Das obige Video sollten sie mal im Geschichtsunterricht zeigen oder im Religionsunterricht,noch besser,am Sonntag in einer x beliebigen Kirche.
Auffällig war jedenfalls,das die Ureinwohner stets erst freundlich waren und zur Belohnung,das sie auch manchen Siedlern geholfen haben,bekamen sie als Gegengeschenk den Tod.
Ganz krass ist ja wohl die Ausrottung der Büffel.
Da lernt man sogar noch etwas dazu,in manchen Filmen wird ja auch da gestellt,das die "bösen"Indianer den Siedlern die Kopfhaut absäbelten,dabei war das eine Erfindung der "Weißen"und die haben das übernommen.
Kirche und deren Machenschaften,die haben mehr Leichen im Keller,als man zählen kann.
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Ist leider Vieles eine Erfindung der Weißen. Bei einzelnen Stämmen gab es so etwas wie einen Häuptling
beispielsweise gar nicht. Da wurde dann vieles auf die Indianer projeziert, was gar nicht existierte.

Und es fanden sich recht demokratische Strukturen bei den Stämmen. Die Bündnisse zwischen einzelnen
Stämmen kamen ja erst durch den weißen Mann zustande. Um sich gegen Übergriffe der Angreifer
zu wehren.

In gewissen Sinne erscheint Nordamerika vor den Weißen wie ein Paradies. Auch wie die Indianer
Natur verstanden hatte eine ganzheitlichen Sicht, die uns abhanden gekommen ist. Wenn sie es
bei uns überhaupt in dem Sinne überhaupt gab. Ja, die Kirche mit ihrem Missionierungswahn
war auch mit dabei. Ein weiteres dunkles Kapitel.

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Die Delawaren - früher Lenape - waren der erste Indianerstamm, der 1778 mit den Vereinigten Staaten einen Vertrag in Fort Pitt dem heutigen Pinsburgh, Pennsylvania, aushandelte und auch unterzeichnete. Einst gehörte dem Stamm ein Gebiet von Ohio bis zum Atlantik. Für die Bereitschaft gegen die Briten zu kämpfen, erhielten sie die Zusicherung, dass ein Indianerstaat gegründet würde und der Delawaren-Stamm die Führung übernehmen dürfe.

Doch der geschlossene und somit bindende Vertrag wurde im folgenden Jahrhundert durch 18 neue Verträge in seinem Vertragstext so verändert, dass dem Stamm immer weniger Stammgebiet zustand und sie immer weiter abgedrängt wurden. In Oklahoma angekommen, war der Anspruch pro Person auf 65 Hektar zusammengeschrumpft. Die letzten Überlebenden des einst ruhmvollen Stammes fristeten fortan ein jämmerliches Dasein.
Der Kongreß ließ 1871 verlauten, dass die Indianer-Stämme in Zukunft nicht mehr als einzelne Nationen betrachtet werden und somit keine weiteren Verträge geschlossen werden. Bestehende Verträge wurden nicht außer kraft gesetzt. Für die Indianer war es sowieso zu spät. Einst gehörte ihnen das ganze Land - nun besaßen sie nur noch 500.000 Quadratkilometer und die Weißen hatten sich 8.000.000 Quadratkilometer Land angeeignet.
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Das Massaker an den Lakota 1890 gilt als letzter Höhepunkt eines Völkermords.
Nur noch 250.000 Ureinwohner waren da am Leben.
Bevor Christoph Kolumbus 1492 die Amerika vorgelagerten karibischen Inseln erreichte, lebten Schätzungen zufolge bis zu 18 Millionen Menschen im Norden Amerikas. 1890 gab es noch 250.000 Indianer. „Das ist der Tiefpunkt gewesen“, sagt Markus Lindner, Nordamerika-Ethnologe an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Sie starben an eingeschleppten Krankheiten und an Hunger, verloren Land an europäische Siedler oder wurden getötet. Getreu dem Motto des US-Oberkommandierenden Phil Sheridan: „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer.“
In „The Lone Ranger“ spielt Depp, selbst Urenkel eines Cherokee-Indianers, einen Indianer, der einem weißen Greenhorn hilft, zum maskierten Rächer zu werden. Die Bösen sind darin einmal mehr die Weißen, eine Perspektive, die von der Geschichtswissenschaft untermauert wird. „Man kann schon von einem Genozid sprechen“, sagt Martin Klepper, Professor für amerikanische Kulturgeschichte an der Berliner Humboldt-Universität.
Das mit den zitieren Zahlen. Hmh, ich habe auch andere Zahlen gelesen, da waren es keine 18 Millionen.
Jedenfalls gab es eine Vielfalt von verschiedenen Kulturen und Sprachen, die mehr alsbeeindruckend waren.
Nomadische Völker neben sesshaften Völkern. Eine vollkommen andere Welt.
Auch irgendwie ein Traum. Ja, schon ein vernichtetes Paradies. Gab ja auch einige Weiße, die immer mehr
nach Westen gegangen sind, um der angeblich "zivilisierten" Welt zu entkommen.

Bei den Büffeln muss ich immer an ein Bild denken, wo man aus fahrenden Zügen auf Büffel geschossen
hat. Das war wir ein tollwütiger Vernichtungskrieg. Einfach draufballern. Ohne Sinn und Verstand.

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Re: Geschichtsbrocken

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Untrige Videos über den wilden Westen sind unter der Beteiligung von Robert Redford entstanden.
Für das endgültige Schicksal der Indianer war 1876 ein entscheidendes Datum. Unter Crazy Horse hatten
sich die Indianer verbündet und vernichten die Truppen von Gerneral Custer in einer
Schlacht an den Black Hills.
Custer war so etwas wie der damalige Sonnyboy in den USA und hatte Ambitionen auf eine
Präsdientschaftswahl. Bis ins 20te Jahrhundert wurde die Figur idealisiert. Das Ereignis "little big horn"
wurde zu einem Traumata hochgepuscht (einschl. Hysterie). Ist ja nicht so, dass bei dieser
Schlacht Tausende von Soldaten umgekommen sind. Es waren glaube ich unter 1000.

Diese Jahre sind auch deswegen interessant, weil die ehemaligen schwarzen Sklaven um ihre
Gleichberechtigung kämpften. Was vorher über den Bürgerkrieg erstritten wurde, wurde
in einem merkwürdigen Kuhhandel von Präsidentschaftskandidaten wieder rückgängig gemacht.
Also die Truppen im Süden wurden abgezogen. Auf Kosten der Durchsetzung von Grundrechten
dort, was ja im 20ten Jahrhundert ja auch deutlich zum Ausdruck kam. NIcht nur die Indianer
wurden mit Vertragsbrüchen betrogen, sondern auch die ehemaligen Sklaven im Süden.



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Die Rache des weißen Mannes umfasste die Vernichtung der Lebensgewohnheiten der
Indianer.
Und die drückte sich im Büffel aus, was für die Ureinwohner Lebensgrundlage war.
Für einen erschossenen Büffel gab es eine Prämie. In dem oben angesprochenen
VIdeo sieht man auch wie perfide das Ganze war.
Auch da gibt es wieder eine idealisierte Figur "Buffalo Bill", der tausende von diesen
Tieren erschoss.

Eine Mischung aus Büffeljäger und showman. Er stellte sich auch
für die Bekämpfung der Indianer zur Verfügung. Als er einen Indianer tötete, skalpierte
er diesen mit dem Ausruf "der erst Skalp für Custer". Tja, schon alles merkwürdig,
wenn man darüber nachdenkt.

Er ist dann mit seiner Wild-West-Show auch durch Deutschland getingelt.
In München war er als Ochsen-Willi bekannt. :D Auf dem Sterbebett ließ er sich
noch taufen und trat in die römisch-katholische Kirche ein. Ob das was
geholfen hat?

Ist immer schwierig historischen Personen gerecht zu werden. Uns so wie ich es
nachgelesen habe, war er "auch" ein engagierter Fürsprecher für die Indianer
aus dem Pine Ridge Reservat, die ihn in einem Nachruf würdigten. Ein
ambivalenter Charakter. Aber wen wundert es? Das 19te Jahrhundert der
USA war, wie die Jahrhunderte davor, von Gewalt geprägt. Erst gingen Nationen
wie Engländer, Franzosen, Spanier in Stellvertreterkriegen auf sich und die
Indianer los und dann die EInheimischen unter sich im Bürgerkrieg und
gegen die Ureinwohner.

Aus WIkipedia zitiert:
„Ihr sollt wissen, dass das Volk der Sioux in Buffalo Bill einen guten und treuen Freund gefunden hatte. Unser Herz ist schwer von Trauer über seinen Verlust. Nur ein Trost bleibt uns; der Gedanke, dass wir uns eines Tages vor Wakan Tanka, vor unserem Schöpfer in den Ewigen Jagdgründen, wiedersehen.“





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Wüstenrose
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Wüstenrose »



Diese Dame wurde auf einem Überfall auf ein Fort geraubt und in eine indianische Familie integriert,wobei es wohl anderen Überlebenden ziemlich mies ging,eine Romanautorin hat dazu ein intressantes Buch geschrieben,keine Weichspülliebesschnulze.(Lucia St.Clair Robson;die mit dem Wind reitet)
Aber ziemlich authentisch.
Eine Zwangsrückführung zu ihrer alten "Familie"erwies sich nicht als Rettung,das genaue Gegenteil war da der Fall,naja,mehr als 20 Jahre war sie ja "gefangen" gewesen,mehrfach wollte sie fliehen,nach dem Tode ihres letzten Kindes,ging sie in den Hungerstreik.(und starb auch dran)
Es gibt einige Berichte darüber.
Das Land gehörte eigentlich niemanden so richtig,die Indianer waren eigentlich Nomaden,zogen von Ort zu Ort,warum man die so bestialisch abgemurkst hat,wozu sollte das gut sein?
Die Soldaten gehen in die Kirche und nächsten Tag überfallen sie ein Dorf mit nur Frauen und Kinder und murksen die ab,ob die wohl gut schlafen konnten?
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sondern Kummer.
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Hmh, die Indianerkulturen waren ziemlich unterschiedlich. Neben den nomadischen Völkern gab es schon
sesshafte Indianer. Beispielsweise in Arizona oder New Mexiko mit den Pueblos. Gab ja auch tausende
von verschiedenen Sprachen, wobei man sich übergreifend mit einer Zeichensprache verständigte.
Das ist wohl auch durch die verschiedenen Einwanderungen zustande gekommen.
Aber insgesamt waren die USA vor 500 Jahren schön spärlich besiedelt. Im Vergleich zu heute.

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Die Indianerstämme haben sich ja über die Jahrhunderte durch die Einwanderer auch verändert.
Das Pferd war vorher nicht vorhanden. Und so haben die Kommantschen, die vorher eher
ein kleineres Nomadenvolk waren, sich mehr Einfluss durch das Pferd erworben.

Der "Schwarze Falke" von John Ford ist einer von den John Waynefilmen, die ich
schätze. Ist glaube ich auch in dem Video von dir erwähnt worden liebe Rose.
Da geht es um den Konflikt von einem von Indianern geraubten Mädchen, was bei den
Kommantschen aufwächst und ihre Kultur übernimmt und dann dieser wieder entrissen
werden soll. War ein ziemlich untypischer Film für damalige Verhältnisse und die
sonstigen üblichen Kavalleriefilme, die Soldaten ja mehr herosiert haben. Dort
wird das Schicksal von Cynthia Ann Parker allerdings nur ansatzweise gezeigt.



Man weiß eigentlich immer noch relativ wenig über die Geschichte der Ureinwohner.
Habe mich mal etwas mit der Geschichte eines Bundesstaates beschäftigt. Da gab es im Süden
Indianerstämme, die ganz anders aufgebaut waren, von Religion etc. wie etwa im Norden.

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Warum die ganzen Massaker? Es ist was dran, dass die Weißen die Ureinwohner einfach
nicht als Menschen betrachteten. Das war ähnlich wie bei den Schwarzen, die ja auch nur
eine "Ware" waren. Eine andere Hautfarbe und Kultur reichte aus, um jemanden
zum Unmenschen zu machen. Wobei die Weißen untereinander auch nicht so viel anders
umgegangen sind.
Diese Auslöschung von wehrlosen Menschen erinnert mich an Vietnam, wo
Ähnliches stattgefunden hat. Es fehlt nicht viel, dass der Mensch unter bestimmten
Vorraussetzungen zur Bestie wird.

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Wüstenrose »

Lieber Oxy,
passiert ja grade in der Ukraine ähnlich.Da wird alles beschossen und platt gewalzt,was geht,die schrecken vor nichts zurück,ob da Kinder drin sind oder nicht. :kotz2:
Sicherlich waren sich die Ureinwohner untereinander auch nicht grün. :D Allerdings sind sie sich größten Teils ja auch aus dem Weg gegangen.
Die waren sicherlich auch keine Lämmchen.
Alles,wovor man Angst hat,wird vorsichtshalber dann mal vom Erdboden eliminiert,siehe Wolf.
Den würden sie am liebsten auch auf einem kleinen Stück Land "einzäunen".
"Gott"hat viele Namen,im Prinzip meinen alle Völker eigentlich ein und denselben,je nach dem,welches Volk,auch andere "Riten".
Ist schon erschreckend,wie manche Dinge sich wiederholen. :shock: Gelernt wurde nie was draus.
Die verborgene Quelle des Humors ist nicht Freude,
sondern Kummer.
(Mark Twain;1835-1910,Schriftsteller,Quelle:Poesiealbum)
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Wüstenrose »

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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Macht betroffen, der Bericht über Brasilien und wie die dortige Regierung mit
Missionaren bei den Ureinwohnern vorgeht. Kirche. Man lernt nicht aus der Vergangenheit,
Ähnliches hat sich ja auch in Nordamerika und anderswo abgespielt.
Der Tod durch Viren und anderen Krankheiten.

Erschreckend war dann auch der Blick des brasilianischen Präsidenten Bolsonaro auf die
Kultur der Ureinwohner. Kopfschüttel. Einen Glauben Anderen aufzwängen.
Was für eine Arroganz und Überheblichkeit.

Meist verstecken sich hinter der Religion noch andere Interessen:
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Bosonaro will den Regenwald verwerten und die Folgen scheinen ihm egal zu sein.
Das wäre ja eigentlich ein Punkt wo alle zivilisierten Staaten der Welt vorgehen
könnten. Aber ist doch mehr Pustekuchen.

Ja, das Elend geht in der Ukraine weiter. Ich lese die meisten Berichte zu dem
Thema nicht mehr, weil es sowieso nicht um das Wesentliche geht und dass
sind die vielen toten, verletzten, verstümmelten Menschen und Tiere. Statt
das zu irgendwie stoppen eskaliert es nur.

Wie zuvor auch in anderen Ländern. Der Mensch lernt nicht dazu oder vergisst
das kurzfristig Erlernte wieder.

Ist wie beim Wolf. Erst versucht man ihn anzusiedeln und wenn er dann
Wolf ist, erschießt man ihn wieder, so als wäre man über seine Natur überrascht.
Die Dummheit von Menschen kann mich zwar entsetzen, aber nicht
mehr überraschen.
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Wüstenrose »

Und sind sie erst mal umgedreht worden,glaubenstechnisch,werden sie im Regen quasi stehen gelassen.Auf zum nächsten Dorf. :evil:
Ein Baum zu fällen dauert nicht lange,aber bis der nachwächst bzw.eine Neuanpflanzung,kann Jahrzehnte dauern.
Hier wird über Klimaschutz gefaselt,andernorts verpesten sie die Luft weiterhin mit Raketen,Gewehren,etc.und der da sorgt gratis für den Untergang,dann können sie ja Jesus anbeten,vielleicht schenkt er ihnen eine neue Erde.Die alte ist verschlissen.
Wenn Bäume reden könnten,dann hätten sie was zu erzählen.
Die Natur braucht den Menschen nicht,aber der Mensch braucht die Natur.
Sich über alles stellen zu wollen,die schei**en auch kein Parfüm oder können sie aus der Wüste eine Oase machen?Über das Wasser wandeln,o.ä.
Die Naturvölker ehren auf ihre Weise ihr Land,hat Jahrtausende bestens funktioniert,so eine Kirche in einem Dorf ist ein hässlicher Schandfleck.
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Re: Geschichtsbrocken

Beitrag von Oxymon »

Hab das mit dem Klimaschutz hier nie verstanden. Es gibt für mich 2 Dinge, die Priorität hätten und das sind
der Regenwald und die Massentierhaltung. Wobei sich bei den steigenden Preisen alle wieder auf das
Billigfleisch stürzen. Da ist keine innere Logik, sondern entweder Irrsinn oder Geldmacherei. Wobei das
eine gut mit dem anderen zusammen passt.

Anfangs gute Dinge werden nach einer gewissen Zeit immer instrumentalisiert. Das scheint in der
Natur der Sache oder auch den Menschen zu liegen, die für sich oder andere
einen persönlichen Vorteil suchen.
Ein Horst aus der Regierung hat sich ja jetzt über zusätzliche Steuereinnahmen gefreut. So als wäre es
ein tolles erwähnenswertes Ergebnis. Da hat Inflation wenigstens etwas Gutes. :kotz2:
Kann man eine weitere sinnlose Behörde oder einen Beauftragten ins Leben rufen.

Hm, Kirche ist für mich sowieso was wie ein Funktionärsladen. Gab ja mal die Säkularisierung.
Aber das scheint auch völlig vergessen.
Der "angeblich" moderne Mensch scheint einfach überfordert. Ein selbstverliebtes
Ding, was seine Natur der Natur aufzwängen will. Ein mißglücktes Experiment, was irgendwann
von seiner Technik übernommen wird oder auf den Selbstzerstörungsknopf drückt. Wahrscheinlich
etwas Profanes, etwa dass eine Kakerlake einen Kurzschluss in einem stomaren Waffensystem
auslöst.

Die Natur fängt dann eben noch mal von vorne an. Hat sie ja schon öfters. Wobei es schade um
die noch vorhandene Natur wäre, wo jedes Jahr immer mehr Arten aussterben. Wenn ich draußen
auf die Bäume schaue hat das etwas sehr Beruhigendes. Dachte dann darüber nach, dass ein
Wald im Gesamten ein verknüpftes Ökosystem ist, wo eine ganz bestimmte Stimmung herrscht.
Und dann fällt mir ein, was für ökologische Auswirkungen so ein Monsterwindrad von 250 Metern
auf die Natur hat. Zu diesen Umkehrungen fällt mir dann nichts mehr ein. Das wird dann als
"grün" verkauft. Am besten noch mit keinem Abstand zu Häusern in einem Naturschutzgebiet,
damit man sich durch den Lärm in den Schlaf wiegen lassen kann.
Wenn so ein Teil dann in ein paar Jahren Schrott ist, hat man dann noch eine schöne große Betonfläche
und viele getöte Vögel. Energie hat es natürlich so gut wie gar nicht geliefert. Grrrrrrrr.

Wenn man natürlich in einem mehr nagetierähnlichen Verbau von 8 Quadratmetern haust,
sieht man das wahrscheinlich anders. Standardisiert, industralisiert...bestellt bei ........
bei so viel Verzicht muss man doch glücklich sein. Und selbst das kann man Menschen eintrichtern.
Aber nur, wenn es Geld bringt oder man einen heiligen religiösen Gral sucht. Mir kommt
das auch immer so vor, als würde man versuchen die Identität von Menschen zu zerstören.
Alle sollen irgendwie gleich sein. Eben auch die Naturvölker. So als gäbe es keine
Geschichte, keine überlieferten Traditionen. Als wäre der Mensch ein leeres Gefäß,
wo man alles reinkübeln kann. Letztendlich bereits eine Maschine, die man die
Illusion der Freiheit mit Nichtigkeiten lässt, die wenig kosten.

Selbst die Spiritualität wird genormt. Und was anders ist, wird ausgeblendet. So,
als wäre es nicht existent. Oder man diffamiert es eben mit irgendwelchen überhöhten
Phrasen. Selbst das ist ja bereits standardisiert.

Liebe Rose, ich verstehe dass du da wütend bist. Ich habe da auch noch so die
Vorstellung, dass man solche Kulturen sich selber überlassen sollte. Sie schaden
keinen und man könnte ja von ihnen sogar lernen. Das war glaube auch mal so
allgemeiner Standard, weil es als etwas Wertvolles und Einzigartiges erkannt
wurde. Ein planetares Verbrechen? Wo bleiben die Sanktionen? Alles nur
Gerede und Gewäsch. Die Aktivisten kleben sich hier auf die Straße.
Mit etwas mehr Hirn würden sie nach Südamerika paddeln und da für den
Regenwald, die Naturvölker und auch die Vielfalt der Arten streiten.
Ähnlich sehe ich es mit der Massentierhaltung.

Manchmal denke ich, dass die Klimavents alles nur Showveranstaltungen
für die regionale Bevölkerung sind. :D So bei faktischer Betrachtungsweise.
Ich kann da sogar etwas Greta verstehen, die wohl langsam begreift, dass
sie nur instrumentalisiert wurde.

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An dem Erhalt der Natur dadurch, dass sie durch Ureinwohner "betreut" werden,
hat etwas. Ich war da erst etwas skeptisch, aber es erscheint auch irgendwie logisch, dass
diejenigen das machen, die überhaupt das know-how dafür haben. Klingt komisch know-how.
Das ist ja ähnlich wie bei alten handwerklichen Techniken, der der moderne Mensch verlernt hat.

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Seit Jahrzehnten kämpfen Adivasi ("Erste Siedler") in Indien um den Fortbestand der natürlichen Umwelt als Basis für ihr kulturelles Überleben. Sie bestreiten zwar ihren Lebensunterhalt aus den Produkten des Waldes, aber schützen ihn ebenso augenscheinlich vor seiner Vernichtung. Die Bedeutung der indigenen Völker (Ureinwohner) als Garanten für den intakten Fortbestand der Rückzugsgebiete seltener Tier- und Pflanzenarten hat die 1992 in Rio den Janeiro verabschiedete Agenda für das 21. Jahrhundert aufgegriffen und die Regierungen gemahnt, die Rolle der Ureinwohner zu stärken. Gleichwohl müssen die rund 70 Millionen Adivasi in Indien erbittert um ihre Anerkennung kämpfen.
Die Weltbank und der Fonds für die Global Environmental Facility (GEF) stellen viele Millionen Dollar für die Schaffung und den Unterhalt von über 50 Nationalparks in Indien zur Verfügung. Allein im Bundesstaat Madhya Pradesh werden mit Weltbankgeldern insgesamt 27 Nationalparks und Wildreservate eingerichtet. Für den Nagarhole-Park im Bundesstaat Karnataka stellt die Weltbank knapp 96 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung. Im Jahr 1996 unterzeichnete die Weltbank ein weiteres Abkommen mit Indien über 67 Millionen US-Dollar zur Einrichtung von sieben Wildtierparks, die von globaler Bedeutung für die biologische Vielfalt sind. Hier soll die lokale Bevölkerung in den Schutz des Wildes mit einbezogen werden.
„Um Böses zu tun, muss ein Mensch zuallererst glauben, dass das, was er tut, gut ist.“
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