Konflikt Russland/Ukraine

Sozialpsychologie im Kontext von Sozialpolitik, Lokalpolitik, Europapolitik und Weltgeschehen. Politik und Gesellschaft; und deren Mechanismen im Fokus der Psychologie. Politische und gesellschaftliche Entwicklung, Europäische Integration, weltweite Politik und Integrationspolitik innerhalb Europas.
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Oxymon
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Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Was mich tatsächlich wundert, ist, dass alle in der Corona-Hysterie sind, während ein Konflikt
zwischen Rußland und Ukraine/Nato doch in den kalten Krieg zurückführt.

Vor x Jahrzehnten hat man noch gegen eine reale Gefahr wie Atomwaffen demonstriert.
Letztendlich hat Gorbatschow und sogar Reagan das in eine andere Bahn gelenkt. Der
damaligen Sowjetunion war es eben auch zu teuer. :D

Und obwohl, da eine Gefahr mit einer nicht gerade geringen Wahrscheinlichkeit für einen
Krieg ist, schauen alle gebannt mehr auf eine Gefahr, die "jetzt" den Gefahren einer
Grippe ähnelt.

Jetzt habe ich mir nach Äußerungen eines Vizeadmiral gedacht, mache ich mal ein Thema
auf. Da dieses ja so oder so auch ein Psychologieforum ist, würden mich da eure Gedanken
interessieren. Wird es überhaupt als Gefahr wahr genommen? Ist die Angst vor einem
atomaren Krieg verschwunden? Überlagert die Angst vor Corona andere Gefahren?

Es geht mir also "weniger" um eine politische Meinung, sondern mehr darum, was
dieer Konflikt mit einem macht. Die Einschätzung kann ja auch sein, dass keiner von
den beteiligten Seiten so dumm ist, einen Krieg anzufangen.

Das erinner mich dann etwas an die " Beinahkatastrophen" im kalten Krieg, wo
Fehler beinahe zu einer Katastrophe geführt haben.

Man kann natürlich auch politische Meinungen schreiben. Meine Meinung ist etwa,
dass die EU in solchen Fragen durch eine befähigte Person mit Erfahrung vertreten
sein sollte. Das würde Irritationen vermeinen. Wie etwa jetzt dem dem Vizeadmiral.
Es würde der Stimme auch mehr Gewicht verleihen.

Selber bin ich unter den jetzigen Bedingungen nicht für einen Beitritt der Ukraine
in die Nato. Ich könnte mir vorstellen, dass an der Grenze zu Rußland dann eine
gegenseitige Aufrüstung stattfindet, die auch "Fehler" mit schwerwiegenden
Folgen produzieren könnten. Die Waffentechnologie ist heute anders, als
noch vor Jahrzehnten. Deshalb denke ich auch an biologische
Waffen. Das noch mehr als Verschwörungstheorie laufende Gerücht, dass
Corona seinen Ursprung in der Erforschung von biologischer Waffentechnologie
liegt, streue ich mal dezent ein.
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Alexander Solschenizyn
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Mischa
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Mischa »

Ich versuche nicht darüber nachzudenken. :shock: Denn DAS empfinde ich wirklich als beängstigend. Der Westen provoziert immer munter weiter. Putin sagt bereits seit Längerem, dass er eine Nato Osterweiterung nicht dulden wird.

Dass unsere Hanseln nicht auf die Idee kommen, dass der Präsident der Ukraine das Ganze bewusst nutzt, um sich Vorteile zu sichern, das ist mir unbegreiflich.

Das Letzte, was wir jetzt noch brauchen könnten, wäre ein offener Krieg. Und das Ganze mit einer Außenministerin, die eher in die Muppet Show passen würde. Selbstverliebte Strohpuppe im Kleidchen. Ich verdränge das, so gut es eben geht. Ich schiebe schon genügend Ängste. Und hoffe darauf, dass Putin die Nerven behält.

Ich sah mal eine längere Rede von ihm, in der er ausführte, dass er Waffenkriege für ruinös hält und es ihm vorrangig um die Wirtschaftsstärkung Russlands ginge. Ich hoffe inständig, dass er an dieser Vorgabe festhält.

Grüßerles!
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MinaHarkness
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von MinaHarkness »

..

Ich denke, dass die allermeisten Menschen mit Abwehrmechanismen auf eine ernste Bedrohung reagieren. Und zwar reflexhaft. Sei es, dass sie diese als Bedrohung - als solches - ganz negieren (leugnen / abweisen) oder das Ganze ausblenden. Meistens dürfte es eine Mischung sein. Das passiert automatisch, weil es zum Selbstmanagement und der Selbstregulation (der Psyche) dazu gehört. Das ist sozusagen eine implementierte (Überlebens)Funktion. In der weiteren Folge kommt es dann darauf an, wie reflektiert der Betreffende ist, bzw. inwieweit er es sich leisten kann, es zu sein. Jemand, der ohnehin nervlich am Anschlag ist, der wird sich entweder gar nicht damit beschäftigen, ganz unwillkürlich, oder, wie Mischa es schildert, bewusst beschließen, diese zusätzliche Belastung so gut wie möglich aus dem Fokus zu nehmen. Und die, die noch die Kapazitäten frei haben, die versuchen eine Analyse und Einordnung. Auch innerhalb dieser kann es wieder zur Regression kommen, wenn das Ergebnis der Analyse zu bedrohlich ausfallen sollte.

Gefahren muss man aushalten können. Oft ist das schlicht nicht in dem Maße möglich, wie sie, auch durch die weltweite Vernetzung, an einen herangetragen werden. Man stelle sich vor, ein Mensch würde sich fortwährend aller Gefahren voll gewahr / bewusst sein, die ihm drohen. Er würde stante pede durchdrehen, das ist sicher. Durch die Corona-Panikmache sind sehr viele Leute am Anschlag. Das dürfte erklären, warum solche Nachrichten nicht mehr solche Aufmerksamkeit erreichen, wie ihnen eigentlich zustünde.

LG Mina

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Oxymon
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Das stimmt, wenn man sich aller Gefahren bewußt wäre, würde man durchdrehen.
Aber anscheinend kann ja eine "Gefahr" ja auch so dominant sein, dass man alle
anderen Gefahren vergißt. Da denke ich an das Virus und auch das Klima,
wo diese Hysterie regelrecht "gepflegt" wird.

Es gab ja mal eine Frau von FFF, die ja schon für nächstes Jahr die Apokalypse
voraussah. Den Namen möchte ich jetzt nicht sagen, schafft zu viel Publicity. :D
Na ja jedenfalls wurde diejenige dann noch von der Klimaikone gestoppt.
Und wir sind ja auch tatsächlich noch nicht verdampft.

Mir fällt dann auch auf, dass man Ängste regelrecht durch Framing herbei-
trainieren kann und anscheinend "persönliche" Ängste dann in den Hintergrund
stellt oder diese eben verdrängt zugunster dieser einen großen Angst.

Habe irgendwo mal gelesen, dass man das gerne in totalitären Systemen
macht. Die Konzentration auf eine Angst. Wobei, was ist heute "totalitär"?
Das kann man ja mit einem Euphemismus kaschieren. China sieht sich ja heute
auch wieder als Demokratie. Schon dreist mit ihrem netten Sozialbonussystem.

Was mir dabei auch auffällt, ist, dass eine extreme Angst besteht, gegen den
Allgemeinkonsens zu verstoßen. Die Katastrophen sind austauschbar, wie
auch die Begriffe. Klimaleunger, Coronaleugner etc.. Die größte Angst scheint
tatsächlich zu sein, dann sozial aussortiert zu werden, weil man dieser
Idee oder dem Narrativ nicht nachkommt. Bei dem jeweiligen Narrativ geht es
dann darum extrem und unverhältnismäßig zu übertreiben.

Und der Witz, den gibt es dann natürlich auch noch, in unserem Fall passiert
so gut wie gar nichts oder es ist mehr oder minder ein Desaster. Klimapolitik und
Coronapolitik. Eine Widersprüchlichkeit die ihresgleichen sucht. Denke die
Angstnarrative sind austauschbar. Sind die Personen erst mal richtig
konditioniert, springen diese auch automatisch auf das Narrativ an.

Also bei der richtigen Vorgensweise, könnte man auch den Konflikt in
Rußland für so etwas benutzen. Wobei momentan anscheinend noch
kein Interesse dafür besteht.

Natürlich kann man sich nicht aller Gefahren gleichzeitig bewußt sein.
Aber es ist interessant, wie andere gesellschaftliche Gefahren ausge-
blendet werden. Okay der Rechtsextremismus. Und der wird ja auch
täglich als Gefahr eingepflanzt. Linksextremismus und religiöser
Extremismus....dagegen.....mehr Hohlräume, als wäre Gewalt nur
schlecht, wenn sie von rechts kommt. Das ist für mich verrückt.
Man kann doch das Strafgesetzbuch nicht durch eine Ideologie
ersetzen.

Auch die Ausblendung sozialer Mißstände. Darüber wird zwar
schon berichtet, aber es ändert sich so gut wie nichts. Ganz im
Gegenteil. Diese Ängste werden ausgeblendet, obwohl sie doch
so nah und auch bedrohend für das Individum sind.
Ich hörte mal von einem Fernsehsender, der "Ungeimpfte" im
Fernsehen nicht mehr zeigen wollte. Nicht mehr zumutbar?

Die Vereinzelung macht das Individum auch verzweifelt, es kommt
mehr am Rande vor. Und dazu steht im Gegensatz Gemeinschaft zu
erfahren, indem man den Narrativ beitritt. Dafür dient ja auch die
Verächtlichmachung, wenn man ein Narrativ kritisiert.
Und wenn dabei öffentliche "Meinungsführer" mitmachen, fühlt sich der
Täter ja sogar moralisch legitimiert, die Verächtlichmachung
sogar zu verstärken. Im Grunde Hetze, die der Täter bei anderen
Konstellationen nicht begehen würde. Hier geht er sinnigerweise
davon aus, dass er dies dürfte. Dafür benötigt es dann ganz einfache
Reize. Etwas neuer ist ja die Kontaktschuld, die es im dritten Reich
und anderen Systemen auch gab und die wieder stärker zu Tage
tritt.

In Bezug auf die Gefahr eines Krieges zwischen Russland und
Ukraine zur Zeit weniger faßbar.
Interessanterweise gibt es da aber auch die
Schubladen "Rußlandbefürworter" und "Rußlandgegner". Also die
Schubladen gibt es schon. Ich glaube Rußlandbefürworter werden
wohl auch mehr dem rechten Spektrum zugeordnet. Witzig, wenn
ich an Willy Brandt denke. Aber da war ja das System stramm
kommunistisch, während Putin ja als Diktator mit einer Schein-
demokrtatie gesehen wird.

Eine konkrete Gefahr sehe ich darin, dass Deutschland sich
selber von einer Energieversorgung abschneidet und sich dafür auch
noch selber feiert. Eine wirtschaftliche Gefahr, die sich dann
auch in unbequemen Lebensverhältnissen ausdrücken kann.
Das Wort Sanktionen hört sich so "nett" an, aber im Grunde werden
wird ja dafür dann auch jemand in einer Form zahlen.
Ich traue der Regierung mehr eine "Fahrt auf Sicht" vor. Das
bedeutet, sie beschließt was, und ist sich der Folgen nicht
bewußt. Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich Frau Merkel mal
loben würden, aber sie hat da glaube ich noch ein Gleichgewicht
finden können.

Wobei ich die Koalition erst nach einem Jahr für mich beurteilen
werde. Eine gewisse Zeit sollte man jeder Regierung zugestehen, um
dies dann zu beurteilen. Im gewissen Maße tut mir die Ampelkoalition
auch schon fast leid. Die ganzen ausgesessenen Probleme treffen
sie. Wobei ich die SPD mal ausnehme. Eine Partei, die ihre eigene
Politik kritisiert und dann auch noch die meisten Stimmen erhält.
Gibt es wahrscheinlich nur hier. Wobei die Stimmen für die SPD
auch nur eine Minderheit ist.

Wenigstens stellt sie den besten Entertainer, den Deutschland hat.
Und er kam erst ganz am Schluß, so als wolle Scholz ihn gar
nicht. :D Der Minister der Spritzen und Fliegen.
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Oxymon
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Tja, Deutschland fällt zur Zeit wirklich auf. Frau Baerbock will in einer Selbstmarterung
Russland sanktionieren, irgendwie landen so 5000 Stahlhelme in der Unkraine und
Merz will sogar Waffen an die Ukraine liefern. Polen ist ziemlich sauer und der
Rest von Europa?
Hat was von Destabilisierung. Was macht überhaupt Scholz? War der
nicht als "inoffizielle" Aufsicht bestellt.
Für mich deutsche Hybris in Großform. Scheint zum Markenzeichen zu werden.
In etwas müssen wir ja auch Spitze sein.
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Mischa
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Mischa »

Mir ist völlig schleierhaft, wieso die niemand ausbremst. Die hupft da rum und schießt uns ins Knie. Und Black Rock Merz will noch einen draufsetzen.

Wenn man nicht vorher schon den Arsch auf Grundeis hatte, spätestens jetzt ist es absehbar soweit. Putin hat wahrscheinlich jeden Morgen, wenn er die internationale Presse sichtet, dank Deutschland einen Lachanfall.
Vielleicht dreht er, zur allgemeinen Erheiterung, den Gashahn mal ganz zu und wartet auf das Zähneklappern aus Europa.

Er kann unsere Medien sogar im Original lesen, er spricht doch deutsch. Es denkt keiner von den Hanseln mit. Ich verdränge das wieder. :wf:

Grüßerles!
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Achim2000 »

Mir macht das auch Angst. Aber manchmal, wenn ich so richtig schlecht drauf bin, denke ich bei mir, soll Putin doch bomben, dann ist das Elend rum. Politisch nicht korrekt, mir schon klar. Aber wer ist das schon durchgängig? :roll: LG Achim
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Mischa »

Dieser Heini aus der Ukraine hat jetzt wohl langsam Panik, dass das Geschrei, das er machte, für ihn unkalkulierbare Konsequenzen haben könnte. :roll:

Anders ist der Sinneswandel kaum zu erklären:

[Externer Link : bitte anmelden]
»Im Ausland herrscht der Eindruck, dass hier Krieg herrscht. Das ist nicht der Fall.« Selenskyj machte die ausländische Presse dafür verantwortlich, Panik über die Situation im Land zu verbreiten. Er warf dem Weißen Haus vor, die Bedrohung größer darzustellen, als sie sei: »Sie beteiligen sich an dieser Informationssituation, die an unseren Grenzen geschaffen wird, (sie) verstehen, dass es Risiken gibt, sie artikulieren das immer wieder, sie stellen es so akut und brennend wie möglich dar. Meiner Meinung nach ist das ein Fehler.«
Dabei ist er selber es doch gewesen, der alle angegriffen hat, die seine Forderungen nach Unterstützung und Waffenlieferungen nicht zu 100% erfüllen mochten.

Mal wieder ein Beispiel dafür, was egozentrierte Politiker verbocken können. Mich regt sowas einfach nur noch auf. Erst ein Intrigenspielchen einrühren und im Anschluss heulen, wenn die Saat aufgeht. :as:

Genervte Grüßles!
Mischa
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MinaHarkness
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von MinaHarkness »

..

Ja, mir war (und ist) dieser Selenskyj ebenfalls äußerst suspekt. Dass der ursprünglich eine Inszenierung plante, die nun aus dem Ruder läuft, das war von Anfang an mein Verdacht. Zum Glück ist Putin in erster Linie Stratege. Ich denke, der nimmt das Meiste von dem Theater gar nicht ernst. Er baut seine Drohkulisse gegen die NATO-Osterweiterung; und der Rest dürfte ihn kaum interessieren. Die Baerbock wird ja nicht nur von ihm geflissentlich ignoriert. Das ist auch das Beste, was man im Falle einer solchen deplatzieren Person tun kann; zum Tagesgeschäft übergehen. Ich hoffe für Deutschland, dass die Grünen nach dieser Regierungsphase, in der sie voraussichtlich den maximalen Schaden anrichten werden, erst einmal für längere Zeit weg vom Fenster sein werden. Der Ruf Deutschlands wird danach erst einmal gründlich ruiniert sein. Aber gut, der hatte bereits vorher deutliche Blessuren. Den Rest erledigen dann noch Karlchen und der Scholzomat. Großes Kino. :roll:

LG Mina
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Ed209 »

Was mich am meisten besorgt, ist die Tatsache, dass es auf diesem Planeten leider sehr viele solcher Konfliktherde wie die Ukraine gibt, die das Potenzial haben, einen größeren Krieg auszulösen. Ich weiß nicht ob das übertrieben ist, aber mir erscheint das Risiko eines dritten Weltkriegs, vor allem mit dem Blick auf China, größer als zu Zeiten des kalten Krieges.
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Oxymon
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Das Potential für einen solchen Weltkrieg ist jedenfalls vorhanden. Wenn man sich die "Beninahkatastrophen",
also eine mögliche atomare Auseinandersetzung im kalten Krieg so anschaut, wären diese durch "Fehler"
zustande gekommen. In der ehemaligen Sowjetunion hat dies nur ein "Querdenker" :D verhindert.

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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

[Externer Link : bitte anmelden]
Die USA warnen vor einem unmittelbar bevorstehenden russischen Einmarsch in die Ukraine. Wie ernst ist die Lage wirklich? Putin habe „noch nie einen Krieg begonnen, der für ihn ein unkalkulierbares Risiko beinhalte“, so Russland-Korrespondent Christoph Wanner.
Netter Begriff, hybrider Krieg.
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Wüstenrose »

Muß man sich mal reinziehen,die Welt ist schwer gebeutelt von einer Seuche,palavern noch herum,wegen Klimawandel,usw. und an einigen Stellen führen sie dann noch Krieg. :shock:
Somit wird die Luft schneller dünner,als man gucken kann.
Die verborgene Quelle des Humors ist nicht Freude,
sondern Kummer.
(Mark Twain;1835-1910,Schriftsteller,Quelle:Poesiealbum)
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Ja und vieles scheint mir auch selbstgemacht. Nach meinem Gefühl - was ich nicht stimmen muss - ist das
alles ein Psychokrieg.
Joe Bidden sprach schon vom dritten Weltkrieg, den er vermeiden will. Und mittendrin ein paar Grüne ohne
politische Erfahrung. :D

Das war das erste Mal, dass ich froh war, dass es Macron gibt. :D
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von MinaHarkness »

..

Jetzt hat man Putin also so weit. Herzlichen Glückwunsch. Die Sanktionen sind ihm egal und auch seine Begründung ist nachvollziehbar, nämlich, dass der Westen ohnehin immer Gründe für Sanktionen findet. Und damit hat er recht, das sind Erfahrungswerte seinerseits. Er wird sich nach China orientieren und die Bürger Europas werden mal wieder den Irrsinn bezahlen, den ihre Regierungen, im Verbund mit den größenwahnsinnigen Amis, ausgeheckt haben. NATO Osterweiterung auf unser aller Rücken und das noch für eine Ukraine, die sich lediglich als Opfer inszeniert und uns als Verräter beschimpft, weil wir keine Waffen liefern. Einfach nur das Letzte.

..
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Janundso »

Ich hoffe wirklich, dass das nicht zu viele Länder mit rein zieht. Und dass die Auswirkungen in Europa gering bleiben.

Irgendwie ist das gruselig, wenn man in diese Richtung voll ungebildet ist und garnicht einschätzen kann, wie das alles in nem Jahr so sein wird.

Wenn ich sowas nur lese :verehr:
.
In seiner Ansprache sagte Putin, die Ost-Ukraine sei historisch ein Teil Russlands.

„Von 1991 haben sie mechanisch einfach fremde Modelle kopiert“, sagte Putin. Die ukrainischen Behörden seien von Nationalismus und Korruption verunreinigt, das Land befinde sich in den Händen oligarchischer Clans.
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Nennt man wohl Strategiewechsel. Kann man nur schlecht abschätzen, wie es da weiter geht. Ich sage jetzt mal provokant, dass
Trump vielleicht anders in den Gesprächen vorgegangen wäre. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich ein Fan von ihm wäre. :D
Trotzdem.....

Die westliche Sanktionen scheinen bereits in Putins Strategie vorhanden gewesen zu sein, bzw. rechnete er sie mit ein. :shock:
Putin hat sich mitlerweile China zugewendet. Der Schritt wirkt jetzt so, dass ihn die westliche Welt gerne haben kann.

Deshalb habe ich in Bezug auf Deutschland gewisse Befürchtungen. Las irgendwo, es gibt keine
großen Probleme, es darf eben nicht kalt werden. :D :shock: Die deutsche Sanktionswelt geht möglicherweise Richtung
Selbstbestrafung. Und daran hängt dann eben auch die ganze Volkswirtschaft. Wir bestrafen uns selbst?

Würde mir auch wünschen, dass es nur eine regionale Angelegenheit bleibt. Vielleicht kommt ja jemand mal auf die
Idee zu deeskalieren?
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von MinaHarkness »

..

Überdies scheint hierzulande (von den Aktivisten, die Putin als Leibhaftigen sehen wollen), niemand zu begreifen, obwohl es selbst in den Mainstreammedien die Spatzen von den Dächern pfeifen; Putin sind die Sanktionen gleichgültig. Er selbst hat in seiner Rede von sorgfältiger und langer Abwägung gesprochen. Der Mann ist Stratege und gut vorbereitet. Der Einzige, der bluten wird, ist der übereifrige Westen (und darin vorrangig Europa), explizit seine Bürger. Und so lange die sich - in Mehrzahl - freudig in ihr Märtyrertum begeben, weil sie sich ein X für ein U vormachen lassen, alles "für das große Ziel", wird das so weitergehen. Und die Amis feiern, weil sie uns endlich ihr überteuertes Gas andrehen können. Wie ideologisch gehirngewaschen muss man sein?

:hdk:

Ich wünsche jedem einen ordentlichen Holzofen, sonst wird es eng mit Wärme und Energieabrechnung (von den sonstigen Lebenshaltungskosten mal ganz abgesehen). Das ist etwas, was bei all diesem Ideologiediskurs oft vergessen wird. Aber es wird sich in Erinnerung rufen, sobald auch der Letzte gemerkt haben wird, dass Regierungsunfähigkeit nicht den Kühlschrank voll macht. Und der Ami erst recht nicht. Sozialromantiker haben derzeit schlechte Karten.

Und es stimmt überdies, dass die Ukraine auf Lenin zurückgeht und unbedingte Unabhängigkeit von Russland wollte, was sie deutlich zeigte. Ich stimme mit Putin vollumfänglich überein, was die Entstehung und das Gebaren der Ukraine angeht. Nun bekommen sie eben was sie wollen. (Aus Putins rede zitiert: „Ihr wollt Dekommunisierung? (...) Wir sind bereit, der Ukraine zu zeigen, was eine echte Dekommunisierung ist.“) In meinen Augen geht es der Regierung der Ukraine lediglich um das Partizipieren an den EU Fleischtöpfen und das gelingt ja auch recht gut; leider mit großen Kollateralschäden. Dass Russland sich nicht weiter vorführen lässt, das kann ich völlig nachvollziehen, wenn ein Versprechen nach dem anderen gebrochen wird und Putin sich von immer neuen NATO-Staaten umgeben sieht. Ergo braucht es einen Territorialkonflikt, um die Aufnahme der Ukraine in die NATO zu verhindern. Bestellt - geliefert.

Und am Ende lacht mal wieder einer, der im Hintergrund wartete: Chinamann.

..
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Tja, ein Holzofen :D Soweit ich gelesen habe, versucht man sich WHO-Werten zu nähern. Die sind
schärfer als von der EU. Und da sind dann auch Holzöfen betroffen. Feinstaub. Ob das dann wirklich
irgendwann kommt? Ausschließen würde ich es nicht. Bin mal gespannt, wie das mit Nord Stream 2
weitergeht. Es ist nicht so ganz unmöglichaus, dass Rußland, rgendwann Schadensersatzforderungen
stellen könnte, wenn es torpetiert wird.
Erinnert mich an die Atomkraft: [Externer Link : bitte anmelden]

Diese Sanktionsbegeisterung erinnert mich teilweise etwas an den 1ten Weltkrieg, wo auch alle begeistert
in dien Krieg zogen. Leider ist die geographische Lage von Deutschland in der Mitte von Europa heute genauso
wenig prickelnd, wie vor mehr als 100 Jahren. Ein Wirtschaftskrieg wird die Ärmsten treffen.
Oder sollte ich Energiekrieg sagen?
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Während bereits von einigen Seiten vom dritten Weltkrieg gesprochen wird, macht sich ein
alter weißer Mann auf, dies auch für den nächsten Wahlkampf zu nutzen?

[Externer Link : bitte anmelden]
Der 75-jährige Republikaner schilderte im Interview mit den konservativen Radio- und Podcast-Moderatoren Buck Sexton und Clay Travis, wie er sich am Vortag Putins Rede zur Anerkennung der selbst ernannten „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk im Fernsehen angeschaut habe. „Ich habe gesagt: ‚Das ist genial.‘ Putin erklärt einen großen Teil der Ukraine für unabhängig. Oh, das ist wunderbar.“
Trump sagte zudem, wäre er und nicht sein Nachfolger Joe Biden heute Präsident, hätte die Eskalation der Ukraine-Krise sich nie zugetragen. „Mit uns wäre das nie passiert. Wenn ich im Amt wäre, wäre es undenkbar.“ Biden habe „kein Konzept“.
:D
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Die Nachrichten über die Ukraine registriere ich zwar, aber irgendwie berührt es mich nicht wirklich. Wahrscheinlich
hat es mit den angefeuerten Ängsten zu tun, die man hier in den letzten Jahren ausgesetzt war.
Irgendwann schaut man nur noch fatalistisch hin.
Rational betrachtet sollte es einem Sorge bereiten. Das mit Stream 2 hört sich als Sanktion zwar toll an,
aber im Grunde ist es auch inkonsequent. Denn wir erhalten ja immer noch Gas von Rußand. Und von
diesen Gaslieferungen sind wir abhängig. Es hat etwas tief Gespaltenes. Auf der einen Seite sich als
Gegner zu positionieren und sich auf der anderen Seite in einer Abhängigkeit zu befinden. Mit
China ist es ungefähr das Gleiche. Nach außen hin auf Menschenrechte pochen und tatsächlich
Geschäfte im gigantischen Ausmaß machen.

Diese Gespaltenheit, die nie ein eindeutiges Ergebnis liefert und dann möglicherweise im Desaster
endet. Die Abschaltung vor kurzer Zeit von 3 Atomkraftwerken geht in die gleiche Richtung. Während andere
Länder erkannt haben, dass es "momentan" keinen anderen Weg gibt, siegt hier eine jahrzehntelange
Ideologie. War Stream 2 nicht auch gedacht, gerade den Weg ohne Atomkraft zu begehen?
Aber solche Diskussionen finden gar nicht statt. Ist es ideologisch verboten? Bin gespannt,
ob auch die letzten Atomkraftwerke noch abgeschaltet werden.

Wie heißt es schön? Putin hat die Sanktionen schon alle eingepreist. Das ist bei uns nicht der
Fall. Zur Zeit besetzt die Krise in der Ukraine auch das Medienspektakel, so als würde sich ein
neuer Angstkomplex herausbilden. Der ist auch irgendwie logisch und nachvollziehbar.
Weil auch diese innere Spaltung exisitert. Ein Land, was ein anderes Land bestrafen will, von
dem es nach wie vor abhängig ist.

Bezahlen werden das die ärmeren Schichten. Die können sich Ideologie nicht leisten.

Nachdem ich in den Genuß einiger Medien kam, scheint die Lage in der Ukraine
zu eskalieren. Ein richtiges Bild kann ich mir selber da nicht machen. Geht es um die
Verteidigung der Provinzen oder ist es ein tatsächlicher Angriff auf die Ukraine?
Ich traue mir da keine Einschätzung zu.

Auszuschließen ist aber da wohl nichts mehr. Auf beiden Seiten.
Immer noch nicht berührt? Ich meine mich. Mittlerweile schon.
Es gibt etliche Tote und Flüchtlinge, die Diplomatie besteht aus gegenseitigen Drohungen
und hat wohl ihren Tiefstpunkt erreicht.

Der Beginn einer neuen Zeitrechnung?
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

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Psaki sagte weiter, auch die USA wüssten nicht, in welchem Zustand sich das Atomkraftwerk befinde. Eine Geiselnahme könne aber die Arbeiten dort behindern und sei sehr besorgniserregend.
Auch die ukrainischen Behörden könnten laut ukrainischen Regierungsangaben derzeit nicht sagen, wie die Situation in der Anlage sei, sagte Präsidentenberater Michail Podoljak der Nachrichtenagentur AP. „Nach dem absolut sinnlosen Angriff der Russen in dieser Richtung kann man nicht sagen, dass das Kernkraftwerk Tschernobyl sicher ist“ fügte er hinzu.
„Um Böses zu tun, muss ein Mensch zuallererst glauben, dass das, was er tut, gut ist.“
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Erhöhte Strahlenwerte in Tschernobyl.

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Berichte über Schüsse in Kiew – Ukraine: Strahlung in Tschernobyl erhöht
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Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat sich besorgt gezeigt. Wegen der potenziellen Unfallgefahr verfolge sie die Situation in Tschernobyl "mit großer Sorge", erklärte die UN-Organisation am Donnerstag. Sie forderte von allen Beteiligten "ein Höchstmaß an Zurückhaltung". Eine ungesicherte Atomanlage berge große Gefahr.

Auch die Vereinigten Staaten sind alarmiert. Die Einnahme der Sperrzone des früheren Meilers und der Mitarbeiter dort sei eine "Geiselnahme", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Donnerstag in Washington. "Diese unrechtmäßige und gefährliche Geiselnahme, die routinemäßige Arbeiten zum Erhalt und zur Sicherheit der Atommüll-Einrichtungen aussetzen könnte, ist unglaublich alarmierend und sehr besorgniserregend."
In Tschernobyl ist nach der Einnahme durch russische Truppen ein Anstieg der Strahlungswerte gemessen worden. Daten aus einem Überwachungssystem des ukrainischen Umweltamts zeigen, dass sich die radioaktive Strahlung seit Donnerstagabend von 3.200 nSv/h auf 65.500 nSv/h stark erhöht hat. Die Ursache für die höheren Werte ist derzeit noch unklar. Es könnte sich auch um aufgewirbelten radioaktiven Staub handeln, ausgelöst durch die Kampfhandlungen.
Die Nachrichtenagentur AP berichtet jedoch, der russische Beschuss habe ein Endlager für radioaktive Abfälle in Tschernobyl getroffen. Das sei wahrscheinlich die Ursache für den Anstieg der Strahlungswerte.

Bei dem gemessenen Wert besteht zwar eine erhöhte Gesundheitsgefahr, katastrophal ist der erhöhte Wert in Tschernobyl allerdings noch nicht: Der Grenzwert für radioaktive Strahlung liegt laut Bundesamt für Strahlenschutz bei 1 Millionen nSv/h pro Jahr.
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Russland und Verbündete

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Russland ist nicht Teil eines mächtigen Militärbündnisses wie der Nato, hat aber auf der ganzen Welt politische und wirtschaftliche Verbündete. Einige von ihnen sind sogar verpflichtet, Russland im Konfliktfall beizustehen.
Wenn es um Staaten geht, mit denen Russland rechtlich bindende Abkommen zur gegenseitigen Verteidigung hat, reden wir dabei in erster Linie von den Mitgliedern der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), einer zwischenstaatlichen Allianz, die 1992 gegründet wurde und inzwischen sechs postsowjetische Staaten unter ihrem Dach vereint: Russland, Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan.
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Ein weiterer wichtiger Schritt in der strategischen Freundschaft zwischen Russland und China – so umschrieben russische Medien Wladimir Putins Besuch in Peking. Symbolträchtig war der Auftritt des russischen Präsidenten auf dem Belt Road Forum (BRF) in der chinesischen Hauptstadt allemal: „Wladimir Putin sprach bei der Eröffnungszeremonie gleich nach Xi Jinping. Dies hat Moskaus Bedeutung für Peking hervorgehoben“, sagt Alexander Gabujew, Russland-Experte im Asien-Pazifik-Programm des Carnegie Centers in Moskau. Mit der Teilnahme am BRF habe Moskau vor allem politische Ziele verfolgt. Für den Kreml sei die internationale Konferenz die Gelegenheit gewesen, das Großeurasien-Projekt und Russland als einen gleichberechtigten Partner in der Belt-Road-Initiative zu präsentieren.
Großeurasien ist Wladimir Putins Vision der umfassenden internationalen Zusammenarbeit, die der russische Präsident auf dem Petersburger Wirtschaftsforum im vergangenen Jahr vorgestellt hatte. Das einzige mehr oder weniger konkrete Ergebnis des Belt Road Forums ist für Moskau derweil die Gründung eines Investitionsfonds, mit dem „die Zusammenarbeit zwischen Chinas Nordosten und Russlands Fernem Osten gefördert werden soll“.
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Die BRICS-Staaten sind eine Vereinigung aufstrebender Volkswirtschaften. Die Abkürzung „BRICS“ steht für die Anfangsbuchstaben der fünf zugehörigen Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – maßgebend waren die Anfangsbuchstaben der englischsprachigen Bezeichnungen Brazil, Russia, India, China und South Africa. Die Zusammensetzung ist fast identisch mit der der O5-Staaten, zu denen Mexiko anstatt Russland gezählt wird.
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«Brasilien ist nicht neutral. Brasilien hat sehr deutlich gemacht, dass es die Souveränität der Ukraine respektiert», sagte der Vize-Präsident Hamilton Mourão im brasilianischen Fernsehen. «Also ist Brasilien nicht mit einem Einmarsch in ukrainisches Gebiet einverstanden.»
Bolsonaro hatte sich zunächst nicht geäussert. Bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau am vergangenen Mittwoch sagte der rechte Staatschef, Brasilien sei «solidarisch» mit Russland. Er liess es allerdings offen, ob er sich dabei auf den Konflikt mit der Ukraine bezog. Die brasilianische Diplomatie ist traditionell dafür bekannt, möglichst keine Partei zu ergreifen und aussenpolitische Konflikte zu vermeiden.
Indien hält sich auch zurück und will keine Sanktionen ergreifen. Wie ich bei Gysi las, befürchtet er ein Zusammengehen
von China und Rußland. Indien ist wohl auch mehr auf Rußlands Seite, auch wenn von dort aufgefordert wird den
Konflikt zu beenden. Bleiben noch Nänder wie Nicaragua, Venezuela, Syrien und Kuba.
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

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Seit Wochen, in denen die Welt zusehen musste, wie sich Russland gemächlich an den Grenzen seines Nachbarlandes militärisch formierte, wird über die Beweggründe Putins zu dieser „Ultima Ratio“ spekuliert. Die Jetset-Diplomatie, allen voran die Außenministerin, wollte Glauben machen, dass auf letzte Tüte noch Wunden zu heilen seien, die man seit Jahren im Verhältnis zu Russland unbehandelt gelassen hatte. Man wollte zum „Normandie-Format“ zurück, einem diplomatischen Papiertiger, der das Konstrukt einer westlich geprägten Prämisse war, die Russland unter Putin niemals akzeptieren würde. Auch die Münchner Sicherheitskonferenz fand ohne Russland statt. Ein deutlicheres Zeichen gab es nicht, dass Putin jetzt vollends dichtmachen, sogar Fakten schaffen wollte und keine Lust mehr auf Gerede hatte.
Die westliche Vorstellung, dass Sicherheitsinteressen automatisch im Gedankenkosmos westlicher Diplomatie formuliert werden müssen, ist gescheitert. Sie war im Zusammenhang mit Russland von Anfang an irrig. Nun verfolgt das Land eine Strategie, mit der es seinen Weltmachtanspruch wiederherstellen will. Putin hat „die Nase voll“ von der Hegemonie der USA und hält Europa für einen Vasallenflecken Washingtons. Deshalb nimmt er die Plauderrunden mit Macron und Baerbock nicht ernst. Putin kann mit der kriegerischen Intervention in der Ukraine, die in seinem eigenen Land nicht so unumstritten ist wie die Besetzung der Krim, nun den ersten Schritt zur tripolaren Weltordnung gehen: USA, China, Russland. Das ist seine Weltordnung. Die Sicherheit Russlands fängt demnach an der Westgrenze Weißrusslands und der Ukraine an.
Die Frage ist nicht, ob Putins Angriffskrieg gerechtfertigt ist – das ist er auf keinen Fall –, sondern inwieweit der Westen eine Teilschuld an dem verkorksten Verhältnis zu Russland trägt. Putins Angriffsschlag trifft nun weite Teile der saturierten westlichen Befindlichkeit. Die Utopie der Friedfertigkeit westlicher „Eliten“ ist passé, sämtliche diplomatische Interventionen Europas sind daran krachend gescheitert. Dass in Polen und im Baltikum Unruhe entsteht, ist da kein Wunder. Die Nato und der Westen müssen darauf eine Antwort finden. Willkommen zurück im Kalten Krieg.
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

War eine sehr interessante Diskussion:

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„Um Böses zu tun, muss ein Mensch zuallererst glauben, dass das, was er tut, gut ist.“
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Unabhängig vom Krieg in der Ukraine wird "das Ganze" sich auf Deutschland auswirken.
Persönlich befürchte ich, dass die derzeitige Regierung dem nicht gewachsen ist. Jedenfalls,
wenn ich so lese was man so vor hat. Vielleicht setzt sich aber doch noch die Vernunft durch.
Zur Zeit jedenfallls......sehe ich mehr Konzeptlosigkeit.

Man spricht etwa davon, eine nationale Gasreserve zu schaffen. Anscheinend will man LNG nach
Deutschland importieren, dass "per Schiff" nach Deutschland gebracht wird. Dazu muss man dann
aber auch erst ein Terminal bauen. Über die Preise von LNG fange ich erst mal gar nicht an.

In der Nordsee will man ggf. Gasborhungen vornehmen :cry:
und Habeck will anscheinend auch weiter mit den erneuerbaren Energien etc. machen.
Ich befürchte, dass wird ohne Rücksicht auf die Natur oder rationalen Abwägungen stattfinden.

Durch Facking etc. entstehen natürlich ganz andere Gefahren. Zerstörung der Natur durch Windräder
und Fracking? Merkwürdige ökologische Sichten. Möglicherweise wird das Sanktionsgeschäft für uns drastischer,
als für Russland.

Und ökonomisch? Das wird man bald sehen. Der Preis scheint keine Rolle zu spielen. Die wirtschaftliche
Vernichtung von Existenzen durch Strompreise gibt es ja bereits.Ein ideologiefreies Konzept, kann man
wohl nicht erwarten. Eher ein Wunschkonzept, was an der Realität scheitert.
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Momentan scheint es nicht nach einem "Blitzkrieg" in der Ukraine auszusehen.
Obwohl die Lage nicht einschätzbar ist, scheint der Widerstand der ukranischen
Kräfte größer, als von Putin erwartet.

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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Ed209 »

Wahrscheinlich wundert sich jetzt Putin genau wie die US-Präsidenten, die z.B. in den Irak eingefallen sind, dass die Bevölkerung gar nicht befreit werden will.
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Re: Konflikt Russland/Ukraine

Beitrag von Oxymon »

Tja, alle leben in ihrem Narrativ mit Flagge und keiner will es aufgeben.

Hörte vorhin ein merkwürdiges Gräusch am Himmel. Dachte zuerst, das
wird doch nicht.......

Da kommt so ein Kubafeeling auf. Die Krise hat damals glaube ich 13 Tage gedauert. Heute
dürften wir wohl auch nahe an einem Atomkrieg dran sein. Dabei denke ich noch nicht
mal direkt an die Ukraine. Solche Szenarien könnten auch mit anderen Natopartnern entstehen.

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Das Verbot der Durchfahrt von russischen Kriegsschiffen ins Schwarze Meer und die bedeutende militärische und humanitäre Unterstützung für die Ukraine seien heute äußerst wichtig. Und weiter: "Die Menschen in der Ukraine werden das nie vergessen!"
Through the emotions.

Hmh, kleiner Zusatz. Das Zitat oben ist, wie ich irgendwo gelesen habe, möglicherweise Fake News. :D
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