Der Wolf ist da

Sozialpsychologie im Kontext von Sozialpolitik, Lokalpolitik, Europapolitik und Weltgeschehen. Politik und Gesellschaft; und deren Mechanismen im Fokus der Psychologie. Politische und gesellschaftliche Entwicklung, Europäische Integration, weltweite Politik und Integrationspolitik innerhalb Europas.
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Anders_son
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Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Nachdem sich die Wolfspopulationen wieder erhöht haben, und in der Vergangenheit so gut
wie keine Maßnahmen getroffen wurden, um dem gerecht zu werden, greift man wieder
auf alte Verhaltensmuster zurück. Die Tötung des Wolfes. Nichts
hat sich geändert, außer wie Greta sagen würde blabla blabal.

Ich will gar nicht wissen, wie hoch bereits die Anzahl illegal getöteter Wölfe ist.
Was mich besonders aufregt, ist, dass die Politik wieder mal versagt.
Wo weit mir bekannt, bekommt der
Landwirt eben keine Ausgleichszulage für eine getötetes Schaf oder sonstiges Nutztier.
Deswegen wundert mich die Eskalation nicht.

Wen das Thema interessiert, kann ja hier gerne einen Eintrag machen, wie er das so sieht.
Ich verstehe, dass Menschen Angst haben. Was ich nicht verstehe ist eben dieses blabla blabla.
Wir haben doch den Wolf zurückgeholt, wir wußten von seiner Natur….was ist das für ein Denken,
was irgendetwas macht, um die Natur und deren Bewohner zu schützen,
und dann doch nur wieder das Gegenteil macht. Konzeptionslos, auf der einen Seite die Wölfe,
auf der anderen Seite alte Ängste und erboste Landwirte.
„Um Böses zu tun, muss ein Mensch zuallererst glauben, dass das, was er tut, gut ist.“
Alexander Solschenizyn

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Mischa
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Mischa »

An der Stelle sähe ich eigentlich das Betätigungsfeld solcher Parteien, wie den Grünen, wenn sie es denn ernst meinen würden. Die Subventionierung/Kostenübernahme für geeignete Hütehunde zum Herdenschutz zB.

Ausgleichspauschalen für Wolfsrisse, wie in einigen anderen Ländern längst üblich, soweit ich weiß. Die Förderung von Berufen wie Schäfer und wirklich ökologischer Landwirtschaft, im Einklang mit der Natur und deren wilden Bewohnen. Aber, wie sagte uns Hubsi so schön, die kennen die Natur doch nur aus dem Balkonkaschtl. Und genau so ist es auch.

Deshalb darf sich von denen hier auch keiner sehen lassen. Die Bauern spießen die mit der Mistgabel auf, weil die alles vernichten und zu Geld machen, was noch einen Hauch von Natürlichkeit besitzt. Als erstes wird der Wald dran glauben. Die Schäden durch die Windräder sind bereits immens.

Sauergrüßles!
Mischa
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Die Politik macht irgendeinen Mist, ohne überhaupt an die Folgen zu denken.
Besonders stellt sie auch keine Mittel zur Verfügung.
Wahrscheinlich endet das dann in privaten Stiftungen, so mit „Wolfsabgabe“. 8-)
Dafür würde ich sogar was spenden.
Ich habe so den Eindruck, man macht irgendetwas, weil es gut klingt. Was
dabei rauskommt, ist dann egal. Die Grünen betreiben für mich keinen
richtigen Umweltschutz, aber ich gebe ja die Hoffnung nicht auf. Mal sehen,
ob man über Lippenbekenntnisse mal hinauskommt. Dafür verzichte ich
dann auch gern auf eine globale Klimarettung durch Deutschland und
das Geschwafel dazu.


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Und vielleicht das, gehört indirekt auch zum Thema, man beachte das Alter des Artikels und den Autor:

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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Mischa »

Ich verstehe nicht, wie man auf sowas einfach so draufhalten kann.
wölfe4.jpg
wölfe3.jpg
wölfe2.jpg
Mir echt ein Rätsel. Und dann die Irren, die diese Wölfin gequält haben. Einfach nur abartig! :evil:

Grüßerle!
Mischa
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Wenn ich mir die Demonstranten so anschaue….

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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Mischa »

Ich mag nicht mehr. Das ist genau die Mistgabelfraktion die auch Jagd auf alles macht, was nicht ins konservative Weltbild passt. :( Im Übrigen @ Oxy, scroll bei Deiner verlinkten Seite mal ganz nach unten, da hats ein Bild, da wird dir erstmal richtig schlecht. Ich geh jetzt off. Mir langts für heute. :wf:

Schönen Abend noch allerseits!

Mischa
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Liebe Mischa, schlaf dich mal aus, morgen ist ein neuer Tag. :flo:
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Wüstenrose
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Wüstenrose »

Vor etwas längerer Zeit gab es mal einen richtigen Aufschrei.Eine Wölfin hat sich mit einem stinknormalen Haushund gepaart,daraus entstanden also halb und halb.
Daraufhin gabs eine Diskussion,ob man nicht die Welpen abmurksen sollte.Da diese evtl.für Probleme sorgen könnten,schlußendlich hatte man sich darauf geeinigt,diese Welpen erst mal zu beobachten.
Der Wolf ist zwingend notwendig für das ökologische Gleichgewicht,fehlt er,gerät einiges durcheinander.
Der Lebensraum wird ja auch immer mehr eingeschränkt,darf man sich auch nicht wundern,wenn sie sich am Gabentisch satt fressen wollen,der sich so schön darbietet.
Angebot und Nachfrage,wo viel Fressen ist,gibt es auch mehr Wölfe.
Vielleicht erinnert der Wolf ja manche Menschen,wie sie selber sind und daher knallen sie die auch ab.
Da krieg ich schon wieder dicke Halsadern.Müssen ja ihre scheiß Weiden nicht direkt in Wolfsterritorien ansiedeln,denn die waren zuerst da und nicht umgekehrt.
Die verborgene Quelle des Humors ist nicht Freude,
sondern Kummer.
(Mark Twain;1835-1910,Schriftsteller,Quelle:Poesiealbum)
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Ist eben auch wieder der „gute“ Mensch, der den Wolf erst wieder ansiedelt,
um dann festzustellen, oh, das ist ja ein böses Raubtier. Und solche Menschen
wollen dann das Klima retten. Kurzdenker, die die Folgen ihres Tuns nicht
begreifen. In Frankreich soll es zur Zeit wieder ca. 60 Wolfsrudel geben,
auch hier wird mittlerweile wieder über den Abschuss nachgedacht.
Bei uns steht der Wolf unter Naturschutz, was aber letztendlich nicht
interessiert. Dann ändert man eben die Gesetze wieder ab, Gesetze
haben hier doch mittlerweile mehr was von einen Entwurf, den man
nach Spass und Laune immer wieder ändert.
Auch die Angst der menschenreißenden Bestie wird hier wieder genährt.
Statt darüber nachzudenken, wie man da rational vorgehen könnte.
Ich warte nur noch auf einen „Unglücksfall“, den man nie ausschließen
kann, dass dann sofort eine Hysteriestampede losbricht.

Anstatt über Hütehunde, entsprechende Abzäunungen und vielleicht
andere Möglichkeiten nachzudenken. Da könnte man sogar für
Beschäftigung sorgen, anstatt Geldmittel im Nichts verschwinden
zu lassen.
Der Mensch will wieder Natur und hat dann doch Angst vor ihr. :D
Sind ja nicht nur Wölfe, mir fällt dann auch der Luchs ein.
In Bayern gab es ja mal eine Staatsjagd auf einen Bären.

Und mir fallen besonders Leute ein, die anscheinend an diesen
Tieren dann auch ihre Wut auslassen. So ein paar richtige
Hassprojektionen. Der Wolf erlegt sein Wild wenigstens noch
selber, der Mensch ist da viel verschlagener, wenn er sein
Rindfleisch zu sich nimmt. Nehme mich da selber auch nicht aus.
Es ist schon etwas Wahres dran, dass man nur Fleisch essen
sollte, wenn man es dann auch selber erlegen kann.

Wenn ich das richtig gelesen habe, meidet der Wolf den Menschen
und will mit ihm nichts zu tun haben. WIe gesagt, für die
gerissenen Tiere sollte man eine Entschädigung zahlen und
Sicherheitskonzepte entwerfen.

Wenn ich lese, dass der Wolf den „Kulturraum“ zerstört, sträuben
sich mir die Nackenhaare. Diese Umdrehungsgeschichten gehen mir
mittlerweile gewaltig auf den Nerv. Der Mensch hat doch hier den
Kulturraum zerstückelt und betoniert fleißig. Was ist überhaupt aus
den Bestrebungen unserer jetzt ehemaligen Landwirtschaftsministerin
geworden, alles wieder aufzuforsten? In Deutschland gab es ja mal einen
richtigen Urwald. Wer hat wohl diese Kulturlandschaft beseitigt?

Es ist auch wieder alles so typisch deutsch. Der Wolf hat sich an
die deutsche Mentalität anzupassen. D.h. beim Überqueren der
Straße auf die Ampel zu achten und allgemein nicht aufzufallen.
Man erwartet ein sittsames Wölflein, was sich an deutsche
Gesetze hält. Grrrrrrr. So stellen sich viele Deutsche Natur vor.
Sorry, falls das etwas aggressiv rüberkommt. Immerhin gibt
es ja auch Stimmen, die das Problem rational aufnehmen.

Danke für die schönen Wolfphotos und auch das Video.

Na ja, ich antworte mal mit einem Horrorfilm, den man
allerdings auch ganz anders begreifen kann.
Habe ich, glaube ich, auch woanders schon gepostet.
Es geht nicht darum Angst zu schüren, sondern mehr
Verständnis für eine Gattung zu schaffen, die dem
Menschen in Form des Hundes so nahe steht, wie
kein anderes Wesen (Katzen nehme ich mal aus. :D )



und:
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Wüstenrose »

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Mal eine etwas schönere Schlagzeile,als dieses ewige Corona Dauerthema,mitsamt den negativen Folgen.
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Mischa »

Na, das ist doch genial! Endlich ml eine gute Nachricht! :da: Ich hoffe, dass dieser Einwanderer nicht als Bedrohung angesehen wird. Die Leute hier sind diesbezüglich widersprüchlich, was ich bis heute nicht verstehe.

Einerseits den Umweltschutz und die Artenvielfalt hochhalten und wenn dann eine Tierart wieder heimisch wird, wird das Halali geblasen, weil ein Raubtier nicht von Tiefkühlspinat lebt. Ein Raubtier räubert. Wie kann es nur? :ups:

Grüßerles!
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Uruz »

Ich persönlich habe weitaus mehr Angst vor Wildschweinen als vor Wölfen.
Meiner Meinung nach sollten Wölfe nur in absoluten Ausnahmefällen "entnommen" werden dürfen und wann ein solcher Ausnahmefall vorlaege, soll dann aber bitte nicht vom jeweiligen Jäger/ Jagdverband entschieden werden :!:
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »





Die Küstenwölfe in Kanada und die Evolution läuft weiter.
Hier haben Wölfe wenig Möglichkeiten sich zu entwickeln.
Warum ist das so? Nur rhetorisch gefragt.
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Marina »

..

Der Wolf ist da. Nun auch in unserer Gegend und er benimmt sich nicht zimperlich:
In Bayern gibt es einen weiteren Wolfsnachweis. Im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth hat ein Wolf nach bisherigen Erkenntnissen mehrere Schafe getötet. Wie das Umwelt-Landesamt am Freitag berichtete, wurden am 12. Oktober drei Tiere gerissen. Ein weiteres Schaf musste aufgrund seiner schweren Verletzungen getötet werden.

Hans Lehner aus Weiden, Monitoring-Beauftragter des „Netzwerks große Beutegreifer“, hat die toten Tiere begutachtet und Genproben genommen. „Erste Ergebnisse der Genanalyse bestätigen einen Wolf als Verursacher“, berichtete die Behörde. Die Untersuchung sei aber noch nicht abgeschlossen. Fest steht aber bereits, dass es sich bei dem Wolf um ein Tier aus der Zentraleuropäischen Population handelt.
Quelle: [Externer Link : bitte anmelden]

Nun hoffen wir mal, dass zum Einen der Eigner der Schafe entschädigt wird und zum Anderen, der Wolf eine Familie gründet und siedelt. Und, dass der Mensch nicht wieder hysterisch wird.

Ah, hier steht es (gleicher Link):
Das Landesamt verweist darauf, dass Schäfern und Landwirten die finanziellen Schäden, die durch Wolfsrisse in einer Herde entstehen, vom Freistaat Bayern ausgeglichen werden. Das Amt rät allen Nutztierhaltern in der Region, ihre Tiere vor Übergriffen mit einem Spezialzaun gegen Wölfe zu schützen. Die Halter können die Kosten dafür mitunter vollständig erstattet bekommen. (unter Verwendung von dpa-Material)
Fein! Vielleicht werden sich diese tollen Tiere dann dauerhaft bei uns niederlassen (können). :)

..
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Vielleicht sollte man an der Stelle auch mal darauf hinweisen, dass Wolf nicht gleich Wolf ist:



Der Wolf ist auch immer noch ein unbekanntes Wesen. Etwas Fremdes. Und davor hat man Angst. Deshalb
auch das folgende tape:

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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Chihiro »

Schönes Tier. Begegnen möchte ich ihm zwar nicht, aber er gehört halt zur Natur.

Hier mal ein paar Karten:
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Irgendwie nicht so gut lesbar, daher noch die hier:

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In anderen Ländern lebt man seit Jahrhunderten neben dem Wolf. Der Mensch ist dort zumindest noch nicht ausgestorben :kn:
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Wüstenrose
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Wüstenrose »

[Externer Link : bitte anmelden]

Ok,der Artikel ist zwar schon etwas älter,aber grad so heute morgen isses mir so eingefallen. :D
Die Wölfin,die es gewagt hat,sich mit einem Haushund einzulassen und frevlerweise auch noch Welpen mit dem dahergelaufenen bekommen hat. :D



Da werden Genexperimente im Labor kreiert,auf anderer Seite regen sie sich auf :shock: weil es mal (kommt ja so wahnsinnig oft vor :irons: )eine andere Verpaarung gegeben hat und diese Welpen waren fast zum Abschuß frei gegeben,fast,wurde dann doch nicht gemacht.
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Die Sprache wird in dem Zusammenhang auch immer perverser. Entnahme aus dem Bestand, was dann letztendlich der
Abschuss sein kann. Auch das Wort Hybride. Erinnert mich so a little bit an Rassenlehre. Die Ergebnisse der
jahrtausendalten Zuchtbemühungen könnten verloren gehen. Bei Mischehen. :D Vorsicht vor ostdeutschen
Wölf*innen. Das sind die Schlimmsten. :D
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Wüstenrose »

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Auch ein Artikel,der ziemlich alt ist,sie wird aber gerne genannt,wenn es um Tötung durch Wölfe gibt,die genauen Hintergründe werden nicht erwähnt,nur das sie 3 Tage überlebt hatte,nachdem sie den Job angenommen hatte.
Hier wird mal etwas mehr ausgespuckt,als auf anderen Seiten.
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Kräuterhexe »

Die Wölfe ziehen bei uns schon seit 15 Jahren wieder durch die Gefilde. Der größte Feind ist die Autobahn - und die schafft richtig :(
Eine Entnahme eines Einzeltieres, also ein Abschuss des Tieres, ist nur in absoluten Ausnahmefällen zu ermöglichen.
Entsprechend groß war hier z.B. die Kritik, als das Tier "GW924m" zum Abschuss freigegeben wurde. Die Tiere gehören hier her, die Schäfer sollen Zäune bauen. Ungeheuerlicherweise werden aber lieber kleine, traurig schauende, Mädchen vor verletzten Lämmchen von der Presse fotografiert und aufs Titelblatt der BILD gebracht. Denn darum geht es - um traurige kleine Menschlein.

Wichtige Anmerkung: Es handelt sich um Fakten aus dem Bundesland S-H (Quelle NABU + Jagdrecht + Presse) und um meine persönliche Sicht.
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Marina
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Marina »

..

Ob das nun Absicht oder ein Versehen war, das ist wohl noch unklar. Aber ärgerlich ist es allemal:
Ein Wolf ist im Landkreis Cuxhaven illegal abgeschossen worden. Das tote Tier war am Montag in Beverstedt, Ortsteil Stubben, vom zuständigen Jagdpächter gefunden worden, wie der Landkreis am Dienstag mitteilte. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ein. Bei einer möglichen Verurteilung müsse der Täter oder die Täterin mit einer Geldstrafe oder einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen, sagte ein Polizeisprecher.
QUELLE: [Externer Link : bitte anmelden]

Soll der Schütze (hoffentlich) ordentlich bestraft werden. Denn selbst, wenn er das Tier für etwas Anderes hielt und somit nicht mit Absicht einen Wolf erschoss, so ist das schnöde Liegenlassen mE durchaus vergleichbar mit Fahrerflucht nach einem schweren Unfall. :evil:

..
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Janundso »

Was ich fast noch schlimmer finde

Teilweise werden ja "wildernde" Katzen erschossen.

Bedeutet, wenn man als Katzenbesitzer in der Nähe von einem Wald wohnt - und die Katze ist im Wald - dann werden manche Förster die Gelegenheit nutzen, um die Katze zu erschießen
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Marina »

..
Janundso hat geschrieben: 25. Okt 2022, 11:17 Was ich fast noch schlimmer finde

Teilweise werden ja "wildernde" Katzen erschossen.

Bedeutet, wenn man als Katzenbesitzer in der Nähe von einem Wald wohnt - und die Katze ist im Wald - dann werden manche Förster die Gelegenheit nutzen, um die Katze zu erschießen
Mit Hunden ist es das Gleiche, Jan. Das ist u. a. ein Grund mit, dass ich immer einen halben Herzkasper bekomme, büchst Team Hund mir mal aus; besonders in der Dämmerung. Dann liegen die Jäger auf der Lauer und schießen "wildernde / streunende Hunde". Oder aber: "Ups, ich dachte das wäre (was auch immer) .. " Das macht mir große Sorgen (und mich auch einigermaßen wütend).

LG Marina
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Früher habe ich so nicht gedacht. Es gab mal allerdings mal vor längerer Zeit einen Vorfall mit einem Wildluchs,
den man zu Tode gequält hat. Die Pfoten waren abgeschnittern worden. Ich frage mich, was in solchen
Köpfen vorgeht. Das ist für mich nur noch krank.

Und ja, ist eben die Frage, ob jemand
als Jäger auch wirklich geeignet ist. Ich habe da auch ersprechende Erzählungen gehört und so einem Fall
auch miterlebt. Wenn eben so die "rechtlichen Vorgaben" stimmen, achten bestimmte Zeitgenossen
nicht mehr auf die Grautöne.

Neben den Jägern sind es eben auch die Autofahrer. Natürlich kann es vorkommen, dass ein Tier unter die
Räder gerät. Dunkelheit, verletztes Tier auf der Fahrbahn, Riesenverkehr.

Aber das tatsächliche Bild der Verwüstung hat damit nichts mehr zu tun. Hinter dem Steuer werden auch
Aggressionen ausgelebt. Deshalb gehe ich davon aus, dass auch viele Menschen draufhalten.
Die Psycholgoie - hinter dem Steuer werde ich zum Arschloch - an der ist schon was dran.

Anders ist für mich das nicht mehr erklärbar. Ich war schon in vielen Situationen, wo man eben abbremst etc. etc.
und hatte immer Glück. Soviel ich weiß.

Mir sind die ganzen Tierleichen auf den Straßen nicht mit "normalen" "Unfällen" erklärbar.
Ich sage es einfach mal so. Aufgestaute Aggressionen werden am Steuer ausgelassen.

Die erste beigefügte Statistik hat schon ein paar jahre auf dem Buckel:

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Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat nun eine Studie zum Verkehrsklima in Deutschland publiziert, die sich zu vorangegangenen Erkenntnissen aus den Jahren 2010 und 2016 ins Verhältnis setzen lässt. Für die repräsentative Umfrage wurden bundesweit 2.080 Verkehrsteilnehmer ab 18 Jahren online und per Telefon interviewt. Die Befragung erstreckt sich über einen Zeitraum von September 2019 bis Mitte 2020 und wirft auch ein Schlaglicht auf die besondere Situation während der Corona-Krise. So fühlen sich die Deutschen im Straßenverkehr zwar sicherer, weil sich der Aufkommen durch Homeoffice, Homeschooling und Kurzarbeit reduziert hat. Gleichzeitig wird aber auch eine deutliche Steigerung der Aggressivität und des zu schnellen Fahrens wahrgenommen.
Der Folgende Artikel stammt so aus Juli 2020, ist also relativ aktuell:

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Jeder kennt den traurigen Anblick am Straßenrand. Überfahrene Füchse, Waschbären, Igel oder Vögel säumen Autobahnen und Landstraßen. In den Morgenstunden scheint die menschliche Mobilität besonders vielen Lebewesen das Leben zu kosten. Wie viele Tiere europaweit aber genau im Verkehr umkommen, war bislang unbekannt. Ein Forscherteam aus Portugal und Großbritannien hat nun erstmals den Versuch unternommen, das Ausmaß des Sterbens entlang des europäischen Straßennetzes für einen Großteil aller Vogel- und Säugetierarten in Europa zu ermitteln.

Die Ergebnisse sind erschreckend und deuten nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darauf hin, dass der Beitrag des Straßenverkehrs am schwindenden Bestand einiger Säugetier- und Vogelarten unterschätzt wird. Andere Arten verkraften dagegen selbst hohe Verluste, ohne dass ihr Bestand abnimmt.
Die Forscherinnen und Forscher um die Biologin Clara Grilo vom Zentrum für Umweltforschung in Lissabon werteten für ihre Analyse 90 Einzeluntersuchungen aus 24 europäischen Ländern aus. Ergänzend entwickelten sie ein mathematisches Modell, um abzuschätzen, wie sich die ermittelten Verluste auf die langfristige Bestandsentwicklung von 423 Vogel- und 212 Säugetierspezies auswirken. Nach ihrer im Fachjournal Frontiers in Ecology and Environment veröffentlichten Analyse werden in jedem Jahr europaweit etwa 194 Millionen Vögel und 29 Millionen Säugetiere Opfer des Straßenverkehrs. "Vor allem Zentraleuropa hat mit zwei Kilometern Straßen pro Quadratkilometer Fläche eines der weltweit dichtesten Verkehrsnetze, deshalb trafen uns diese Ergebnisse nicht völlig überraschend", sagt Studienleiterin Clara Grilo.

In der Studie erwiesen sich die Straßen in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik als besonders tödlich für Wildtiere. Auf deutschen Straßen beispielsweise kommt statistisch auf jedem zweiten Kilometer ein Reh und auf jedem dritten eine Wildkatze pro Jahr ums Leben. Insgesamt zählt Deutschland mit rund 16 Millionen getöteten Vögeln und drei Millionen Säugetieren zu den Spitzenreitern innerhalb Europas.
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Kräuterhexe »

Janundso hat geschrieben: 25. Okt 2022, 11:17 Was ich fast noch schlimmer finde

Teilweise werden ja "wildernde" Katzen erschossen.

Bedeutet, wenn man als Katzenbesitzer in der Nähe von einem Wald wohnt - und die Katze ist im Wald - dann werden manche Förster die Gelegenheit nutzen, um die Katze zu erschießen
Als wir noch unseren Freigänger hatten, haben wir aus diesem Grunde auch gleich beim Jäger Bescheid gesagt, denn das Recht zu schießen haben sie.

Der Klookschieter in mir muss "leider" noch folgendes anmerken:
Der Förster kümmert sich in der Regel nur um den Wald, der Jäger kümmert sich um den Wildbestand. Klar ist aber, dass viele Förster gleichzeitig auch Jäger sind.
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Marina »

..

Uh.. wir haben immer mehr Wölfe, was einen ja eigentlich freuen sollte. Allerdings reißt einer davon wohl Katzen:
Haustiere hingegen stehen eigentlich nicht auf seinem Speiseplan. Deshalb sorgt ein Fall aus Kaltenbrunn im Kreis Neustadt a.d. Waldnaab derzeit für großes Aufsehen. Nach Ansicht der Besitzerin hat ein Wolf über 20 junge Katzen gerissen. Die Besitzerin konnte sogar ein Foto machen, als das Tier um den Bauernhof schlich. Das Bild ist jetzt vom Landesamt für Umwelt (LfU) analysiert worden und hat den Nachweis jetzt offiziell bestätigt. Auf BR-Anfrage teilte die Behörde mit, dass aber Übergriffe von einem Wolf auf Katzen bislang nicht bekannt sind.
Trotzdem, es werden mehr und das sollte freuen:
Hans Lehner ist Mitglied im Netzwerk große Beutegreifer. Der Wolf-Experte aus Weiden protokolliert seit Jahren Wolfsmeldungen in der Region. Während er im Wolfsjahr 2019/2020 noch 16 Wolfsfälle dokumentiere, waren es im vergangenen Jahr schon 50 Fälle. Vom Landesamt für Umwelt sind davon 40 offiziell bestätigt worden. Für das aktuelle Wolfsjahr, das immer von Mai bis Mai geht, ist eine weitere Steigerung erkennbar.
QUELLE: [Externer Link : bitte anmelden]

Wir müssen jetzt gut auf Team Hund aufpassen, denke ich. Trotzdem freut es mich, dass die Wölfe wieder da sind. Ich hoffe immer, dass wir sie dann auch mal werden heulen hören können. :soswe:

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Anders_son
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

Hmh, so richtige EInzelheiten gab es ja zu dem Katzenmassaker ja nicht. Da hätten mich dann schon Details
interessiert. Davon abgesehen, kann man von "Natur" nicht erwarten, dass sie sich nach menschlichen
Vorstellungen richtet. Wenn man sie will.

Du machst dass dann schon richtig. Ich achte dann auch neben Jägern und Wildschweinen eben auch "etwas"
auf den Wolf.
Mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen fange ich jetzt aber nicht an. Die Aufmerksamkeit richtet sich
eben besonders auf den Wolf, der Autofahrer dagegen.....daran hat man sich gewöhnt.

Ich hoffe nur, dass aus Einzelfällen keine Pauschalisierung erfolgt. Es ist irgendwo absurd, erst versucht
man den Wolf anzusiedeln und dann stellt man "erschreckt" fest, dass es "auch" ein Raubtier ist.
Schitzophrenes Verhalten. Zumindest medial.
„Um Böses zu tun, muss ein Mensch zuallererst glauben, dass das, was er tut, gut ist.“
Alexander Solschenizyn

zitiert von Anders_son (ehemals Oxymon)
Anders_son
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Re: Der Wolf ist da

Ungelesener Beitrag von Anders_son »

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An Toxoplasmose erkrankte Grauwölfe scheinen wesentlich häufiger zu Rudelführern zu werden als nicht infizierte Artgenossen. Das berichten US-amerikanische Wissenschaftler in »Communications Biology«. Der Neuroparasit mache die Tiere wohl aggressiver, was im Kampf um die Führung von Vorteil sein könne. Mit dem Einzeller Toxoplasma gondii infizierte Wölfe werden demnach mit 46-mal größerer Wahrscheinlichkeit Rudelführer.
Die Biologen beobachteten, dass sich infizierte Wölfe risikoreicher verhielten. Dies äußerte sich etwa in einer größeren Wahrscheinlichkeit, das Rudel früher zu verlassen, sowohl bei Männchen als auch Weibchen. Ein Verhalten, das mit Blick auf die Verbreitung des Erregers durchaus Sinn hat: Der Erreger gelange so eher in Gegenden, in denen er zuvor noch nicht kursierte. Einen ähnlichen Effekt hat es, wenn infizierte Tiere Rudelführer werden.
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Die Toxoplasmose ist eine durch Toxoplasma (T.) gondii verursachte Zoonose. Es handelt sich um obligat intrazellulär lebende Parasiten, die innerhalb der Protozoen (Einzeller) zu den Apicomplexa gehören. Der parasitäre Zyklus von T. gondii weist eine sexuelle und eine asexuelle Vermehrungsphase auf, wobei sich verschiedene Entwicklungsstadien des Parasiten unterscheiden lassen.
Katzen und andere Felidae stellen die Endwirte der Toxoplasmen dar, denn nur in ihrem Darmepithel kann die geschlechtliche Vermehrung der Parasiten stattfinden. Die daraus resultierenden Oozysten werden in großen Mengen mit dem Katzenkot (v.a. jungen Katzen) ausgeschieden und durchlaufen eine Reifungsphase (Sporulation) bevor sie im Freien infektiös werden. In Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit kann diese Phase 2–4 Tage dauern. Die sporulierten Oozysten enthalten acht infektiöse Sporozoiten. Aus ihnen entstehen nach der Ingestion im Darmtrakt des Zwischenwirtes die Tachyzoiten.
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Der Erreger kann zur Krankheit Toxoplasmose führen, an der auch Menschen erkranken. Frühere Studien hatten auch beim Homo Sapiens auf mögliche Verhaltensänderungen durch Toxoplasma gondii hingedeutet, wobei hier noch klare Belege fehlen. Bei Wölfen hat eine Ansteckung mit Toxoplasmose bei erwachsenen Tieren oftmals keinen Einfluss auf die körperliche Fitness, allerdings kann sie bei jungen oder immungeschwächten Canis lupus schwerwiegende Folgen haben.
Na, da wird dann Weltpolitik und noch ein paar andere Sachen verständlicher. Wenn ich es richtig verstanden habe,
wäre der Wolf und der Mensch nur ein Zwischenwirt.

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Toxoplasma gondii ist ein Protozoon. Dieser winzige Einzeller ist der erfolgreichste Parasit unseres Globus’: T. gondii ist in der Lage, fast alle Säugetiere zu infizieren, aber nur wenige Spezies entwickeln klinisch relevante Erkrankungen – eine perfekte Strategie. Hauptwirte von T. gondii sind Katzen. Alle Katzen (Felidae), keine Hunde. Die klassischen Zwischenwirte sind Nagetiere. Alle anderen Säugetiere – zu denen auch wir Berliner:innen gehören – sind potentielle Zwischenwirte. Und weil wir hier so gerne Hackepeter essen (oder Katzen haben) sind besonders viele von uns mit T. gondii infiziert. Bei Mäusen bewirkt die Infektion, dass sie ihre angeborene Furcht vor Katzen verlieren (Dieses Review [2] erklärt warum). Bei immungesunden Erwachsenen ist die wahrscheinlich einzige Folge der Infektion ihre Liebe zu Katzen (letzteres ist unsere unbewiesene Hypothese).


Im letzten Link hört sich das fast niedlich an, scheint es aber tatsächlich nicht zu sein.
Jedenfalls eine Erklärung für den Zustand der Hauptstadt. :grin:

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Ist die Erkenntnis jetzt überhaupt so neu? Also irgendwann habe ich das auch schon mal registriert. Aber eben
interessant, dass man bei Wölfen solche Feststellungen trifft und bei Menschen eher nicht. Da ist es mehr beleglos. :D

Wenn man das mal weiter spinnt, kommt man dann zum Gedanken von einem intelligenten Virus (was literaisch schon
längst thematisiert ist) und natürlich einer Alieninvasion. Also ohne Untertassen mit Beilage.

Tja, irgendwie fühlt sich der eine oder andere sowieso schon, wie in



Aber grundsätzlich ist es ja egal, ob es intelligent oder nicht intelligent ist. Das Endergebnis ist das Gleiche. :D
Aber auch die "Einschätzungen" sind wieder bezeichnend. Was man alles so weiß, ohne es richtig zu wissen. :)

Vom Wolf, über einen Erreger nach Berlin und zu den Dämonischen. :D

Okay Einzeller. Intelligent? Der Blob?

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Forscher:innen sind nahezu verrückt nach dem Blob - der intelligente Einzeller könnte nämlich wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft liefern. Erfahre hier, was den Super-Organismus so einzigartig macht und wo du ihn bestaunen kannst.
Der Blob hat kein Gehirn, gilt aber als intelligent. Er hat 720 Geschlechter. Schneidet man ihn in der Mitte durch, entsteht binnen zwei Minuten ein zweiter Blob.
Der Schleimpilz kann pro Tag sein Volumen verdoppeln und auf mehrere Quadratmeter anwachsen. Findet er keine Nahrung, stellt er sich auf Stand-by und überlebt bis zu zwei Jahre im Ruhemodus.
Der Schleimpilz wohnt im dunklen Unterholz. Seine Lieblings-Beschäftigungen: futtern und wandern - obwohl er weder Magen noch Beine hat.
Benannt ist der Blob nach einem Vielfraß in einem Science-Fiction-Film. Sein wissenschaftlicher Name lautet Physarum polycephanum, vielköpfiger Schleimpilz.
Also der Blob hat jetzt mit dem Thema nichts zu tun, außer, dass er eben auch ein EInzeller ist. Es ist auch nicht
der Mutant aus den Marvelfilmen gemeint, sondern ein Schleimpilz. Einen Trailer zu einem Film mit Steve McQueen
erspare ich mir dann aber lieber. :D Haha, der Film wird sogar im nachträglich eingefügten Zitat erwähnt.
Geil, was alles so auf diesem Planeten rumschwabbelt.
„Um Böses zu tun, muss ein Mensch zuallererst glauben, dass das, was er tut, gut ist.“
Alexander Solschenizyn

zitiert von Anders_son (ehemals Oxymon)
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