Mina Harkness : "Happy" New Year (2022)

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Mina Harkness : "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Mina Harkness : "Happy" New Year (2022)
- 08. 01. 2022 - Man kommt sich vor wie im Mittelalter. Oder wie in einem Tollhaus, einem Narrenturm jener Zeiten. Wovon ich schreibe? Von der Telekom. Gut, neuerer Technik sei Dank, wird einem nun mitgeteilt, dass die Lokalisierung des Problems noch andauert. Man bittet um Geduld. Stunden und Tage vergehen. Manchmal taucht der Gedanke auf, dass man jetzt womöglich für den Rest seines Daseins ohne Internet und, in unserem Falle, weil wir hier nicht einmal einen durchgängigen Handyempfang haben, auch ohne Telefon, wird überleben müssen. Das Auswandern gerät zur unlösbaren Aufgabe unter diesen Bedingungen. Der Stoff aus dem Verschwörungstheorien sind. Sie werden uns nicht gehen lassen. *Harhar*

Es schneit und schneit. Ein Wintermärchen über allem. Der Schneepflug, bestehend aus einem Bauern mit seinem Traktor, der mit einer Schneeschaufel aufgerüstet wurde, ward das letzte Mal am Vormittag gesehen; es geht auf 16 Uhr zu. Zeit gerät zur Endlosschleife und der TV-Empfang ist ebenfalls nur temporär, wenn kein nennenswerter Wind weht. Ansonsten kommt es im Schneegestöber zu Aussetzern der Satellitenantenne. Was bleibt sind Bücher, gespeicherte PDFs und DVDs. Warten. Kopfschütteln. Zwischendurch albernes Kichern. Die Angebeteten proklamieren unisono, etwas Vergleichbares noch nicht erlebt zu haben. Ich muss grinsen; ich lebe hier bereits seit Jahren. Am Ende der Welt nichts Neues. Was wir wohl in Alaska mitmachen würden? Gut, dass es nur die Niederlande werden. Das Grinsen wird breiter.

Wir könnten Wetten abschließen, wann die nächste Nachricht auf dem Smartphone eintrudelt und Satan den Angebeteten benachrichtigt, dass dies geschehen ist. Satan ist der Name von M.s Apple Watch, die mit dem iPhone gekoppelt ist und ihn (und damit uns alle) auf dem Laufenden hält, was die Telekom so fabriziert, respektive ihre Techniker. Neben ihren vermutlich täglich eingelegten, ausgiebigen Besäufnispausen im lokalen Gasthaus. Jedenfalls kann es noch dauern, das Problem ist großflächig und nicht so einfach zu lokalisieren – ein Prosit! Aha. Tage vergehen. Eine ganze Region ohne Internet und Handyempfang. Herzlichen Glückwunsch. Pünktlich zum neuen Jahr. Spaß mit der Telekom. Ich muss zugeben, dass es so krass und langwierig ist, das erlebe ich in all diesen Jahren auch zum ersten Mal.

Spaßig auch die Corona-Anleitung, die uns überstellt wurde. Medizinische Maske tragen, mindestens 1,5m Abstand zum Techniker einhalten und die Räume eine halbe Stunde vorher belüften. Natürlich immer vorausgesetzt, man weiß, wann jemand auftaucht. Bisher ward niemand gesehen. Lediglich die Ankündigung, dass jemand käme. Heute dann, zwischen 8 und 11:59 Uhr. So so. Gestern war leider kein Termin mehr frei. Um 11:40 Uhr erhielten wir dann die Nachricht, dass es weiter andauert und das Problem noch nicht eingegrenzt wäre. Irgendwo im Hauptort stimmt was mit der Leitung nicht, aber wo.. ähm, ja.

Und das war es dann auch gewesen. Fenster also wieder zu und uns darauf einstellen, dass es wieder nichts wird. Und man weiß nicht einmal wen man jetzt dafür erschießen könnte. Währenddessen alle umliegenden Ansiedlungen in technischer Steinzeit und weißer Pracht versinken. Wahrlich entzückend. Aber wenigstens ist der Strom noch da. G. meint trocken, ich solle es lieber nicht zu laut beschreien. Ich lasse meinem hysterischen Kichern freien Lauf, während M. mich mit gerunzelter Stirn über seinen Brillenrand fixiert. Gestrandet im psychotisch-neurotischen Lalaland. Im Hirn ist Testbild und im Bauch Kaffeefahrt.

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

- 09.01.2022 - Eingeschneit. Sonntag bedeutet, kein Schneepflug; nicht einmal der Bauer. Und es schneit fortwährend ohne Unterlass. Zentimeter um Zentimeter türmt sich mit der Zeit. Gut kniehoch mittlerweile. Fluffig weich, in krachender Kälte. Team Hund ist im Winterhimmel, rockend im Garten - und G. dreht sich einen harten Film. Fassungslos beobachtet er das Geschehen dort draußen, im Bewusstsein, dass seine Karosse darin keine Chance hat. Er kommt hier nicht mehr weg; nicht mit seinem Wagen. Handyempfang ist komplett Essig bei dem Schneefall. Das Internet ist mausetot; nach wie vor. Das wars, Herr Bars. Ich biete mein SUV an, wobei ich nicht sicher bin, dass er weiter als einige Meter den Berg runter kommen wird. G. starrt stoisch nach draußen, flucht leise und meint dann, ihm egal, im Grunde gibt es nichts, was nicht noch etwas warten könne. M. grinst sardonisch, er weiß genau um G.s notorische Ungeduld und was bei ihm jetzt innerlich abgeht.

Ich weiß es ebenso. Auch darum, dass M. in sich hinein feixt. Ich habe die Stimme meines Gottgleichen im Ohr, wie er mir, wie so oft, sanft erklärt, die Natur wäre der beste Lehrmeister. Die Natur und ihre beiden Mitarbeiter, Zeit und Synchronizität. Erträglicher zu machen mittels Demut und Geduld. Beides Dinge, die G. nur sehr rudimentär gegeben sind. Ergo leidet er jetzt und M. feixt. Frei nach dem Motto, dass er es wird lernen müssen; will er oder nicht. Und hier oben ist aktuell genau der richtige Ort dazu. M. ist ein großer Fan des fortwährenden Lernens. Er hält das Leben für eine Art Erziehung, die uns allen zuteil wird und je williger man diesen Umstand zu akzeptieren bereit ist, um so weniger wird man sich quälen (müssen).

G. ist zutiefst unwillig, was nicht zu übersehen ist. Unwillig, stolz, ungeduldig, bisweilen unbeherrscht, hitzköpfig, unbeugsam und, jedenfalls von meiner Warte aus, überaus erotisch. Seine gesamte angespannte Haltung ist Protest, im Angesicht von Umständen, denen er sich ausgeliefert sieht; was eine schiere Frechheit ist für eine Mentalität wie seine. G. fühlt sich von so etwas persönlich beleidigt. Und M. feiert derweil einen inneren Reichsparteitag. Das ist so herrlich fies und deshalb erlebe ich auch ihn darin als extrem animierend. Die Beiden sind aktuell wie lodernde Flammen und ewiges Eis. Ich beende folgerichtig diesen Eintrag und rege die beiden Herrschaften an, dass wir die Zeit - nebst diverser antagonistischer Energien - sinnvoller nutzen könnten.

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- 10.01.2022 – Heute, am späten Vormittag, war alles soweit geräumt und ein sichtlich erleichterter G. begab sich in die alte Heimat um letzte Termine abzuarbeiten. Derweil M. und ich in die Kreisstadt zum Einkauf fuhren; und um zu telefonieren. Von der Telekom, die uns angeblich auf dem Laufenden halten wollten, war lediglich noch eine SMS eingetrudelt, mit der Bitte, man solle melden ob das Problem erledigt wäre. Hä? Natürlich nicht! Es war niemand da gewesen und das Letzte, was man von dem Verein gehört hatte, war die Nachricht von Samstag, mit der Bitte um Geduld. Wir halten fest, seit irgendwann in der Nacht von Silvester auf Neujahr ist das Internet weg. Wir sitzen, ohne konstanten Handyempfang, abgeschnitten von der Welt und dürfen in die Kreisstadt fahren, damit wir ordentlich telefonieren können.

Stehend auf dem Parkplatz des Einkaufscenters rufe ich also bei dem Laden an. Erst einmal das Übliche. Warten und Gedöns am Band. Nummer nennen, ja – sie dürfen mitschneiden, nein – man will keine SMS für eine Online-Meldung (online, echt witzig) .. zur Zeit sind alle Mitarbeiter im Gespräch. Warten. Dann eine, vermutlich tschechische, Callcenterdame. Ich nenne die geforderten Daten, sie druckst herum. Ja, es tut ihnen sehr leid, das Problem ist größer. Ach? Wirklich!? Da wäre ich jetzt nie drauf gekommen. Ich schnaube in mich hinein und muss an Mischa denken, die, als wir letzte Woche bei ihr vorbeigefahren sind (eigentlich, um sie zu bitten, eine Auge auf das Forum zu haben), einen epischen Tobsuchtsanfall hinlegte und sich in konspirativen Gewaltfantasien erging. Sie hat das Problem nämlich auch; nebst mindestens drei weiteren Ansiedlungen und Örtchen, allesamt hier am Berg gelegen.

Ich meine, was macht man, hat jetzt irgendwer einen Herzkasper? Kein Handyempfang, kein Telefon, kein Internet. Eingeschneit waren wir auch. M. schaut nachdenklich. Er ist nicht mehr der Jüngste. Das ist eine ziemlich wenig erfreuliche Aussicht. Egal. Wir werden so oder so bald weg sein. Bis dahin lausche ich aufmerksam der osteuropäischen Dame, die mir erklärt, dass am 12ten ein Bautrupp käme. Bitte?! Am ZWÖLFTEN?! Ja, leider geht es nicht schneller. Aber dann sollte es von alleine wieder gehen und es muss auch nicht extra jemand zu uns ins Haus kommen. Alles wird gut. Ganz von allein. Am Zwölften dann. Ganz bestimmt. Großes Callcenterehrenwort. Ich beherrsche mich mühsam und verabschiede mich. Ach so, ja, wir bekommen natürlich dann noch eine Abschlussmeldung und vielen herzlichen Dank für das Verständnis, einen schönen Tag und eine angenehme Woche noch.

Was soll man dazu sagen? Saftladen? Ich schalte ein Testbild ins Hirn, gehe ins Lebensmittelgeschäft und packe eine Flasche Wodka und eine Riesenpackung schottischen Räucherlachs in den Wagen; nebst vielen anderen leckeren Dingen. M. stellt wortlos noch zwei Flaschen Rotwein dazu; mit versteinerter Mine. Wenn wir schon abgeschnitten sind von der Welt, dann lassen wir es uns wenigstens gut gehen. Zum Wohl! Ich bin mal gespannt was das am Mittwoch wird. Der Bautrupp soll zwischen 8:30 und 9:30 Uhr vor Ort sein. Angeblich sollte es dann wieder gehen. Wir sind gespannt. Und wenn nicht, dann fahren wir wieder ins Städtchen und ich höre mir die nächste Geschichte aus der pinken Irrenanstalt an. Deutschland (okay - Bayern), im Jahre des Herrn 2022.

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- 12.01.2022 – Es scheint wieder zu gehen. Es ist 14:08 Uhr. Allerdings spinnt nun unsere Routerkonfiguration und alles muss neu erstellt werden. Wenigstens das Telefon steht. (Etwas später:) Ich bin "drin" - wie schön. 12 Tage. WOW.


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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Mundraub beim Liebsten

Setting / Thema .. angeregt durch Oxys Thema zu Tierhaltung und Fleischpreisen. Wir sprechen über den Verkauf des Hauses:

"Tun wir noch ein Huhn mit dazu. Fleischwert 1000€. Muss es bestäubt werden? Brauchen wir noch einen Hahn." :grin:

Rumeiern mit bestäubten Hühnern und so.

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Na toll. 11 Uhr 19.01.2022 - ich will unten stehendes Post absenden und stelle fest, das Internet ist wieder ausgefallen. Unfassbar. Zwölf Tage ohne und am siebenten Tag der elend mühsamen Wiederherstellung - erneuter Ausfall. Das bedeutet, wir werden dann ungeplant ins Städtchen fahren und die Störungshotline anrufen. Mal sehen, wie lange es diesmal dauert. Dieses Jahr verspricht ein Hartes zu werden.

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Müde. Körperlich ebenfalls ziemlich fertig. Ich gehe mir selbst auf den Geist. Hänge in einer seltsamen Schleife aus Dauermüdigkeit und einer Art Verzagtheit fest, die mir suggerieren will, ich käme dort nicht ohne Weiteres wieder heraus. Innerlicher Tritt in den Hintern ist angesagt. Wohl eher mehrere. Sonst werde ich nur noch unzufriedener mit mir und gerate immer tiefer hinein. Das braucht kein Mensch. Die Gottgleichen sind ebenfalls keine große Hilfe, die haben auch zu kämpfen; jeder auf seine Art. Ich weiß, wo ich (wieder) hin will. Nur, wie ich dorthin komme, das ist noch unklar. Erst einmal habe ich jetzt bereits eine Stunde stramme Hausarbeit hinter mir und gedenke das den Tag über noch möglichst deutlich auszubauen. Gleich muss ich erst einmal Team Hund verköstigen und dann geht es raus in die Wintersonne zum Bespaßen. Alles leuchtet dort draußen, eine Traumkulisse. Hier drin muss ich "abweihnachten" und die Winterdeko gegen die Frühlingsdeko austauschen. Dabei das obligate Abstauben und Aussortieren; wir können das nicht alles mitnehmen.

Brunch mit Apfelkuchen und großen Tassen Tee. Den Ofen feuere ich gleich auch wieder ein. Morgen dann mal wieder ein Großeinkauf. Es gibt genug zu tun. Dennoch ist es schwieriger sich zu organisieren, wird einem die Tagesstruktur nicht durch feste Arbeitszeiten vorgegeben. Der Preis der Freiheit, man muss selbstständig den Hintern hoch bekommen und sich alles einteilen. Ich möchte dennoch nicht zurück in den Arbeitsalltag. So lange es anders geht, werde ich mir diese Freiheit zu erhalten suchen. Denn, so nervig das manchmal für mich auch ist, im Prinzip gehe ich mir nur selbst auf den Wecker, weil ich diese guten Optionen, die ich mittlerweile reichlich habe, nicht einmal ansatzweise optimal nutze. Ich könnte so viel mehr daraus machen. Und, weil ich das sehr genau weiß, stinke ich mich selber an. Das muss aufhören!

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13:30 Uhr - Das Internet ist wieder da. Wie schön. Just als wir losfahren wollten. Die WLan-Konfiguration hat es natürlich wieder zerlegt. M. ist jetzt richtig hassig. Das bedeutet nichts Gutes für die Telekom. Der Gottgleiche wird, ist er erst einmal in diesem Stadium (was bei ihm idR sehr lange dauert), extrem ätzend und ist prädestiniert dafür, dem Laden richtig Ärger zu machen. Aber erst einmal hat er jetzt zu tun, dass er uns alle wieder online bekommt. Spaß mit der Telekom. Ich rufe dann gleich mal bei Mischa durch und höre mir die Schimpfkanonade an. Ich gehe nämlich davon aus, dass es wieder der verflixte Kasten war, an dem der ganze Berg hängt. Vielleicht haben die da dran auch nur etwas nachgeschraubt. Natürlich ohne die Kunden zu informieren. Elender Saftladen! :as:

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von Mischa »

Der Laden ist sowas von das Letzte! :evil: Egal, jetzt geht es erstmal wieder

Sauertopfgrüßle!
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Fragt sich nur, wie lange? M. ist auf 180 und brütet über einem bösartigen Plan, den Schnarchnasen die Hölle heiß zu machen. So etwas bringt einem den gesamten Tagesplan durcheinander. Und, da wir aktuell sowieso etwas rudern müssen, damit wir zurück in die Spur finden und Arbeitsstaus beseitigen, ist das Ganze doppelt ärgerlich. Allerdings, wie gesagt, weil es nach etwa 1,5h von allein wieder ging, gehe ich davon aus, die haben nachgearbeitet und uns schlicht nicht informiert. Frei nach dem Motto, ein anständiger Mensch ist zu dieser Uhrzeit in der Arbeit und bekommt das gar nicht mit. Von Homeoffice haben die wahrscheinlich auch noch nichts gehört. Hoffen wir jetzt mal das Beste. Ansonsten: :reit:

LG Mina
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Ein unterhaltsamer Film vorweg (vielleicht wird die Laune - in der Erinnerung daran - etwas besser).
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Das ist nicht, wie der Trailer vermuten lässt, ein ganz normaler Splatter. Sondern der ist richtig witzig. Jedenfalls sehenswert. Und ansonsten: Ein Tag wie Kleister, ätzend hoch15. Ich habe mich hindurch gehangelt und vor mich hin geflucht. Mit diesem Eintrag hake ich alles ab. Morgen ist ein neuer Tag; dieser darf mir mit sofortiger Wirkung gepflegt den Buckel runter rutschen.

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Dass wir nach Holland abhauen, hat nicht nur den Vorteil, dass wir DE hinter uns lassen. In den Niederlanden kann man sich legal bekiffen. Und, ich schwöre bei Gott, das werde ich! Ich werde mir, so wie ich das jetzt getan habe, den guten, alten Bob in den Player laden, mir eine dicke, fette Purpfeife verabreichen und mich, gechillt durch die Bude tanzend, vom Winter aber sowas von am Arsch lecken lassen. Ich kenne sogar noch die alten Coffeeshops, die ich ehemals frequentiert habe. Freunde, ich komme!

:joint:
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Und bis dahin muss Bob mir ohne Dröhnung den Tag retten. Nur mit Tee abgefüllt, das allerdings bis obenhin. Die erste Megatasse ist fast leer und die zweite geht danach unverzüglich in die Mache. Die ToDo ist mal wieder voll. Und damit ich in den passenden Modus wechsele, muss es heute dann mal die klassischste Version aller Hashpuppymucke sein. Alleine die Aussicht darauf, in absehbarer Zeit in eine Klimazone zu wechseln, die deutlich gemäßigter sein wird, macht mir aktuell gute Laune. Die Vorstellung, dass ich mir dabei noch einen netten, kleinen Turn reinziehen kann, rundet das Ganze angenehm ab. :) Die Gottgleichen rappeln sich ebenfalls zusammen und beginnen ihr Tagwerk. Wenn ich mir die beiden Herren stoned vorstelle, verfalle ich in Dauerkichern. Sie werden bereits mit ein paar Drinks herrlich fies, Waldorf und Statler sind ein Dreck dagegen. Das wird spaßig, ich bin mir sicher. Also alles ganz normal im Hause Harkness. Schöne Aussichten. :hea:

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Uralt und noch immer ein gute Laune Song:

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Der Winter verarscht uns. Noch mehr Eissturm, Schnee- und Eisschicht wachsen ungerührt. Überall drohen die Bäume unter der weißen Last zu brechen, alles ist dunstig und der Eiswind will nicht ruhen. Der Winter kann verdammt froh sein, dass er nicht in Persona verfügbar ist. Sonst würde ich mit einem Akkubohrschrauber, bevorzugt unter seinen lauten Schmerzensschreien, ein paar Löcher in ihn bohren, Schrauben in diese drehen und Sommerbilder an ihm aufhängen. Arschloch! :as:

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Oh Mann. Das ist abstrus. (Siehe auch Foto am Ende des Artikels. Frau Lang ohne Maske und mit McDonalds-Tüte vor sich.) Aber wehe, jemand weist auf diese offenkundige Doppelmoral hin. :roll:

--> [Externer Link : bitte anmelden]
(joanacotar.de/doppelmoral-vom-feinsten/)

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Mundraub beim Liebsten

Setting: Wir sprechen über den Fragenkatalog des österreichischen Verfassungsgerichtes, der wahrscheinlich zum Fallenlassen der Impfpflicht in Österreich führen wird. Und über die fulminante Rede pro deutsche Impfpflicht, von Ricarda Lang, die sich damit selbst vollkommen ad absurdum geführt und der Glaubwürdigkeit der Grünen einen hübschen Sargnagel verpasst hat.

Ich: "In Österreich werden sie feiern. Und hier auch, wenn der Spuk vorbei sein wird."
M.: "Und Ricarda Lang geht erst mal zu McDonalds." :grin:

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Guten Appetit Frau Lang. Möge es ihnen wohl bekommen. So wie wohl bereits viele, sehr viele Male zuvor. :lol:

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Musik!

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Tja. Der Winter zeigt meinen Frühlingswünschen den Mittelfinger.
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wintersturm.png
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schneefall.png
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Schneefall sollte es gestern bereits "20cm" geben. Gegen Mittag waren diese erreicht und es ging munter weiter. Bis jetzt dürften es seit heute 7 Uhr etwa 15cm sein und es schneit und schneit; zu dem was gestern fiel noch dazu. Es sind jetzt etwa gute 40cm Neuschnee, mit (wesentlich höheren) Verwehungen durch den erneut aufkommenden Sturm. Geräumt ist nicht. Alles ist weiß. Unmengen davon. Ich schaue mir Häuser direkt am Meer an und träume vom Sommer. Und von einer Purpfeife, einem netten Tee und ein paar leckeren Keksen. Flucht. Nicht nur aus diesem Land, sondern auch aus einer Klimazone, die ich lange Jahre geliebt habe. Mikroklimat, mit tiefstem Hochnebel, ewig viel Schnee, epischen Stürmen und krachender Kälte. Aber jetzt, das spüre ich in mir, wird es Zeit für etwas Neues. Sehnsucht. Hoffnung. Und ein kleines bisschen Wehmut. "Mein Ende der Welt", es wird ohne mich weiter existieren.

Und mich zieht es an das große Wasser. Gestern kam das Thema französische Grenze und Atlantikküste auf. Auch das wäre noch eine Option. Noch ist nichts entschieden. Nur, dass wir gehen. Das in jedem Falle. Doch bis dahin versinken wir in weißer Pracht, die, auch wenn sie mich aktuell nervt, doch immer noch und immer wieder, von erhabener Schönheit ist. Alleine der Waldrand, mit den riesigen, tief verschneiten Tannen, ist eine ganz eigene Show. Die Leute hier oben werden steinalt. Wenn man die Winterwälder sieht, ahnt man warum. Mischa weint, wenn sie daran denkt, diesen Ort zu verlassen. Ich verstehe das; tief in mir. Auch wenn ich nicht weine. Das tue ich so gut wie nie. Ich denke an die Heizkosten, die hier oben immer weiter explodieren und daran, dass wir kein Handynetz haben. Wenn M. etwas passieren sollte, wäre das eine Katastrophe für mich. Es gibt viele gute Gründe. Trotzdem blutet man innerlich. Wurzeln heraus zu reißen, das tut immer auch weh.

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Mundraub beim Liebsten:

Thema - Karl Lauterbach und seine proklamierte Vorliebe für dunkle Schokolade.

Gottgleicher: "Ich dachte bisher eigentlich immer, er kratzt sich die Milben von der Bettdecke und macht sich einen schönen Saft daraus."
Ich: "Iihhh, du bist so pervers!"
Gottgleicher: "Wieso? Fleisch ist Fleisch. Und die sind sogar mehrzellig. Multivitamin."

Insektenkost mal anders. :ups:

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von Nachtdenker »

Lauterbach lebt, meine Theorie, von Luft und narzisstischer Zufuhr. Also von dem Virus. Indirekt. ;)
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Tja, so ist das. Am Ende stellt sich (zum Glück mittlerweile idR recht zeitnah) so gut wie immer heraus, dass "normal" konstituierte Menschen entweder eine Art Dämon in mir sehen oder meinen, ihre eigenen Gedankeninhalte und damit Problematiken, in mich hinein projizieren zu müssen. Das Endergebnis ist immer das Gleiche. Ich kappe die Verbindung, weil Zeitverschwendung mich verärgert und ich das schon zu oft erlebt habe, um mich damit noch großartig aufhalten zu wollen. Ich habe dafür indes gute Antennen und ein regelrechtes Testsystem entwickelt. 99,9% der Leute fallen zügig durch. Wer mir erzählen will, was besser für mich wäre, anhand des Erlebens des Betreffenden, ist aufgrund der offensichtlichen [Externer Link : bitte anmelden], die darin immanent ist, unverzüglich disqualifiziert. Möge er / sie sich an jemand anderem abarbeiten. Für einen ambitionierten Freizeitoberlehrer den Schüler zu mimen, dazu ist mir meine Zeit zu schade. Ich mache mich ungerne zum Teil(mitspieler) für die Egoproblematik irgendwelcher Leute, die meinen diese lösen zu müssen, indem sie mir das zu oktroyieren suchen, was sie für sich selbst als Lösung präferieren. Sich selbst kurieren zu wollen, indem man mich als Projektionsfläche missbraucht; das läuft bei mir nicht mehr. Es lief noch nie gut, aber mittlerweile werde ich rigoroser, ich bin schließlich nicht die Caritas für dysfunktionale Eigenregulation. Und dann noch die Leute, die vor Panik fast erstarren und meinen, mich irgendwie einwickeln zu können, dass ich mich dennoch mit ihnen abgebe, während sie jedes private Wort zu vermeiden suchen; weil ich ja krank bin. Das ist so absurd, dass es schon wieder witzig ist. Leute, Leute.. da könnte ich fast schon auf die Idee kommen, heilfroh zu sein, dass ich bin, wie ich bin. :grin:

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Wenn man einen hochfunktionalen Psychopathen nicht in eine Gummizelle sperren kann, wäre es sinnig, sich nicht selbst wie jemand zu benehmen, der in einer solchen ebenfalls besser aufgehoben wäre.

<end of comment>

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Ich komme mir vor, wie außer mir. Sehe mich, in ein Buch starrend (lesen kann man nicht mit Testbild im Hirn) auf dem Sofa sitzen, mit den Hunden im Garten spielen, meine Partner, die sich ebenfalls versuchen abzulenken und keinen Tobsuchtsanfall zu bekommen. Unsere Gewaltfantasien sind mittlerweile epischen Ausmaßes. Es gibt schlichtweg viel zu viele Leute dieser Tage, die ihre Rübe vor eine Kamera hängen und das lose Mundwerk rattern lassen. Wie humanoide MGs - rattattattatrattatat. Bla und blub und dudeldei. Parolen - Hirnwinde, Verdauung läuft neuerdings über die ansonsten hohle Frucht am oberen Ende des Halses. Idiocracy wird von der Dystopie zur Utopie. Wir sind schon weiter, viel weiter, bitte drücken sie auf das entsprechende Smilie und wählen sie die Waffe. Philip K. Dick hätte sich das nicht besser ausdenken können. Warum sind alle guten Diplomaten verstorben? Ist das jetzt die Konsequenz?

Aus einem Minimückenmilitärübungsmanöver erwächst mit großer Katharsis das Ende der Welt? Endzeittingeltangel mit Leichenbittermine und wir gehen derweil demonstrieren, dann erleben die Kinder mal echte Antikriegsdemo. WOW was ein Happening. Derweil die ukrainischen Frauen, die mit ihren Kindern flüchteten, in irgendwelchen Unterkünften sitzen und warten, dass ihr Vater, Mann, Bruder, Geliebter den Tschetschenen in die Finger fallen, die nicht gerade für ihre übermäßige Freundlichkeit bekannt sind. Oder den russischen Verbänden. Die westliche Welt hat ihren atomaren Sündenfall lange erwartet. Jetzt hat Eva Adam den verdammten Zankapfel mitten ins Gesicht geworfen. Friss oder stirb!

Die Angst löst sich auf und macht etwas Platz, was ich noch nie so gefühlt und in dieser absoluten Form in mir vorgefunden habe. Gnädig vollkommene Misanthropie und die hat den besoffenen Fatalismus im Arm. Skålllllll .. beim Hacken Zusammenschlagen falle ich mental krachend auf die Fresse. Irgendwo im Hinterhirn ist ein irres Kichern.

That's life. Nichts dauert ewig.

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, einmal über längere Zeiträume zum konsequenten Medienverweigerer zu werden. Aber es ist so. Mir gehen mittlerweile tatsächlich alle Schrei(b)hälse, meint, sowohl Systemmedien als auch die Kaste, die dagegen an schreibt, schlichtweg nur noch auf die Nerven. All diese Hysterie, sie ekelt mich nur noch an. Ergo informiere ich mich dort, wo ich früher eher seltener zu finden war; den Seiten der Bundesregierung. Lese Gesetzestexte, die, herrlich nüchtern, mich ohne jedes Geklingel darüber in Kenntnis setzen, was nun Gesetz ist in diesem Land. Und das folglich für mich noch gilt, so lange mein Hintern noch dauerhaft hier residiert, was, so alles läuft, nur noch bis Ende diesen Sommers der Fall sein wird. Mir gefällt nicht, was ich dort lese. Aber wenigstens ist es schlichte, reine Information, ohne diesen ganzen toxischen, überkandidelten Meinungsmachemodder, den ich nur noch aus meinem Leben verbannt sehen will.

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Die Fibro hat sich mal wieder entschlossen mich zu killen. Aufwachen mit Heulanfall. Ein Schmerz wie ein Speer mit stumpfer Spitze, der an allen großen Gelenken gleichzeitig zusticht. Da hört man glatt die Englein singen und versinkt heulend im Selbstmitleid. Das Ganze seit etwa 5 Tagen, sich kontinuierlich steigernd. Nach 1-2 Stunden - nach dem Aufstehen - überwiegt dann wieder der Trotz. Nein - du bekommst mich nicht klein. Das ist mein Körper! Verpiss dich! Die Dehnübungen gemahnen an masochistische Selbstfolter, tun aber letztendlich ihren Dienst. Spaß mit meinem Körper, mit Muskeln, Nervenenden, Gelenken und Wut im Bauch. Gleich einen Riesenbecher Tee, raus in die Sonne mit Team Hund, eine heiße Dusche - und dann schauen wir mal.
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Mischa
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von Mischa »

Gute Besserung Frau Seltsam! :hdl: Ich habe auch zu knacken. Das Chaos zwischen Kisten nervt und ich merke immer mehr, wie dauersauer ich eigentlich bin. Aber hilft ja nix.

Ich klingel gegen Nachmittag mal durch.

Liebes Grüßerle!
Mischa
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Venom
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von Venom »

Du könntest auch einfach mal mehr auf uns hören, mein zorniger Trotzkopf. Stattdessen regst du dich auf, für nichts und wieder nichts. Das ist dumm und du weißt es. Man kommt sich vor, wie der Vater, der man nie werden wird und sein wollte. Und dann wird man noch angefaucht. Dabei meint man es nur gut. Und am Ende steht der Vortrag: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Stur wie ein Esel, wenn das reicht. Es ist manchmal wirklich nicht einfach dein Partner zu sein. Jetzt habe ich auch mal gejammert. Und im Nachgang darfst du mich hingebungsvoll trösten. :hea:

Gruss, Venom
Nicht die Tugend fordert man von uns, sondern nur ihre Maske.
Wenn wir uns zu verstellen wissen, so ist man zufrieden.
- François, Comte de Sade -
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Venom hat geschrieben: 12. Apr 2022, 10:31 Und im Nachgang darfst du mich hingebungsvoll trösten. :hea:
Das war doch alles worum es ging, bei dieser (enttäuschend kurzen) "Jammerarie".
Ich hoffe sehr, es war alles zu Ihrer Zufriedenheit, werter Herr.

Hochachtungsvoll - Ihr aus Prinzip sperriges Weib. :aetsch:

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Mathieu Segers, politiek geëngageerd hoogleraar Europese geschiedenis, schrijft voor De Groene Amsterdammer. Ik ben het niet altijd eens met de man, die me soms wat wereldvreemd overkomt. Een beetje een ivoren toren, maar toch uiterst humanistisch. Als u de gedachten van de waardige heer wilt lezen, kunt u dat hier doen (Edge-Browser vertaalt automatisch indien nodig):

[Externer Link : bitte anmelden]
(groene.nl/auteur/mathieu-segers)

LG & Vrolijk Pasen! :flo: Mina
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Eine Runde wach, in voller Lautstärke über die Kopfhörer:
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Das Wetter ist noch undefinierbar, was vorerst gleichgültig ist. Die Gottgleichen und Team Hund liegen noch schnarchend in den Federn. Ich vermerke, nach meinen Erfahrungen schnarchen alle Männer und alle Hunde, wirklich alle. Jedenfalls die, die ich in meinem Leben gut genug kennenlernen durfte, um das beurteilen zu können. Und angeblich schnarche ich auch. Schnarchnasenwelt. Auch gut. Ich werde jedenfalls dann gleich mal einen ordentlichen hallo wach Kaffee kochen und meine Bagage aus dem Bett scheuchen. Die Knödel müssen in den Garten und wir wollen zeitig noch mal kurz los; letzte Besorgungen machen. Eigentlich wollten wir uns das nicht antun, aber ich habe einiges vergessen, insofern also dann doch. Ich hoffe es ist nicht zu voll. Wobei ich fürchte, dass diese Hoffnung eine fromme sein wird. Mir gehen dichter gedrängte Menschen immer mehr auf den Nerv. Nicht wegen dem Virus, das mir in zunehmendem Maße weniger Sorge bereitet, sondern einfach weil Menschen mich immer mehr an kopflose Hühner erinnern. Außerdem bin ich selber körperlich fragil zur Zeit. Dauernd zwickt und zieht irgendwas und das lässt mein Nervenkostüm dünner werden. Selbst wenn ich versuche es zu verhindern, ich stehe latent unter Dauerstress.

Und das wird auch vorerst so bleiben, fürchte ich. Selbst wenn ich Mediendetox betreibe. Am Rande bekomme ich noch immer genügend mit, dass es völlig ausreichend ist, um zu wissen, dass aktuell eine Art weltweites Irrenhaus angesagt ist. Hinzu kommt die Emigration, die, so sehr ich mich auf das Endergebnis freue, bis dahin schlichtweg einen mörderischen Kraftakt darstellt; auf physischer und psychischer Ebene. Aber alles Klagen nützt mir nichts. Ich muss durch; so oder so. Und Bereitwilligkeit macht die Dinge leichter. Ergo bin ich bereitwillig und fange dann hier mal an.

Allen einen schönen Tag! LG Mina

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Manchmal, wenn ich mal wieder nicht schlafen kann, dann träume ich davon die Welt zu rocken. Dann ist mein Körper nicht so zerstört, wie er es nun einmal ist. Ich finde den Mut, mich unter die Messer der Chirurgen zu legen und den Tattoo Meister aus mir ein komplett neues Wesen kreieren zu lassen. Wirklich sämtliche Narben überstechen, meinen gesamten Körper zu einer lebendigen Leinwand mit Dämonen von Bosch transformieren, implementiert in antike Weltkarten. Ein optischer Freak, aber einer, der genau so aussähe, wie es mir gefällt und wie ich mich innerlich erlebe. Eine antiquierte Welt, aus der Zeit gefallen, in ihrer ihr innewohnenden, lebendigen Dämonologie.

Dann würde ich nicht anderes mehr tun als tanzen und davon leben; bis ich uralt tot umfalle irgendwann. Ob ich damit dann zufrieden wäre? Keine Ahnung. Aber für den Moment fühlt es sich gut an. Es ist nur ein Traum, aber einer, der mich in gewisser Weise voran bringt. Eine vage Vorstellung, eine Ausrichtung; eine Sehnsucht nach etwas, das fast so alt ist wie ich selbst. Schon als kleines Kind tanzte ich durchs Haus. Hüpfend, springend, mich drehend, dabei laut singend. Tanzen ist Leben. Wenn die Muskeln sich erwärmen, der dünne Schweißfilm sich auf die Haut legt und sie kühlt, der Atem schneller wird, die Lungen und Waden das Brennen anfangen; das System hochfährt. Wenn die Fußknöchel schmerzen und die Schultern und überhaupt alles; und man das ignoriert. Ignoriert um an den Punkt zu kommen, dann, wenn der Körper beginnt ureigene Drogen zu produzieren, die den Schmerz vergessen machen und aus einem selbst eine perfekte Maschine wird. Wenn man die Stärke wieder spürt, die in diesem eingerosteten, knackenden, knirschenden, viel zu wenig bewegtem Etwas steckt.

Tanzen. Das ist alles was ich tun muss. Dann wird alles gut. Ich weiß das. Die Schmerzhölle stirbt tanzend, so wie alles Kranke an und in mir.

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Ich habe einen Ordner mit Augenfutter. Ich weiß, dass das zum Teil utopisch ist dort (wieder) hin zu wollen. Dennoch, die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn ich mir diese Körper nur lange genug anschaue, dann finde ich womöglich Mut und Motivation genug, mich dem immer mehr näheren zu können.

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somusseinefrauaussehen.jpg
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Inspiration(en):

Dieses hier gefällt mir mit Abstand am besten bisher. Statt Eichhorn und Queen, Eulen von Bosch.

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tattoo.jpg
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Auch sehr schön:

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tattoo4.jpg
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Und dieses hat auch was:

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tattoo3.jpg
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Und das hier wäre irgendwie der Abschuss. Reizt mich aber ungemein, weil "Zombie" so gut zu mir passen (und Narben vermutlich perfekt kaschieren) würde:

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tattoo2.jpg
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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Die folgenden Beiden wären was für Wade oder Oberschenkel. Vielleicht versuche ich G. zu überreden, zu ihm würde so etwas auch gut passen. :soswe:

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back-japanese-dragon-tattoo.jpg
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Dragon-Back.jpg
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Wenn wir in den Niederlanden sind, ist auch das eines der Projekte, die auf Halde liegen.

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Re: "Happy" New Year (2022)

Beitrag von MinaHarkness »

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Es gibt eine ganz bestimmte Form von Personen (hiesige Anwesende ausdrücklich ausgenommen), bei denen selbst ich, die ich äußerst langmütig bin was Marotten angeht, mich mitunter sehr zusammenreißen muss, ihnen nicht richtig schön die Meinung zu geigen, bezüglich ihres aufdringlichen, überkandidelten, selbstgefälligen und überheblichen Auftretens. Dass ich mich dennoch zurück halte, das liegt im Wesentlichen an zwei Umständen, die mir schlichtweg zu bewusst sind, um sie zu ignorieren. Zum Einen ist das die Tatsache, dass ich weiß, dass Leute, die stets und ständig ihren eigenen Mehrwert betonen und davon schwadronieren, wie gut es ihnen doch geht und wie geil sie doch wären, das in erster Linie sich selber erzählen und nicht mir. Weil sie sich einzureden versuchen, dass es tatsächlich so wäre; was es indes höchstwahrscheinlich nicht ist. Sonst gäbe es den ganzen aufgeblasenen Vortrag nämlich gar nicht.

Zum Anderen weiß ich, dass Kritik, selbst der Hauch davon, gleichgültig ob berechtigt oder nicht, von solchen Zeitgenossen lediglich zum Anlass genommen wird, eine weitere Stufe ihrer übersteigerten Dauerdramanummer zu zünden und sich, in epischer Breite, als von missgünstigen, neidvollen Feinden umgeben zu gerieren. Ein unerfreuliches, Gift und Galle geiferndes Theater, das ebenfalls nur dazu dient, die betreffende Person in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken und sich somit eine Illusion der eigenen Wichtigkeit zu kreieren. Solche Leute sind tödlich für das eigene Nervenkostüm. Dauerunglücklich, hoch hysterisch, toxisch bis dorthinaus und sie werden häufiger; habe ich den Eindruck. Ich habe vor einer Weile eine solche Person, ein echtes Paradebeispiel für diesen Typus, aus meinem Leben entfernt. Nun hat sie sich wieder mal gemeldet. Zum wiederholten Male in unregelmäßigen Abständen.

Vermutlich findet sich kaum noch jemand, bei dem dieser Egoaufblasvortrag noch dauerhaft gut ankommt. Wer will sich schon dauerbedröhnen lassen, wie generös, klug, wichtig, omnipotent und omnipräsent die Betreffende ist, während sie gnadenlos über alles und jeden hetzt, der nicht in ihren kleinen Tellerrand passt oder es gewagt hat, ihre Hybris nicht zu bedienen. Eine Reaktion bekommt sie ohnehin nicht. Lästig. Das sind solche Leute. Einfach nur lästig. Und ich vermute, tief in ihrem, von hysterisch zelebriertem Eigenlob umnebelten Gehirn, wissen sie das auch. Indes es ihnen schlicht gleichgültig ist, weil Menschen ohnehin nur austauschbare Parkuhren für sie darstellen, die sie volllabern und / oder in ihre Inszenierung einbinden wollen. Ich bin - speziell bei dieser Art von sich selber unreflektiert beweihräucherndem Profilneurotiker - äußerst unwillig was das angeht. @Mischa - Du bist nicht alleine, wie Du siehst. Solche Tanten (meistens sind es Frauen, wie es aussieht) scheinen symptomatisch dieser Tage. Und ja, dieses Exemplar ist auch sehr aktiv in Social Media. Auch das scheint symptomatisch. Profilneurosenplattformen. Die züchten diese Art und Weise regelrecht heran, habe ich öfter den Verdacht.

LG Mina
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Re: Mina Harkness : "Happy" New Year (2022)

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Das Fasten macht etwas Seltsames mit mir. Die Schmerzen fallen von mir ab wie Ketten und ich beginne zu begreifen, was diese Schmerzerkrankung eigentlich tatsächlich ist; sie ist ein Kerker. Nicht für mich, sondern für die Erinnerungen und Bilder, die durch den Schmerz maskiert wurden. Nun fällt der Schmerz, die übersäuerten Muskeln werden locker, durchlässig, elastisch - lebendig. Die Erstarrung löst sich und die darin gebundenen, zum Teil Jahrzehnte alten Bilder entsteigen ihnen, wie einem Verließ. Werden manifest in mir und ich stehe ihnen gegenüber. Heilung. Hallo ihr lieben Schreckgespenster, lasst uns tanzen. Ich gehe in den Schmerz, ziehe die Muskeln, Sehnen, Faszien und Gelenke. Es knackt ohne Ende und das Leben kehrt zurück in mich. Und das, was ich schon immer wusste, kehrt zurück zu mir. Sie alle sind noch da, aber sie haben ihren Schrecken verloren; ich kann sie frei lassen und damit mich selbst. Leben im Fluss - ich bin der Fluss. Die Schmerzen fließen mit davon. Das Bewusstsein bleibt. ICH bin wieder da. Ohne dass ich jemals wirklich weg gewesen wäre. Ich lache unter Tränen. Nur eine weitere Welle im Fluss des Lebens - meines Lebens. Und die leise Hoffnung, dass ich nun langsam am Ende dieser Phase ankommen werde. Heilung - so verrückt es klingt, aber die Hoffnung stirbt tatsächlich zuletzt. Bei mir ist sie noch immer sehr lebendig. Nun wieder bewusst.

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Re: Mina Harkness : "Happy" New Year (2022)

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Gott ist nicht tot. Aber er kann (und wird) einen nicht vor sich selbst beschützen.
Des Menschen (freier) Wille ist sein Himmelreich - auch wenn er die (höchsteigene) Hölle ist.

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