Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik. Sowie alles was man selbst im Alltag für sich tun kann. Therapie in Eigenregie. Leitsätze, Affirmationen, mentale Übungen, Entspannung und autodidaktische Weiterbildung in punkto psychischer Verfasstheit. Freier Austausch, Tipps und Themendiskussionen; rund um professionelle Therapien und eine gute Selbstfürsorge. Psychologiestudium und beruflicher Werdegang auf dem Sektor Psychologie und Psychiatrie.

Benutzeravatar
MinaHarkness
PSYVO Team
Beiträge: 3859
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2010 Mal
Danksagung erhalten: 1952 Mal

Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von MinaHarkness »

..

Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen - Abgrenzungsfähigkeit definieren

Wer es nicht, oder nur schwerlich, bewerkstelligen kann, der schwebt in permanenter Gefahr vereinnahmt und mit Beschlag belegt zu werden. Wer seine eigenen Grenzen und ein klares Nein nicht kennt, der gerät wiederholt in innere Nöte und Konflikte. Es gibt verschiedene Abwehrmuster diesbezüglich, von offen bis passiv aggressiv. Nichtsdestotrotz sind sie immer nur Notbehelfe, die der gelassenen und trainierten Abgrenzungsfähigkeit in vielem nachstehen. Ich erlebe es sehr häufig, dass Menschen es nicht über sich bringen Tacheles zu reden und sich stattdessen mit wortreichem, freundlichem Geschwurbel, versuchen aus der Affäre zu ziehen.

Erst letzthin, diesmal im Internet, sah ich mich einem Klassiker gegenüber. Betreffende Person schmierte mir Honig ums Maul (oder machte wahlweise auf arme, ausgegrenzte Unverstandene - ergo: Opferattitüde) und als nicht exakt nach ihren Vorstellungen reagiert wurde, schwurbelte sie weiter freundlich, ging auf Rückzug und lästerte anschließend andernorts in derartig unterirdischer Weise ab, dass sie sich selbst Lügen strafte. Sie hatte schlicht nicht das Rückgrat, sich offen und klar zu äußern, zog frustriert von Dannen und heulte sich woanders aus. Ich persönlich empfinde solches Verhalten als armselig und der Betreffende ist fortan bei mir auf der Liste derer Personen, mit denen ich keinen weiteren Umgang pflege. Denn erfahrungsgemäß entstehen aus solchen Konstellationen Rufmordszenarien; und das brauche ich sicherlich nicht.

Ich halte die Person nicht für bösartig, aber für zutiefst defizitär, in ihren Abgrenzungsfähigkeiten; was schlussendlich solche skurrilen Blüten treiben kann. Wer nicht klar nein sagen und / oder benennen kann, was er / sie eigentlich will (bzw. nicht will) und denkt, der bringt sich in eine innere Notlage. Irgendwann suchen sich die daraus entstehenden, negativen Empfindungen, einen Weg und der Betreffende macht sich dann bei jemand anderem oder woanders Luft. Das sind die typischen Lästereien, Klatsch und Tratsch. "Sich auskotzen", über den oder das, was der Betreffende als bedrängend erlebte. Er projiziert diese Bedrängnis, die im Grunde lediglich daraus entsteht, dass er seine eigenen Grenzen nicht zu definieren und wahren weiß, auf die betreffenden Situationen und Personen. So verbleibt er in dieser misslichen Lage, weil er nicht erkennt, dass das Problem in ihm selbst begründet liegt.

Auf diese Weise entstehen regelrechte Hasskonstellationen, besonders in Familien, im Berufsleben, bzw. in Umfeldern, in denen sich die gleichen Personen immer wieder begegnen und der Betreffende, der sich nicht abzugrenzen weiß, sich immer wieder neuerlich als bedrängt erlebt und die Schuld ins Außen weist. Ich persönlich bringe sogar Amokläufe damit mittelbar in Verbindung. Es fühlt sich jemand fortgesetzt von seiner Umwelt bedrängt, ignoriert, überfahren, missverstanden etc. pp., bis irgendwann "der Kragen platzt". Und das alles nur, weil es misslingt, den eigenen Anteil, der sogar relativ leicht zu beheben wäre, (an) zu erkennen. Oft ist es wohl die Angst vor Ablehnung, vor "nicht mehr gemocht werden", die eine Person dazu bringt, kein Nein formulieren zu können, bzw. dieses nicht einmal in sich selbst klar zu zu lassen.

Was fällt Euch zum Thema Abgrenzung ein?

LG Mina
Exkursionen, fern von Schablonen, können sich lohnen.
Benutzeravatar
cats55
Beiträge: 2844
Registriert: 19. Jul 2021, 15:46
Hat sich bedankt: 132 Mal
Danksagung erhalten: 489 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von cats55 »

Ich habe sehr früh gelernt das es besser ist keine eigene Meinung zu äußern,nicht offen nein zu sagen.
In meiner Familie gab es keine Grenzen,kein Recht sich abzugrenzen.
Wenn meinem Vater etwas nicht passte konnte er das nicht sagen sondern fing plötzlich und
unvermittelt an los zu brüllen.
Ich gerate heute noch in Panikstarre wenn jemand brüllt.
Meine Mutter hat grundsätzlich zu allem was von außen kam nein gesagt.
Damit die Stimmung auszuloten und mein Fähnchen nach dem Wind zu hängen um nicht anzuecken
bin ich immer am besten gefahren.
Nur so bin ich nicht schuld,kann man mir nichts anhängen.
Als ich das erste Mal nach über 25 Jahren gegen meine Ex-Bekannte R. in den offenen Widerstand
gegangen bin kam es zu einem Riesenkrach und unser Kontakt war beendet.
Es ging nur deshalb so lange zwischen uns gut weil ich wusste das ich ihr niemals widersprechen darf.
Mein Vater hat jedem das Blaue vom Himmel herunter versprochen weil er nicht nein sagen konnte.
Einmal hat ihn eine Seniorengruppe auf ein Versprechen das er wie immer natürlich nicht
zu halten beabsichtigte,längst vergessen hatte fest genagelt.
Er hat zuhause rumgebrüllt,war stinksauer das er aus der Geschichte nicht mehr raus kam.
Geschah ihm recht.
Für mich selbst ist das mögliche nein des anderen etwas vor dem ich riesige Angst habe.
Offen nach etwas fragen,um etwas bitten kostet sehr viel Überwindung,ist für mich eine
Selbsterniedrigung. Kommt dann ein nein bin ich tief beschämt,versinke in Selbsthass
und der Kontakt ist normalerweise beendet.
Nein sagen,klar sagen was man will,was man denkt hatte zumindestens in meiner Familie
Liebesentzug zur Folge.
Im Internet bin ich ehrlich. Im Alltag des RL ist mir das zu gefährlich,lasse ich das lieber.
Klar kann ich versuchen
weniger egoistisch zu denken.
Ich weiß nur nicht
was ich davon habe ?
Fruehling
Beiträge: 1323
Registriert: 28. Sep 2021, 15:36
Hat sich bedankt: 455 Mal
Danksagung erhalten: 419 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von Fruehling »

Cats manchmal hab ich das Gefühl, wir hätten Verwandte Familien. So geht es mir auch. Meine Eltern können auch sehr schwer mit Nein umgehen und fangen an zu lästern. Geschwister übrigens genauso grottig.
Benutzeravatar
cats55
Beiträge: 2844
Registriert: 19. Jul 2021, 15:46
Hat sich bedankt: 132 Mal
Danksagung erhalten: 489 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von cats55 »

Meinen Eltern ein nein zu geben,ernsthaft gegen sie in Opposition zu gehen,das hätte ich mir nie erlauben können.
So bald ich volljährig war hätten sie mich jederzeit raus werfen und mir den Geldhahn zudrehen können
wenn ich kein Wohlverhalten zeige.
Dann wär's vorbei gewesen mit meinem bequemen,rundumversorgten Leben im Wohlstand.
Der Preis war mir zu hoch.
Ich habe mich kaufen lassen.
Klar kann ich versuchen
weniger egoistisch zu denken.
Ich weiß nur nicht
was ich davon habe ?
Fruehling
Beiträge: 1323
Registriert: 28. Sep 2021, 15:36
Hat sich bedankt: 455 Mal
Danksagung erhalten: 419 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von Fruehling »

Ich habe damals so ziemlich fast jede Dummheit begangen, die man machen kann. Schule geschwänzt, einfach mal mich ganz versteckt gehalten 8 Stunden lang auf dem Hof, obwohl man mich überall in jedem Winkel gesucht hatte. Ich war ja nicht dumm und kannte ja jede Ecke und jeden Winkel, wo sie nicht hinguckten oder bin einfach von der Berufsschule abgehauen und ein Lehrer, der auf dem Weg zur Schule war mit seinem Auto, hat mich gesehen und angehalten und mich angesprochen aber ich bin einfach weiter gegangen und dann zum Bäcker, erstmal ein Brötchen essen... weiß ich noch alles, wie es damals war. Und ich war sogar noch stolz zu der Zeit drauf. Heute packe ich mir an den Kopf, weil statt mir ein solides, beschütztes Zuhause, ein Nest früher zu geben.... war jeden Tag doch sowieso nur Psychoterror angesagt und dann ist klar, das man als Jugendliche/r mal richtig aus der Bahn läuft. Das hängen mir meine Eltern heute noch nach. Die, die sich selbst nie weiter entwickelt haben und im Zeitalter der 70er oder 80er stehen geblieben sind. Oft gesagter Spruch: "Das gehört sich nicht, was sollen die Leute denken".
Benutzeravatar
MinaHarkness
PSYVO Team
Beiträge: 3859
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2010 Mal
Danksagung erhalten: 1952 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von MinaHarkness »

..

Also, Frau Katze sagt, so interpretiere ich es, dass sie sich nicht abgrenzen kann. Nicht nur, weil sie das nie gelernt hat, sondern, darüber hinaus, Ihr das regelrecht aberzogen / ausgetrieben / sie unter Druck gesetzt wurde, jegliche Versuche diesbezüglich zu unterlassen.

Wie erlebst Du das Frühling, im Bezug auf Deine Abgrenzungsfähigkeiten?

LG Mina
Exkursionen, fern von Schablonen, können sich lohnen.
Fruehling
Beiträge: 1323
Registriert: 28. Sep 2021, 15:36
Hat sich bedankt: 455 Mal
Danksagung erhalten: 419 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von Fruehling »

Meine Eltern sind selbst knapp 20 Jahre vom Alter auseinander. Mein Vater (Ende der 30er) hatte eine andere Erziehung als meine Mutter (fast Mitte der 50er) genossen. Obwohl beide auch wahrscheinlich sehr hart und streng von ihren Eltern erzogen sind. Diesen heftigen Streit, den ich ja mit den den jetzigen lebenden habe, den gab es von väterlicherseite übrigens auch schon eine Generation vor mir. Ich weiß jetzt zwar nicht mehr so genau, welcher Verwandtschaftgrad von mir aus sich mit ebenso seinen Geschwistern bis aufs Blut zerstritten hatte. Aber ich glaube schon, das sowas durch Gene weiter vererbt werden kann. Und die Gründe oder Anhaltspunkte, die meine Mutter mir gesagt hatte (sie weiß es noch aus den Erzählungen meiner Oma, also ihrer Schwiegermutter) die sind genauso lächerlich wie bei uns, zwischen meinem Bruder, meiner Schwester und mir. Die anderen pissen sich an, weil ich früher so jähzornig war und herum gewütet habe. Sie verstehen mich gar nicht und wollen es nicht und sie stellen sich an, weil ich heute drüber lachen kann, wo ihnen früher die Kinnlade runter gefallen ist. Klar, kann ich auch irgendwo verstehen, das so ne kleine wütende pubertierende rebellische Schwester auch gehörig nerven oder gar einem Angst einjagen kann. Auch an meiner Schwester ihrer Stelle, die damals ihr Kind früh bekam und sie ihr Kind auch nur beschützen wollte. Nur was sie und ihr Mann draus gemacht haben, mich hinzustellen als ich eine vom Satan und dem Teufel geschickte Person... nee das verletzt mich einfach. Und mein Bruder wird auf ihrer Seite mit rein gezogen - jeder gegen Frühling, denn nur sie ist ja Schuld. So komme ich mir vor.
Benutzeravatar
cats55
Beiträge: 2844
Registriert: 19. Jul 2021, 15:46
Hat sich bedankt: 132 Mal
Danksagung erhalten: 489 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von cats55 »

Manchmal ist der Versuch sich abzugrenzen aber auch schlicht sinnlos. Früher konnte ich Nähe,Berührung,
Umarmungen nicht ertragen,war das fürchterlich,eklig für mich.
Ich habe meiner Schwester und meiner Nichte gesagt das dem so ist.
Meine Nichte konnte das akzeptieren,meine Schwester nicht.
Die ist einfach über meine in dem Fall wirklich deutlich ausgesprochenen Grenzen hinweg getrampelt
und hat mir am Flughafen Umarmung und Wangenküsschen zur Verabschiedung aufgezwungen.
Für mich war das ein schlimmes Gefühl von gefangen,von ausgeliefert sein.
Ich habe die Augen geschlossen und war froh wenn sie mich los gelassen hat und ging.
Mein nein hat mir in dem Fall gar nichts genutzt.
Klar kann ich versuchen
weniger egoistisch zu denken.
Ich weiß nur nicht
was ich davon habe ?
Benutzeravatar
MinaHarkness
PSYVO Team
Beiträge: 3859
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2010 Mal
Danksagung erhalten: 1952 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von MinaHarkness »

..
cats55 hat geschrieben: 16. Okt 2021, 15:25 Die ist einfach über meine in dem Fall wirklich deutlich ausgesprochenen Grenzen hinweg getrampelt
und hat mir am Flughafen Umarmung und Wangenküsschen zur Verabschiedung aufgezwungen.
Für mich war das ein schlimmes Gefühl von gefangen,von ausgeliefert sein.
Ich habe die Augen geschlossen und war froh wenn sie mich los gelassen hat und ging.
Mein nein hat mir in dem Fall gar nichts genutzt.
Was hast Du gegenüber Deiner Schwester empfunden, wenn sie Dich einfach ignorierte und sich (übergriffig) "nahm was sie wollte"? Und, hat sich dieses Empfinden von Mal zu Mal gesteigert?

..
Exkursionen, fern von Schablonen, können sich lohnen.
Benutzeravatar
cats55
Beiträge: 2844
Registriert: 19. Jul 2021, 15:46
Hat sich bedankt: 132 Mal
Danksagung erhalten: 489 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von cats55 »

Ich brauchte sie zu sehr. Wütend werden konnte ich mir wie früher schon bei meinen Eltern nicht erlauben.
Man beißt nicht die Hand die einen füttert.
Es war ja schnell vorbei da musste ich halt durch.
Klar kann ich versuchen
weniger egoistisch zu denken.
Ich weiß nur nicht
was ich davon habe ?
Benutzeravatar
MinaHarkness
PSYVO Team
Beiträge: 3859
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2010 Mal
Danksagung erhalten: 1952 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von MinaHarkness »

..

Du hast Dir also Deine Empfindungen (synonym, die rigide Durchsetzung Deinen Neins / des Widerwillens) nicht gestattet. Wenn Du heute in Dich reinspürst, welche Gefühle waren damals da oder sind es womöglich heute noch? Oder ist da noch immer eine Art "Abwehrmauer", hinter der Du Deine Aversionen verschließt?

LG Mina
Exkursionen, fern von Schablonen, können sich lohnen.
Benutzeravatar
cats55
Beiträge: 2844
Registriert: 19. Jul 2021, 15:46
Hat sich bedankt: 132 Mal
Danksagung erhalten: 489 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von cats55 »

Da ist gar nichts.
Mich Menschen von denen ich abhängig war unterzuordnen
war normal.
Klar kann ich versuchen
weniger egoistisch zu denken.
Ich weiß nur nicht
was ich davon habe ?
Fruehling
Beiträge: 1323
Registriert: 28. Sep 2021, 15:36
Hat sich bedankt: 455 Mal
Danksagung erhalten: 419 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von Fruehling »

Ich glaube, das liegt größtenteils auch daran, Cats, das du einer Generation angehörst, wo man früher in den 50? oder 60er? noch hart und streng konservativ erzogen hat.
Benutzeravatar
cats55
Beiträge: 2844
Registriert: 19. Jul 2021, 15:46
Hat sich bedankt: 132 Mal
Danksagung erhalten: 489 Mal

Re: Abgrenzung :: sich abgrenzen lernen

Beitrag von cats55 »

Ich bin nicht streng erzogen worden. Meine Eltern haben mich maßlos materiell verwöhnt und mir
außer das ich ihre Machtposition niemals angreifen durfte so gut wie keine Grenzen gesetzt.
Meine wesentlich ältere Schwester bekam noch den Kochlöffel zu spüren wenn sie etwas angestellt
hatte. Bei mir gab es das schon praktisch nicht mehr.
Meine Mutter hat bei mir jede Bestrebung zur Autonomie,dazu ein Selbst zu entwickeln,ein eigenständiges
Individuum zu werden so früh und so vollständig unterdrückt das es für mich völlig normal ist
das meine Bezugspersonen mir vorgeben was ich zu tun und zu denken habe,was ich mag,
was gut für mich ist. Ich habe von klein auf gelernt das ich das nicht kann,das ich die Mama,die
Familie brauche damit die es für mich tun.
Da wo mir Schutz und Versorgung geboten wird da passe ich mich an.
Die Welt da draußen ist gefährlich,die Menschen sind böse und schlecht.
Wer das wie ich sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat,wer so vollständig emotional und
finanziell abhängig gemacht wurde wie ich der lehnt sich nicht auf.
Der passt sich an und ordnet sich unter weil das völlig normal ist und immer so war.
Klar kann ich versuchen
weniger egoistisch zu denken.
Ich weiß nur nicht
was ich davon habe ?
Antworten